
Wenn der Staatsfunk Männlichkeit zum Feindbild erklärt
Es gibt Momente, in denen man sich fragt, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland noch irgendeinen Bezug zur Lebenswirklichkeit der Bürger hat, die ihn zwangsfinanzieren. Ein Instagram-Beitrag von NDR Kultur liefert einmal mehr Anlass für diese berechtigte Frage. Unter der Überschrift „Männlichkeit muss überall verdächtigt werden" präsentiert der Sender eine Diskussion zwischen zwei Männern, die sich darin überbieten, das Männliche an sich zu pathologisieren. Man reibt sich die Augen.
Zwei Männer gegen die Männlichkeit
Aufgeboten werden ein gewisser Christoph May, der sich selbst als „Wissensaktivist" bezeichnet – ein Titel, bei dem allein schon die Alarmglocken schrillen sollten – sowie der Essayist Kim Posster. May betreibt seit über einem Jahrzehnt zusammen mit seiner Partnerin einen Blog namens „Detox Masculinity" und unterhält ein sogenanntes „Institut für Kritische Männerforschung". Posster geht noch einen Schritt weiter: Ihm reiche der Begriff „toxische Männlichkeit" nicht aus, weil dieser impliziere, es könne auch eine positive Form von Männlichkeit geben. Das dürfe offenbar nicht sein.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Der NDR stellt diese beiden Positionen als die zwei Pole einer Debatte dar. Auf der einen Seite jemand, der Männlichkeit für grundsätzlich verdächtig hält, auf der anderen jemand, der sie gleich ganz abschaffen möchte. Eine Stimme, die Männlichkeit als etwas Natürliches, Wertvolles oder gar Notwendiges verteidigt? Fehlanzeige. So sieht also „ausgewogene Berichterstattung" beim gebührenfinanzierten Rundfunk aus.
Workshops gegen das Mannsein
Besonders aufschlussreich ist das Geschäftsmodell des selbsternannten Wissensaktivisten. May bietet eine ganze Palette von Workshops an, darunter „Aussteiger"-Kurse – gemeint ist offenbar der Ausstieg aus der eigenen Männlichkeit. Geschäftsmänner sollen in Seminaren lernen, die angebliche Benachteiligung von Frauen im Arbeitsleben zu erkennen. Auf seiner Webseite fordert er einen „Gipfel im Kanzleramt" für unbezahlte Care-Arbeit von Frauen, die er auf 826 Milliarden Euro jährlich beziffert.
Actionhelden und Kämpfer seien von gestern, verkündet May. „Landnahme-, Eroberungs- und Machtphantasien von Konzernen und Startup-Männlichkeiten zerstören unseren Planeten", heißt es in seinem Programm. Stattdessen brauche man „neue Phantasien, neue Rollenbilder, diverse Storylines und Drehbücher". Wo Männer unter sich blieben, entstünden „toxische Monokulturen", die Gift seien für „Geschlechtervielfalt" und „kulturellen Reichtum".
Die Ironie der Geschichte
Es entbehrt nicht einer gewissen tragischen Komik, dass ausgerechnet in einer Zeit, in der die Bundesregierung über Wehrpflicht und Aufrüstung diskutiert, der öffentlich-rechtliche Rundfunk systematisch jene Eigenschaften diskreditiert, die man für die Landesverteidigung dringend benötigt. Wer soll denn bitteschön Deutschland verteidigen, wenn Männlichkeit flächendeckend als pathologisch gebrandmarkt wird? Soldaten, die vorher einen „Detox-Workshop" absolviert haben?
Diese Debatte ist symptomatisch für eine Gesellschaft, die ihre eigenen Grundlagen untergräbt. Während in anderen Teilen der Welt traditionelle Werte wie Familie, Zusammenhalt und ja, auch eine gesunde Männlichkeit, als Stärke begriffen werden, leistet sich Deutschland den Luxus, das Fundament seiner eigenen Zivilisation in Frage zu stellen. Es ist eine Form der Wohlstandsverwahrlosung, die sich nur Gesellschaften erlauben können, die vergessen haben, wie fragil ihre Sicherheit und ihr Wohlstand tatsächlich sind.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk als ideologische Echokammer
Was den Vorgang besonders ärgerlich macht: Jeder Bürger in Deutschland finanziert diesen Unsinn mit seinem Rundfunkbeitrag von 18,36 Euro monatlich – ob er will oder nicht. Der NDR behauptet in seinem Beitrag, die kritische Hinterfragung von Männlichkeit sei „zunehmend Teil öffentlicher Debatten geworden" und nicht mehr nur in „feministischen oder akademischen Kontexten" verortet. Das ist bestenfalls Wunschdenken, schlimmstenfalls bewusste Irreführung. Die überwältigende Mehrheit der Männer in diesem Land hat weder Zeit noch Lust, sich in Workshops die eigene Identität abtrainieren zu lassen. Sie gehen arbeiten, kümmern sich um ihre Familien und halten dieses Land am Laufen.
Es ist bezeichnend, dass der NDR seine Zuschauer und Nutzer am Ende fragt, „wie sie Männlichkeit sehen" – als handele es sich um eine Geschmacksfrage wie die Wahl zwischen Erdbeer- und Vanilleeis. Männlichkeit ist keine soziale Konstruktion, die man nach Belieben dekonstruieren kann. Sie ist eine biologische und kulturelle Realität, die über Jahrtausende Zivilisationen aufgebaut, Familien beschützt und Gesellschaften zusammengehalten hat.
Was wirklich auf dem Spiel steht
Die systematische Verunglimpfung traditioneller Männlichkeit ist kein harmloses akademisches Gedankenspiel. Sie hat reale Konsequenzen. Junge Männer, die in einer Gesellschaft aufwachsen, die ihnen permanent einredet, ihr natürliches Wesen sei „toxisch", entwickeln Orientierungslosigkeit, Selbstzweifel und im schlimmsten Fall psychische Probleme. Die Suizidraten unter jungen Männern sprechen eine deutliche Sprache – doch darüber schweigt der NDR lieber.
Statt Millionen an Zwangsgebühren in ideologische Umerziehungsprogramme zu stecken, täte der öffentlich-rechtliche Rundfunk gut daran, sich auf seinen eigentlichen Auftrag zu besinnen: ausgewogene, faktenbasierte Berichterstattung. Doch davon scheint man in den Redaktionsstuben von NDR Kultur weiter entfernt denn je. Solange Beiträge wie dieser produziert werden, darf sich niemand wundern, dass das Vertrauen der Bürger in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im freien Fall ist. Die Menschen in diesem Land haben andere Sorgen als die Frage, ob Actionhelden „von gestern" sind. Sie sorgen sich um steigende Preise, um die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg und um die Zukunft eines Landes, das seine eigenen Stärken nicht mehr zu schätzen weiß.
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