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Kettner Edelmetalle
23.02.2026
18:52 Uhr

Wenn der ÖRR Geister beschwört: ARD zeigt klatschende Merkel – die längst gegangen war

Man könnte meinen, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten hätten aus den Skandalen der vergangenen Wochen gelernt. Doch weit gefehlt. Kaum ist der Staub des ZDF-KI-Debakels verflogen, leistet sich die ARD den nächsten peinlichen Ausrutscher – und das ausgerechnet bei der Berichterstattung über den CDU-Bundesparteitag, einem der wichtigsten innenpolitischen Ereignisse des Jahres.

Inszenierte Geschlossenheit mit falschen Bildern

Was war geschehen? In der Sendung „Bericht aus Berlin" am Sonntagabend wurde über die Wiederwahl von Bundeskanzler Friedrich Merz zum CDU-Parteivorsitzenden berichtet. Merz erhielt dabei beachtliche 91 Prozent der Stimmen – ein Ergebnis, das für sich genommen bereits Geschlossenheit signalisiert. Doch offenbar reichte das den Machern des Beitrags nicht aus.

Während die Sprecherin den „ganz besonderen Moment beim Parteitag" kommentierte, wurde eine applaudierende Angela Merkel eingeblendet. Die Botschaft war unmissverständlich: Selbst die Altkanzlerin, deren Verhältnis zu Merz bekanntlich nicht frei von Spannungen ist, erhebe sich und klatsche für den neuen alten Parteichef. Das Problem dabei: Merkel war zum Zeitpunkt der Wiederwahl bereits nicht mehr im Saal.

Die gezeigten Aufnahmen stammten von einem früheren Zeitpunkt der Veranstaltung – nach einer anderen Rede von Merz. Sie wurden jedoch so in den Beitrag montiert, dass beim Zuschauer zwangsläufig der Eindruck entstehen musste, Merkel habe Merz' Wiederwahl persönlich bejubelt. Eine Inszenierung, die man bestenfalls als schlampig, schlimmstenfalls als manipulativ bezeichnen muss.

Schadensbegrenzung in der Mediathek

Immerhin reagierte die ARD – wenn auch erst, nachdem der Fehler aufgefallen war. In der Mediathek wurde eine korrigierte Version hochgeladen, in der die Merkel-Sequenz durch andere Bilder ersetzt wurde. Ein eingeblendeter Hinweis bittet den Zuschauer, „den Fehler zu entschuldigen". Eine ARD-Sprecherin erklärte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, es habe sich um echte Bilder gehandelt, die lediglich fehlerhaft zusammengeschnitten worden seien. Man habe den Fehler noch am selben Abend auf der Korrekturenseite transparent gemacht.

Transparent gemacht. Man muss sich diese Formulierung auf der Zunge zergehen lassen. Als wäre es ein Kavaliersdelikt, dem Millionenpublikum eine Realität vorzugaukeln, die so nie stattgefunden hat. Wer garantiert dem Zuschauer, der die Erstausstrahlung gesehen hat und nie wieder in die Mediathek schaut, dass er die Korrektur überhaupt mitbekommt? Das Bild der klatschenden Merkel ist in den Köpfen – und dort bleibt es.

Ein Muster, das sich verfestigt

Der Vorfall reiht sich nahtlos in eine Serie von Pannen ein, die das Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk weiter erodieren lassen. Erst in der Woche zuvor hatte das ZDF mit einem KI-generierten Video im „Heute Journal" für einen handfesten Skandal gesorgt. Der Beitrag sollte ein angeblich unverhältnismäßiges Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE suggerieren und bediente sich dabei nicht nur künstlich erzeugter Bilder, sondern riss auch reale Aufnahmen grob aus dem Zusammenhang. Die Konsequenz: Die Leiterin des New Yorker Auslandsstudios wurde von ihrem Posten abberufen.

Die ARD betont zwar, die beiden Fälle seien nicht miteinander vergleichbar. Technisch mag das stimmen – hier echte Bilder, dort KI-generierte. Doch in der Wirkung auf den Zuschauer ist der Unterschied marginal. In beiden Fällen wurde eine Realität konstruiert, die es so nicht gab. In beiden Fällen wurde das Vertrauen des Publikums missbraucht. Und in beiden Fällen fiel der Fehler nicht etwa den internen Qualitätskontrollen auf, sondern aufmerksamen Zuschauern.

Zwangsgebühren für Desinformation?

Es stellt sich eine grundsätzliche Frage, die Millionen Deutsche umtreibt: Warum sollen Bürger monatlich Zwangsgebühren für einen Rundfunk entrichten, der offenkundig nicht in der Lage ist – oder nicht willens –, elementare journalistische Standards einzuhalten? Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wurde einst als Bollwerk gegen Desinformation und als Garant für unabhängige, faktenbasierte Berichterstattung geschaffen. Was davon übrig geblieben ist, gleicht zunehmend einer traurigen Karikatur des ursprünglichen Auftrags.

Die Häufung solcher Vorfälle nährt den Verdacht, dass es sich längst nicht mehr um bedauerliche Einzelfälle handelt, sondern um ein systemisches Problem. Wenn Redaktionen unter Zeitdruck oder aus ideologischer Überzeugung Bilder so zusammenschneiden, dass sie eine gewünschte Erzählung stützen, dann ist die Grenze zwischen Journalismus und Propaganda fließend geworden. Dass ausgerechnet jene Sender, die sich so gerne als Hüter der Wahrheit und Bekämpfer von „Fake News" inszenieren, selbst immer wieder bei der Verbreitung irreführender Inhalte ertappt werden, entbehrt nicht einer gewissen bitteren Ironie.

Deutschland braucht einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der seinen Namen verdient – oder gar keinen. Was wir nicht brauchen, sind milliardenschwere Apparate, die dem Bürger eine geschönte Wirklichkeit servieren und sich anschließend mit halbherzigen Korrekturen aus der Affäre ziehen. Die Debatte über eine grundlegende Reform des ÖRR ist längst überfällig. Es wäre an der Zeit, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hier endlich Taten folgen lässt – statt sich von denselben Sendern hofieren zu lassen, die offenbar keine Skrupel haben, die Realität nach Belieben zurechtzuschneiden.

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