
Washington zwingt Kiew in die Knie: Donbass als Preis für amerikanische Sicherheitsgarantien?

Fast vier Jahre tobt nun der Krieg in der Ukraine, und während die Welt auf Frieden hofft, zeichnet sich hinter den Kulissen ein Szenario ab, das viele Ukrainer als Verrat empfinden dürften. Die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump erhöhen offenbar massiv den Druck auf Kiew, einem Friedensabkommen zuzustimmen – doch der Preis könnte bitter sein: die Aufgabe des Donbass.
Sicherheitsgarantien nur gegen Gebietsabtretung?
Nach Informationen der Financial Times, die sich auf acht mit den Gesprächen vertraute Personen beruft, habe Washington der ukrainischen Führung unmissverständlich signalisiert, dass amerikanische Sicherheitsgarantien von der Unterzeichnung eines Friedensabkommens abhingen. Im Klartext bedeutet dies: Wer amerikanischen Schutz will, muss russische Gebietsansprüche akzeptieren. Eine Realpolitik, die an die dunkelsten Kapitel europäischer Diplomatie erinnert.
Die US-Regierung soll der Ukraine zudem vorgeschlagen haben, nach Kriegsende zusätzliche Waffen zur Stärkung der Armee zuzusagen – allerdings nur unter der Bedingung, dass Kiew seine Truppen auch aus jenen Teilen der östlichen Region abzieht, die derzeit noch unter ukrainischer Kontrolle stehen. Ein Angebot, das nach Erpressung riecht.
Das Weiße Haus dementiert – doch die Zweifel bleiben
Erwartungsgemäß wies die US-Regierung die Berichte entschieden zurück. Anna Kelly, stellvertretende Pressesprecherin des Weißen Hauses, erklärte kategorisch:
„Das ist völlig falsch – die einzige Rolle der USA im Friedensprozess besteht darin, beide Seiten zusammenzubringen, um ein Abkommen zu schließen."Die Financial Times ermögliche es „böswilligen Akteuren", anonym „zu lügen", um den Friedensprozess zu „sabotieren".
Doch wer glaubt schon offiziellen Dementis in der Diplomatie? Die Geschichte lehrt uns, dass hinter verschlossenen Türen oft ganz andere Gespräche geführt werden als jene, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind.
Trilaterale Gespräche in Abu Dhabi: Freundschaft unter Feinden?
Vergangene Woche trafen sich Vertreter der USA, Russlands und der Ukraine in Abu Dhabi zu trilateralen Gesprächen. Die Beschreibungen der Atmosphäre klingen fast surreal. Ein US-Regierungsvertreter sprach gegenüber Axios von einem Abschlussessen, bei dem „alle fast wie Freunde wirkten". Er habe sogar „Hoffnung verspürt". Trumps Sondergesandter Steve Witkoff bezeichnete die Gesprächsrunde als „sehr konstruktiv" und kündigte eine Fortsetzung der Verhandlungen für Anfang Februar an.
Auch Präsident Selenskyj schloss sich dem vorsichtigen Optimismus an und betonte, Kiew sei bereit, den diplomatischen Prozess weiter voranzutreiben. Doch kann man einem Prozess vertrauen, der möglicherweise auf der Prämisse basiert, dass die Ukraine Territorium aufgeben muss?
Selenskyj unter enormem innenpolitischen Druck
Die Lage für den ukrainischen Präsidenten könnte kaum schwieriger sein. Die Zahl der Kriegsverweigerer in der Ukraine geht mittlerweile in die Millionen. Die militärische und gesellschaftliche Belastung wächst mit jedem Tag, und die Ressourcen schwinden. Die Ukraine muss einen Ausweg aus dem Konflikt finden – doch zu welchem Preis?
Kyrylo Budanow, der Leiter des ukrainischen Präsidialamts, äußerte sich beim Weltwirtschaftsforum in Davos vorsichtig zuversichtlich: „Wir befinden uns auf dem Weg zu einer grundlegenden Lösung des Krieges." Einen konkreten Zeitpunkt für den Frieden könne er jedoch nicht nennen. Es gebe „vorsichtigen Optimismus" – eine Formulierung, die mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet.
Trumps symbolträchtiges Datum
Bemerkenswert ist die Ankündigung Trumps, seine Rede zur Lage der Nation für den 24. Februar zu halten – exakt vier Jahre nach dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine. Ob er an diesem symbolträchtigen Datum eine bedeutende Ankündigung machen wird, bleibt offen. Sein vollmundiges Wahlversprechen, den Ukraine-Krieg innerhalb von 24 Stunden zu beenden, gilt jedenfalls bereits als gescheitert.
Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis, dass in der Geopolitik die Interessen der Großmächte stets schwerer wiegen als die Souveränität kleinerer Nationen. Die Ukraine steht möglicherweise vor der schmerzhaftesten Entscheidung ihrer jüngeren Geschichte: Frieden um den Preis territorialer Integrität – oder ein Krieg ohne absehbares Ende.

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