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Kettner Edelmetalle
09.07.2026
12:34 Uhr

Während Deutschland seine Meiler abreißt, baut Großbritannien 14 neue Atomkraftwerke

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Während man in Berlin die letzten funktionierenden Kernkraftwerke aus rein ideologischen Gründen vom Netz genommen und teils bereits gesprengt hat, plant unser Nachbar jenseits des Ärmelkanals genau das Gegenteil. Großbritannien will ab 2034 eine ganze Flotte kompakter Mini-Atomkraftwerke ans Netz bringen. Vierzehn Reaktoren an drei Standorten, zusammen satte 4,2 Gigawatt gesicherter Leistung – genug, um fast acht Millionen Haushalte zuverlässig mit Strom zu versorgen. Nicht bei Sonnenschein und Windstärke sieben, sondern jederzeit.

Ein privat finanziertes Projekt statt Staatsgläubigkeit

Hinter dem ambitionierten Vorhaben steht das Warschauer Unternehmen SGE, das dem Umfeld des polnischen Unternehmers Michał Sołowow zugerechnet wird. Mit an Bord seien laut den Planungen namhafte Partner wie GE Vernova Hitachi, Samsung C&T, Laing O'Rourke und Aecon. Interessant ist dabei vor allem eines: Es handle sich ausdrücklich nicht um ein reines Staatsprojekt. Die Finanzierung soll privat erfolgen – ein Konzept, das man den deutschen Planwirtschaftlern durchaus einmal näherbringen sollte.

Zum Einsatz kommen soll die Reaktortechnik BWRX-300, die pro Einheit rund 300 Megawatt elektrische Leistung liefert. Der Clou dabei ist der Serienbau. Statt jeder Anlage ein eigenes bürokratisches Mammutverfahren zu widmen, setzt man auf standardisierte Fertigung – schneller, günstiger, planbarer.

Technik mit bereits bestandener Prüfung

Der BWRX-300 hat in Großbritannien bereits Stufe 2 der sogenannten Generic Design Assessment erfolgreich absolviert. Die Prüfer hätten keine grundlegenden Hindernisse hinsichtlich Sicherheit, Umweltschutz und Sicherung feststellen können. Ein Blick nach Kanada untermauert das Vertrauen: In Darlington errichtet Ontario Power Generation bereits einen solchen Reaktor, die kanadische Aufsicht erteilte im April 2025 die Baugenehmigung. Ein Nachweis aus langjährigem Betrieb steht zwar noch aus, doch die Richtung stimmt.

Während die einen Länder pragmatisch in die Zukunft der Energieversorgung investieren, feiert man in Deutschland den Rückbau als moralischen Triumph. Die Rechnung zahlen am Ende die Bürger – mit den höchsten Strompreisen Europas.

Der bittere Kontrast zur deutschen Realität

Es ist ein Trauerspiel, das sich hier offenbart. Großbritannien fürchtet – völlig zu Recht – eine wachsende Stromnachfrage durch Industrie, Wärmepumpen und energiehungrige Rechenzentren. Die Antwort lautet dort: mehr gesicherte Leistung, mehr Versorgungssicherheit, mehr Souveränität. Parallel treibt man zusätzlich das Rolls-Royce-SMR-Programm voran, für das Great British Energy und Rolls-Royce SMR im April 2026 einen Vertrag unterzeichneten. Zwei Linien, ein Ziel: eine verlässliche, bezahlbare Energieversorgung.

Und Deutschland? Hier verlässt man sich auf Sonne und Wind, importiert im Notfall Atomstrom aus Frankreich und tut so, als sei diese Abhängigkeit ein Gütesiegel. Die grüne Ideologie hat unser Land in eine energiepolitische Sackgasse manövriert, aus der wir uns nur mühsam wieder herausarbeiten werden.

Der Zeitplan bleibt ehrgeizig

Bis November 2026 will SGE in die sogenannte Advanced Nuclear Pipeline aufgenommen werden, bis Mitte 2027 sollen Standorte und staatliche Rahmenbedingungen geklärt sein. Als besonders geeignet gelten alte Kraftwerksflächen – dort existieren bereits Netzanschlüsse, Industrieflächen und qualifizierte Fachkräfte. Bis alle Verträge unterzeichnet sind, bleibt der Plan freilich eine Ankündigung. Doch allein die Richtung verdient Respekt.

Was uns dieser Vergleich lehrt

Die britische Entscheidung führt uns schmerzhaft vor Augen, wie weit sich Deutschland von jeder wirtschaftlichen Vernunft entfernt hat. Wer seine Energieversorgung auf Ideologie statt auf Physik gründet, riskiert Wohlstand, Arbeitsplätze und industrielle Zukunft. In unsicheren Zeiten, in denen politische Fehlentscheidungen ganze Volkswirtschaften erschüttern können, gewinnt der Gedanke der Vermögenssicherung an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte hinweg als verlässlicher Anker bewährt – unabhängig von energiepolitischen Irrwegen und staatlicher Fehlsteuerung. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie einen Schutz, den kein politisches Manöver entwerten kann.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion sowie den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.

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