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01.03.2026
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Wadephul contra Baerbock: Deutschlands Außenpolitik im Schatten des Iran-Konflikts

Wadephul contra Baerbock: Deutschlands Außenpolitik im Schatten des Iran-Konflikts

Es ist ein bemerkenswertes Schauspiel, das sich derzeit auf der Bühne der deutschen Außenpolitik abspielt. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) distanziert sich öffentlich von seiner Amtsvorgängerin Annalena Baerbock – und das in einer Frage von historischer Tragweite. Während die ehemalige Grünen-Außenministerin die koordinierten Militärschläge der USA und Israels gegen den Iran als „äußerst gefährliche militärische Eskalation" geißelt und reflexartig auf Völkerrecht und UN-Charta verweist, wählt Wadephul einen grundlegend anderen Ton.

Realpolitik statt grüner Moralpredigten

„Ich sehe die Sache anders" – mit diesen fünf Worten markiert Wadephul einen Bruch, der weit über eine bloße Meinungsverschiedenheit hinausgeht. In einem Gespräch mit der Bild-Zeitung legte der CDU-Politiker dar, warum er die Bedrohung durch das Mullah-Regime für Europa als existenziell betrachtet. Das iranische Raketenprogramm bedrohe den gesamten Kontinent. Die Houthi-Milizen als Stellvertreter Teherans gefährdeten den internationalen Handel. Die Straße von Hormus sei faktisch blockiert, der Ölhandel massiv eingeschränkt. Eine Aufzählung, die in ihrer nüchternen Klarheit schwerer wiegt als jede moralisierende Sonntagsrede.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Deutschland, Frankreich und Großbritannien hätten über Jahre hinweg alles versucht, den Konflikt diplomatisch beizulegen – ohne jeden Erfolg. Wer sich an die endlosen Verhandlungsrunden um das iranische Atomabkommen erinnert, an die gescheiterten Vermittlungsversuche, an die immer dreisteren Provokationen des Regimes, der kann Wadephuls Frustration nachvollziehen. Diplomatie ist kein Selbstzweck. Irgendwann muss auch der geduldigste Verhandler erkennen, dass sein Gegenüber nicht an einer Lösung interessiert ist.

Baerbocks Völkerrechts-Reflex: Symptom einer gescheiterten Außenpolitik

Dass ausgerechnet Annalena Baerbock sich nun als Hüterin des Völkerrechts aufspielt, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Dieselbe Politikerin, die während ihrer Amtszeit mit wertegeleiteter Außenpolitik hausieren ging und dabei Deutschlands geopolitische Interessen systematisch vernachlässigte, erteilt nun von der Seitenlinie Belehrungen. Wadephul reagierte darauf mit bemerkenswerter diplomatischer Zurückhaltung: „Jeder nimmt sein Amt in eigener Verantwortung wahr." Man könnte auch sagen: Er ließ die Kritik an sich abperlen wie Wasser an einer Teflonpfanne.

Zur völkerrechtlichen Dimension äußerte sich der Außenminister differenzierter, als es Baerbock je vermochte. Die Frage sei „schwer zu beantworten", räumte er ein. Doch seine Verantwortung für die Sicherheit Deutschlands und Europas zwinge ihn zu einem anderen Ergebnis – „erst recht, wenn ich einbeziehe, wie stark Israel gefährdet ist". Ein Satz, der in seiner Schlichtheit mehr außenpolitischen Realismus enthält als vier Jahre grüne Außenpolitik zusammen.

Merz auf dem Weg nach Washington – Deutschland als Juniorpartner

Wadephul betonte zugleich, dass Deutschland sich nicht an der militärischen Operation beteiligt habe, jedoch von israelischer Seite „bevorzugt" informiert worden sei. Er stehe in engem Kontakt mit US-Außenminister Marco Rubio. Bundeskanzler Friedrich Merz werde sich in Washington mit Präsident Donald Trump austauschen. Die Botschaft ist klar: Die neue Bundesregierung sucht die Nähe zu den USA – ein diametraler Gegensatz zur Ampel-Ära, in der man sich lieber in moralischer Selbstgefälligkeit sonnte, als handfeste Bündnispolitik zu betreiben.

„Das Waffenarsenal des Iran wird jetzt zerstört. Das ist das Ziel der USA – und das liegt auch im europäischen Interesse", erklärte Wadephul abschließend. Eine Aussage von bemerkenswerter Klarheit, die man sich von einem deutschen Außenminister in den vergangenen Jahren vergeblich gewünscht hätte.

Die unbequeme Wahrheit

Was dieser Vorgang offenbart, geht weit über den Iran-Konflikt hinaus. Er zeigt, wie tief die außenpolitische Kluft zwischen der alten Ampel-Welt und der neuen Regierungsrealität ist. Während Baerbock noch immer in den Kategorien einer idealisierten Weltordnung denkt, in der man Diktaturen mit freundlichen Worten und Völkerrechtsparagraphen beikommen kann, hat Wadephul offenbar begriffen, dass die Welt nach anderen Regeln funktioniert. Ob seine Linie am Ende die richtige ist, wird die Geschichte zeigen. Dass sie realistischer ist als das grüne Wunschdenken seiner Vorgängerin, steht allerdings außer Frage.

Bemerkenswert bleibt freilich die Frage, die in den Kommentarspalten des Landes bereits leidenschaftlich diskutiert wird: Wie relevant ist Deutschlands Stimme in diesem Konflikt überhaupt noch? Wenn deutsche Kreuzfahrtschiffe in Abu Dhabi, Doha und Dubai festsitzen, weil die eigene Regierung die Lage nicht antizipiert hat, dann offenbart das eine erschreckende Hilflosigkeit. Wadephul mag die richtigen Worte finden – doch Worte allein schützen weder deutsche Bürger im Ausland noch europäische Handelsrouten.

Die Zeiten, in denen Deutschland sich hinter moralischen Appellen verstecken konnte, sind endgültig vorbei. Es bleibt zu hoffen, dass die neue Bundesregierung nicht nur rhetorisch, sondern auch strategisch einen Neuanfang wagt. Die Bürger dieses Landes haben es verdient.

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