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Kettner Edelmetalle
01.05.2026
19:56 Uhr

„Verräter!" – Londons Juden treiben Premier Starmer mit Buhrufen vom Tatort

Es sind Bilder, die Bände sprechen über den Zustand des einstigen Empire: Der britische Premierminister Keir Starmer betritt das Londoner Viertel Golders Green – und wird von den eigenen Bürgern empfangen, als sei er ein politischer Schurke. „Judenschädiger!" hallt es ihm entgegen, „Verräter!" rufen sie. Über hundert Anwohner, mehrheitlich jüdischer Herkunft, machen ihrem Zorn Luft, nachdem ein mutmaßlicher Islamist mitten in ihrem Stadtteil zwei Juden mit dem Messer attackiert hatte. In Golders Green, wo etwa die Hälfte der Bewohner jüdisch ist, hat das Vertrauen in die Labour-Regierung offenbar einen Tiefpunkt erreicht, der mit politischen Floskeln nicht mehr zu kitten sein dürfte.

Ein Täter, den niemand auf der Straße hätte antreffen dürfen

Was über den mutmaßlichen Angreifer ans Licht kommt, ist ein Lehrstück über das Versagen westlicher Sicherheitsbehörden. Bei dem Verdächtigen soll es sich nach Berichten von Sky News, die sich auf Quellen der Londoner Polizei berufen, um den 45-jährigen Essa Suleiman handeln, einen Somalier mit britischem Pass. Bereits 2008 soll er zwei Polizisten und einen Polizeihund mit dem Messer attackiert haben. Im Jahr 2020 sei er in das staatliche Anti-Radikalisierungsprogramm „Prevent" überwiesen worden – ohne jede Konsequenz. Eine Vorgeschichte schwerer Gewalt und psychischer Auffälligkeiten habe es ebenfalls gegeben. Wie kann ein solcher Mann frei durch die Straßen Londons spazieren? Diese Frage stellen sich nicht nur die wütenden Anwohner.

Reform UK fordert harte Konsequenzen

Zia Yusuf, innenpolitischer Sprecher von Nigel Farages aufstrebender Reform UK, fand auf X deutliche Worte. Sollte Suleiman schuldig gesprochen werden, müsse man die bestehenden Gesetze konsequent anwenden und ihm die Staatsbürgerschaft entziehen. Auch das Präventionsprogramm bekam sein Fett weg: Statt „Prevent" („Verhindern") solle man es ehrlicherweise in „Facilitate" („Ermöglichen") umbenennen. Ein Seitenhieb, der sitzt, denn Yusuf zog Parallelen zu früheren Fällen wie jenem von Axel Rudakubana – auch dort hatte das Programm versagt.

Starmer reagierte, wie Politiker eben reagieren, wenn das Unheil bereits geschehen ist: Er kündigte verstärkte Polizeipräsenz rund um jüdische Einrichtungen an und versprach, gegen Vereine vorzugehen, die „antisemitischen Extremismus" propagierten. Antisemitismus, so ließ er sich in staatstragender Manier vernehmen, sei ein „uralter, tiefsitzender Hass", der wieder aufkeime, sobald man ihm den Rücken zukehre. Schöne Worte – doch wer hat ihm in den vergangenen Jahren eigentlich den Rücken zugekehrt?

Iranische Spuren im Londoner Anschlag

Zur Tat bekannte sich die proiranische Gruppierung Harakat Aschab al-Jamin al-Islamia (HAYI). Dieselbe Organisation hatte sich Mitte April auch zu einem Sprengstoffanschlag auf ein israelisches Restaurant in München bekannt. Ihre Propagandavideos zirkulieren bevorzugt in den Kanälen der Hisbollah und der iranischen Revolutionsgarden. Bereits im März wurden in unmittelbarer Nähe des aktuellen Tatorts Krankenwagen einer jüdischen Gemeinde durch Brandstiftung zerstört – auch dazu bekannten sich die Täter aus dem Umfeld der HAYI. Zwei britische Staatsbürger pakistanischer Herkunft seien festgenommen worden. Es zeichnet sich ein Muster ab, das längst über Einzelfälle hinausgeht.

Ein Wahldebakel zeichnet sich ab

Pikanterweise ereignet sich der Angriff nur eine Woche vor den Regionalwahlen am 7. Mai. Über 5.000 kommunale Mandate sowie die Regionalparlamente in Schottland und Wales stehen auf dem Spiel. Eine Umfrage des Instituts Lord Ashcroft prognostiziert Labour Verluste von rund 1.850 der derzeit über 2.500 Sitze auf kommunaler Ebene – ein Erdrutsch von historischen Ausmaßen. In Wales, einer einstigen Labour-Hochburg, soll die Partei laut YouGov mit dreizehn Prozent auf den dritten Platz abgerutscht sein, hinter Reform UK und der linksseparatistischen Plaid Cymru.

Die Szenen aus Golders Green sind mehr als ein peinlicher Zwischenfall für einen Premierminister. Sie sind ein Sinnbild für eine Politik, die jahrelang vor importiertem Hass und gefährlichen Strukturen die Augen verschlossen hat – aus Angst, in der eigenen Multikulti-Mythologie unangenehme Wahrheiten zugeben zu müssen. Wer Sicherheitsbehörden ausbluten lässt, wer Auffällige durch wirkungslose Programme schleust und wer importierte Konflikte als Bereicherung verkauft, der erntet irgendwann genau das, was nun in den Straßen Londons zu besichtigen ist: Bürger, die ihrem eigenen Regierungschef ins Gesicht rufen, was sie wirklich von ihm halten.

Eine Lektion, die auch in Deutschland verstanden werden sollte

Die Parallelen zur Bundesrepublik sind kaum zu übersehen. Auch hierzulande hat eine jahrelange Politik der ideologisch verbrämten Naivität dazu geführt, dass Messerangriffe längst zum Alltag gehören und jüdische Einrichtungen rund um die Uhr von der Polizei bewacht werden müssen. London zeigt, wohin die Reise geht, wenn man die Augen vor den Tatsachen verschließt: hin zu Gesellschaften, in denen die eigenen Bürger ihren Regierungschefs Verrat ins Gesicht schleudern – und zwar mit gutem Grund.

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