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16.01.2026
17:47 Uhr

Trumps Kampf um den Dollar: BRICS-Staaten sollen aus Amerika verdrängt werden

Trumps Kampf um den Dollar: BRICS-Staaten sollen aus Amerika verdrängt werden

Die geopolitischen Schachzüge der Trump-Administration offenbaren eine knallharte Strategie: Der US-Dollar muss um jeden Preis als Weltleitwährung verteidigt werden. Was manche Beobachter als "Neo-Monroe-Doktrin" bezeichnen, ist in Wahrheit ein erbitterter Kampf um die finanzielle Vormachtstellung der Vereinigten Staaten – und dieser Kampf wird mit allen Mitteln geführt.

Der schleichende Niedergang des Dollars

Seit dem Ende des Bretton-Woods-Systems im Jahr 1971 dominiert der US-Dollar das globale Finanzsystem als wichtigste Reservewährung. Doch diese Dominanz bröckelt. Laut Daten des Internationalen Währungsfonds ist der Anteil des Dollars an den weltweiten Devisenreserven von über 70 Prozent im Jahr 2000 auf unter 60 Prozent gefallen. Ein Trend, der Washington zunehmend nervös macht – und das zu Recht.

Immer mehr Staaten betreiben aktiv eine sogenannte De-Dollarisierung. Sie reduzieren die Verwendung des Greenbacks im internationalen Handel und in ihren Reserven. Der Grund liegt auf der Hand: Wer sich vom Dollar löst, entzieht sich dem Einfluss amerikanischer Geldpolitik und vor allem den gefürchteten US-Sanktionen.

BRICS als Herausforderer der Dollar-Hegemonie

Die BRICS-Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – haben sich zum Brennpunkt dieser Rivalität entwickelt. Auf verschiedenen Gipfeltreffen wurde die Idee einer gemeinsamen BRICS-Währung diskutiert, möglicherweise sogar goldgedeckt. Ein solches Konstrukt würde Nationen ansprechen, die den ungedeckten Fiat-Währungen des Westens misstrauen.

Zwar dementiert der Kreml die unmittelbare Schaffung einer einheitlichen Währung zur Entthronung des Dollars. Doch die Diskussionen über Handel in Nicht-Dollar-Währungen und alternative Abrechnungssysteme reißen nicht ab. Die historische Verbindung zwischen Goldstandard und Währungsvertrauen spielt dabei eine zentrale Rolle.

Trumps Antwort: Zölle als Waffe

Präsident Trump hat die Verteidigung des Dollars zum Kernstück seiner Außenwirtschaftspolitik gemacht. Seine Drohung mit 100-prozentigen Zöllen gegen BRICS-Nationen oder jedes Land, das eine Dollar-Alternative unterstützt, spricht Bände. Für diese Administration ist die Dollar-Dominanz schlicht nicht verhandelbar.

Durch die Verknüpfung von Handelszugang mit der Akzeptanz der Dollar-Rolle versucht Washington, die globale Abhängigkeit von der US-Währung für Handelsabwicklung und Reserven zu zementieren.

Das Petrodollar-System als Machtinstrument

Der besondere Status des Dollars wurde historisch durch seine Rolle auf den Ölmärkten gestärkt – das sogenannte Petrodollar-System. Da Öl primär in Dollar gehandelt wird, stützt der globale Energiehandel die Nachfrage nach der amerikanischen Währung. Die jüngsten strategischen Manöver der Trump-Administration in ölreichen Regionen wie Venezuela werden von Analysten als Bemühungen interpretiert, dieses System zu stärken.

Aus währungspolitischer Perspektive ergibt dies durchaus Sinn. Obwohl die USA selbst zu einem bedeutenden Ölproduzenten und -exporteur geworden sind, bleibt die Dollar-Preisbildung auf den Energiemärkten entscheidend für die Aufrechterhaltung der Währungsnachfrage.

Militärische Macht und finanzielle Hebelwirkung

Der Status des Dollars erleichtert auch die amerikanische Militärmacht erheblich. Er ermöglicht die günstige Finanzierung von Verteidigungsausgaben und die Aufrechterhaltung globaler Machtprojektion. Sollte die Dollar-Dominanz erodieren, würde die Finanzierung eines weltweiten militärischen Fußabdrucks teurer und komplexer – mit verheerenden Folgen für Amerikas strategische Reichweite.

Analysten argumentieren daher, dass die Bewahrung des Dollars ebenso eine Verteidigungspriorität wie eine finanzielle Notwendigkeit darstellt. Ohne diese Vormachtstellung würden konkurrierende Nationen oder Staatengruppen in das entstehende Vakuum vorstoßen – mit globaler Instabilität als Folge.

Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

Angesichts dieser geopolitischen Verwerfungen und der zunehmenden De-Dollarisierungstendenzen rücken physische Edelmetalle wieder verstärkt in den Fokus kluger Anleger. Gold, das seit Jahrtausenden als Wertspeicher dient und nicht von politischen Entscheidungen einzelner Regierungen abhängt, bietet einen natürlichen Schutz gegen Währungsturbulenzen. Die Diskussionen der BRICS-Staaten über eine goldgedeckte Alternative zum Dollar unterstreichen einmal mehr die zeitlose Bedeutung des Edelmetalls als Absicherung gegen systemische Risiken.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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