
Trumps Iran-Zölle: Peking schlägt zurück und gefährdet das fragile Handelsabkommen

Kaum zwölf Stunden nach der Ankündigung auf Truth Social reagierte Peking mit scharfer Kritik auf die jüngste Zolloffensive aus Washington. Die neue Maßnahme der Trump-Administration, die sämtliche Handelspartner des Iran mit 25 Prozent Strafzöllen belegen will, könnte das ohnehin wackelige Handelsabkommen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt endgültig zum Einsturz bringen.
Peking zeigt sich unnachgiebig
Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, ließ keinen Zweifel an der Position ihres Landes aufkommen. In einem Handelskrieg gebe es keine Gewinner, erklärte sie unmissverständlich. China werde seine legitimen Rechte und Interessen entschlossen verteidigen. Die chinesische Botschaft in Washington ging noch einen Schritt weiter und bezeichnete das amerikanische Vorgehen als Überschreitung rechtlicher Rahmenbedingungen.
Trumps Dekret lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: „Mit sofortiger Wirkung wird jedes Land, das Geschäfte mit der Islamischen Republik Iran tätigt, einen Zoll von 25 Prozent auf sämtliche Geschäfte mit den Vereinigten Staaten von Amerika zahlen. Diese Anordnung ist endgültig und abschließend."
Das mühsam erkämpfte Handelsabkommen wankt
Die Tragweite dieser Entscheidung kann kaum überschätzt werden. China ist mit Abstand der größte Handelspartner des Iran. Erst Ende Oktober hatten beide Supermächte ein Interimsabkommen geschlossen, das eine Rücknahme amerikanischer Strafzölle vorsah, während Peking im Gegenzug seine Exportkontrollen für seltene Erden aussetzte. Dieses fragile Gleichgewicht steht nun vor dem Zusammenbruch.
„Wenn Trump es ernst meint mit den 25 Prozent, dann ist das eine massive Eskalation gegenüber den aktuellen Zollniveaus. Das letzte Mal, als wir dieses Spiel gespielt haben, landeten wir bei Zollsätzen von 145 Prozent."
Diese Warnung stammt von Deborah Elms, Leiterin der Handelspolitik bei der Hinrich Foundation. Sie mahnt vor einer Spirale gegenseitiger Vergeltungsmaßnahmen, die unter anderem amerikanische Sojabohnenexporte nach China dauerhaft gefährden könnte.
Die geopolitische Dimension
Die Zollentscheidung fällt in eine Zeit schwerer Unruhen im Iran, die Teheran als vom Ausland gesteuerte Aufstände bezeichnet. Dutzende, möglicherweise sogar Hunderte Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein. Seit Beginn der Proteste vor mehr als zwei Wochen hat Trump wiederholt mit militärischen Maßnahmen gedroht und versprochen, die Demonstranten zu „retten".
Die iranische Landeswährung ist auf ein historisches Tief gefallen und hat praktisch jeden Wert gegenüber dem Dollar verloren. Der wirtschaftliche Niedergang, maßgeblich befeuert durch jahrelange amerikanische Sanktionen, hat die öffentliche Unzufriedenheit massiv verstärkt. Kritiker werfen der amerikanischen Außenpolitik vor, dass letztlich sowohl iranische Zivilisten durch verschärfte Sanktionen als auch amerikanische Verbraucher durch höhere Importpreise die Zeche zahlen müssen.
Konservative Bedenken: Wer profitiert wirklich?
Die Frage drängt sich auf, ob diese aggressive Zollpolitik tatsächlich amerikanischen Interessen dient oder vielmehr ideologisch motivierten Kreisen in Washington, die einen Regimewechsel in Teheran anstreben. Die Leidtragenden sind jedenfalls klar identifizierbar: Der amerikanische Mittelstand, der ohnehin unter steigenden Lebenshaltungskosten ächzt, wird durch verteuerte Importwaren zusätzlich belastet.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und geopolitischer Spannungen erweist sich einmal mehr die Bedeutung krisensicherer Anlagen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich historisch als verlässlicher Wertspeicher in turbulenten Zeiten bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios darstellen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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