
Trump-Zölle auf Schweizer Gold: Panik treibt Anleger in Gold-ETFs
Die Gerüchteküche brodelt wieder einmal – und diesmal geht es um das Edelmetall schlechthin. Mögliche US-Zölle auf Schweizer Goldimporte haben in der 32. Kalenderwoche für erhebliche Turbulenzen am Goldmarkt gesorgt. Der weltgrößte Gold-ETF, der SPDR Gold Trust, verzeichnete gegen Ende der Woche einen regelrechten Ansturm verunsicherter Anleger.
Achterbahnfahrt bei den Goldbeständen
Was für eine Woche! Die Bestände des SPDR Gold Trust glichen einer Achterbahnfahrt, die selbst hartgesottene Marktbeobachter ins Schwitzen brachte. Starteten wir am Montag noch mit moderaten Zuflüssen von 1,72 Tonnen, setzte sich dieser positive Trend am Dienstag mit weiteren 1,14 Tonnen fort. Doch dann kam der Mittwoch – und mit ihm die Ernüchterung. Satte 3,15 Tonnen flossen ab, was die Wochenbilanz ins Negative kippte.
Aber halt! Die Geschichte war noch nicht zu Ende. Als die Gerüchte über mögliche Trump-Zölle auf Schweizer Gold die Runde machten, drehte sich der Wind schlagartig. Am Donnerstag strömten beeindruckende 6,3 Tonnen in den ETF – ein Sprung, der selbst optimistische Goldbugs überraschte. Die Woche endete mit einem finalen Plus von 0,55 Tonnen am Freitag, was zu einem Gesamtzuwachs von 6,56 Tonnen führte.
Die nackten Zahlen sprechen Bände
Von 953,08 Tonnen in der Vorwoche kletterten die Bestände auf 959,64 Tonnen. Diese Entwicklung zeigt eindrucksvoll, wie sensibel der Goldmarkt auf politische Unsicherheiten reagiert – besonders wenn es um den Handelskrieger Trump und seine berüchtigten Zolldrohungen geht.
Warum ausgerechnet Schweizer Gold?
Die Schweiz gilt als das Herzstück des globalen Goldhandels. Etwa 70 Prozent des weltweiten Goldes passieren die Alpenrepublik zur Raffination oder zum Handel. Ein Zoll auf Schweizer Goldimporte würde die gesamte Lieferkette erschüttern und könnte zu erheblichen Preisverzerrungen führen. Kein Wunder, dass Anleger nervös werden und ihr Geld in physisch hinterlegte Gold-ETFs parken.
Die Trump-Administration hat bereits bewiesen, dass sie vor radikalen handelspolitischen Maßnahmen nicht zurückschreckt. Mit Zöllen von 20 Prozent auf EU-Importe, 34 Prozent auf chinesische Waren und 25 Prozent auf Produkte aus Mexiko und Kanada hat der 47. Präsident der USA seine protektionistische Agenda mit Nachdruck durchgesetzt.
Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten
Diese Entwicklung unterstreicht einmal mehr die Bedeutung von physischem Gold als Krisenwährung. Während Aktien und andere Finanzprodukte bei politischen Turbulenzen oft heftige Verluste erleiden, bleibt Gold ein stabiler Anker im Portfolio. Die massiven Zuflüsse in den SPDR Gold Trust zeigen, dass immer mehr Anleger diese Weisheit beherzigen.
Besonders bemerkenswert: Die Reaktion erfolgte bereits auf bloße Gerüchte hin. Was würde erst passieren, wenn tatsächlich Zölle auf Goldimporte verhängt würden? Die Verwerfungen am Markt könnten dramatisch ausfallen.
Die deutsche Perspektive
Für deutsche Anleger sollten diese Entwicklungen ein Weckruf sein. Während unsere Bundesregierung mit ihrer verfehlten Wirtschaftspolitik und dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur die Inflation weiter anheizt, bietet physisches Gold einen bewährten Schutz vor Kaufkraftverlust. Die Verankerung der Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz mag ideologisch motiviert sein, wirtschaftlich bedeutet sie vor allem eines: noch mehr Schulden, die künftige Generationen belasten werden.
In Zeiten, in denen selbst ein Friedrich Merz seine Versprechen bricht und neue Schulden macht, bleibt Gold das ultimative Vertrauensgut. Es kennt keine politischen Versprechen, keine Wahlkampflügen und keine ideologischen Experimente. Es ist, was es ist: realer Wert in unsicheren Zeiten.
"Die Geschichte lehrt uns, dass in Krisenzeiten immer wieder auf Gold zurückgegriffen wird. Es ist die einzige Währung, die seit Jahrtausenden Bestand hat."
Die jüngsten Entwicklungen beim SPDR Gold Trust sind mehr als nur Zahlenspiele. Sie sind ein Spiegelbild der wachsenden Unsicherheit in einer Welt, die zunehmend von protektionistischen Tendenzen und geopolitischen Spannungen geprägt ist. Für kluge Anleger bedeutet das: Eine angemessene Beimischung physischer Edelmetalle im Portfolio ist keine Option mehr – es ist eine Notwendigkeit.