
Trump ruft „Nobelpreis!" – Die bizarre Reaktion des US-Präsidenten auf Selenskyjs Waffenstillstandszusage

Es sind Szenen, die man sich nicht ausdenken könnte: Der mächtigste Mann der westlichen Welt erfährt von einem historischen Durchbruch in der Ukraine-Krise – und sein erster Gedanke gilt nicht dem Frieden, nicht den Millionen leidenden Menschen, sondern sich selbst. „Nobelpreis!", soll Donald Trump ausgerufen haben, als ihm Emmanuel Macron am Morgen des 10. Mai 2025 die Nachricht überbrachte, dass Wolodymyr Selenskyj dem amerikanischen Vorschlag einer 30-tägigen Waffenruhe zugestimmt habe.
Neue Videoaufnahmen enthüllen pikante Details
Die im Netz aufgetauchten Aufnahmen gewähren einen ungeschminkten Einblick in die Kommunikation zwischen den Staatschefs. Der französische Präsident entschuldigte sich zunächst höflich für den frühmorgendlichen Anruf, bevor er Trump die frohe Botschaft übermittelte. Doch statt staatsmännischer Zurückhaltung folgte ein regelrechter Ausbruch der Selbstbeweihräucherung: „Ohhhh, großartig! Nobelpreis! Wunderbare Neuigkeiten. Rufen Sie mich zurück. Sie sind der Größte."
Man fragt sich unwillkürlich: Ist dies die Art von Diplomatie, die Europa und die Welt von der führenden Weltmacht erwarten darf? Während in der Ukraine täglich Menschen sterben, während Städte in Trümmern liegen und Millionen auf der Flucht sind, denkt der amerikanische Präsident offenbar zuallererst an seine eigene Auszeichnung.
Selenskyj bittet um Sanktionen gegen Moskau
In einem weiteren Telefonat, das nur wenige Minuten später stattfand, wandte sich Selenskyj persönlich an Trump. Der ukrainische Präsident bat eindringlich darum, Sanktionen gegen Russland zu verhängen, sollte Wladimir Putin den Waffenstillstand ablehnen. Trump habe diese Bitte „positiv aufgenommen", heißt es in den Berichten. Doch was bedeutet das konkret? Russland lehnte den US-Vorschlag kurz darauf tatsächlich ab und forderte stattdessen neue Verhandlungen über Gebietsabtretungen im Donbass.
Die Rolle der europäischen Verbündeten
Bemerkenswert ist auch die Zusammensetzung der Gesprächsrunde, die Macron für ein Folgetelefonat ankündigte: Neben Selenskyj sollten der britische Premierminister Keir Starmer, Bundeskanzler Friedrich Merz und Polens Ministerpräsident Donald Tusk teilnehmen. Es zeigt sich einmal mehr, dass die europäischen Staaten in dieser Krise eine geschlossene Front bilden müssen – unabhängig davon, wie unberechenbar der amerikanische Partner agiert.
Für Deutschland und die neue Regierung unter Friedrich Merz stellt sich die Frage, wie man mit einem US-Präsidenten umgeht, dessen Prioritäten offensichtlich nicht immer mit den Interessen seiner Verbündeten übereinstimmen. Die Große Koalition wird hier Fingerspitzengefühl beweisen müssen, um sowohl die transatlantische Partnerschaft zu wahren als auch deutsche Interessen durchzusetzen.
Skepsis in den Kommentarspalten
Die Reaktionen auf die veröffentlichten Videos fallen gemischt aus. Viele Beobachter äußern Zweifel an der Authentizität der Aufnahmen und verweisen auf die Möglichkeiten moderner KI-Technologie, solche Inhalte zu manipulieren. Eine gesunde Skepsis ist in Zeiten von Deepfakes und künstlicher Intelligenz durchaus angebracht. Dennoch fügt sich die beschriebene Reaktion nahtlos in das bekannte Verhaltensmuster des amerikanischen Präsidenten ein.
Ob Trump tatsächlich jemals den Friedensnobelpreis erhalten wird, steht in den Sternen. Eines jedoch ist gewiss: Solange der Krieg in der Ukraine andauert und Russland Verhandlungen über Gebietsabtretungen fordert, ist von einem dauerhaften Frieden noch lange keine Rede. Die Welt braucht keine Selbstdarsteller, sondern echte Friedensstifter.












