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Kettner Edelmetalle
22.01.2026
16:28 Uhr

Trump fordert Ende des Ukraine-Krieges: Diplomatische Offensive in Davos und Moskau

Die internationale Diplomatie läuft auf Hochtouren, während US-Präsident Donald Trump eine unmissverständliche Botschaft an den russischen Machthaber Wladimir Putin sendet: Der Krieg in der Ukraine muss enden. Nach einem einstündigen Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim Weltwirtschaftsforum in Davos zeigt sich Trump optimistisch, wenngleich konkrete Durchbrüche weiterhin auf sich warten lassen.

Fieberhafte Shuttle-Diplomatie zwischen Washington, Kiew und Moskau

Was sich derzeit auf der weltpolitischen Bühne abspielt, gleicht einem diplomatischen Kraftakt ohnegleichen. Seit Wochen pendeln amerikanische Unterhändler zwischen den Konfliktparteien hin und her, während Kiew unter massivem Druck steht, einen Friedensschluss zu akzeptieren. Die Realität auf dem Schlachtfeld spricht jedoch eine andere Sprache – Moskau zeigt bislang wenig Bereitschaft, die Kampfhandlungen einzustellen.

Trump bezeichnete das Gespräch mit Selenskyj als "gut", hielt sich jedoch mit Details bemerkenswert zurück. Bereits am Vortag hatte der US-Präsident einen Deal als "ziemlich nah" bezeichnet. Ob dies mehr als diplomatische Rhetorik ist, bleibt abzuwarten.

"Wenn beide Seiten das lösen wollen, werden wir es lösen"

Mit diesen Worten fasste der US-Sondergesandte für die Ukraine, Steve Witkoff, die amerikanische Position zusammen. Er zeigte sich überzeugt, dass bereits erhebliche Fortschritte erzielt worden seien.

Hochrangige Delegation auf dem Weg nach Moskau

Noch am selben Tag sollten Witkoff und Jared Kushner – Trumps Schwiegersohn und ebenfalls Sondergesandter – zu Gesprächen mit Putin nach Moskau reisen. Der Kreml bestätigte das Treffen für den späten Donnerstagabend Moskauer Zeit. Anschließend sei eine Weiterreise nach Abu Dhabi geplant, wo militärische Gespräche und Diskussionen über ein "Wohlstandspaket" stattfinden sollen.

Putin selbst hatte am Vorabend angekündigt, über eine mögliche Friedensregelung, die Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte für den Wiederaufbau russisch besetzter Gebiete sowie Trumps Vorschlag eines "Board of Peace" sprechen zu wollen. Letzteres stößt bei Kritikern auf erhebliche Bedenken – sie befürchten eine Konkurrenz oder gar Untergrabung der Vereinten Nationen.

Selenskyjs schwierige Verhandlungsposition

Der ukrainische Präsident hatte im Vorfeld erklärt, nur nach Davos zu reisen, wenn er Abkommen über US-Sicherheitsgarantien und Wiederaufbaufinanzierung unterzeichnen könne. Nach dem Treffen gab es jedoch keine Anzeichen für einen solchen Durchbruch. Die beiden Staatschefs haben sich seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus bereits etwa ein halbes Dutzend Mal persönlich getroffen.

Humanitäre Katastrophe in der Ukraine verschärft sich

Während die Diplomaten verhandeln, setzt Russland seine Angriffe unvermindert fort. In der südlichen Region Odessa wurde ein 17-Jähriger getötet, als eine Drohne ein Wohngebäude traf. In Krywyj Rih verletzten ballistische Raketen elf Menschen. In Kiew selbst sind fast 3.000 Hochhäuser nach den jüngsten Angriffen ohne Heizung – mitten im Winter eine lebensbedrohliche Situation für die Bevölkerung.

Die ukrainischen Staatsanleihen reagierten dennoch positiv auf die diplomatischen Aktivitäten und legten um mehr als zwei Cent zu. Die Finanzmärkte scheinen auf einen baldigen Durchbruch zu hoffen – ob zu Recht, wird sich zeigen.

Russlands harte Forderungen

Moskau bleibt bei seinen maximalistischen Positionen und fordert die Aufgabe von Teilen der östlichen Donezk-Region durch Kiew – Gebiete, die Russland trotz monatelanger Kämpfe nicht vollständig erobern konnte. Diese Forderung macht deutlich, wie weit die Positionen noch auseinanderliegen.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob Trumps unkonventioneller diplomatischer Ansatz tatsächlich Früchte trägt oder ob der blutigste Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg weiter andauert. Eines steht fest: Die Welt schaut gebannt auf diese diplomatische Offensive, deren Ausgang für Millionen Menschen von existenzieller Bedeutung ist.

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