
Teherans Wunschzettel: Iran lockt Washington mit Öl-Deals und Uran-Zugeständnissen
Während die Welt den Atem anhält und ein militärischer Schlagabtausch zwischen den USA und dem Iran noch vor wenigen Tagen als unmittelbar bevorstehend galt, scheint sich das Blatt überraschend zu wenden. Teheran hat offenbar eine diplomatische Offensive gestartet, die es in sich hat – und die in ihrer Dreistigkeit fast schon Bewunderung verdient.
Zugeständnisse beim Atomprogramm – aber nur zum richtigen Preis
Wie internationale Medien berichten, habe der Iran signalisiert, zu Konzessionen bei seinem Nuklearprogramm bereit zu sein. Im Gegenzug fordere Teheran allerdings nichts Geringeres als die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen und die Anerkennung seines Rechts auf Urananreicherung. Ein iranischer Offizieller habe erklärt, man erwäge ernsthaft, die Hälfte des am höchsten angereicherten Urans ins Ausland zu transferieren, den Rest zu verdünnen und sich an einem regionalen Anreicherungskonsortium zu beteiligen. Russland habe bereits angeboten, als Empfänger des angereicherten Urans zu fungieren, und auch China könnte eine Rolle spielen.
Was auf den ersten Blick wie ein substanzielles Entgegenkommen wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als klassische iranische Verhandlungstaktik. Denn eines stellt Teheran unmissverständlich klar: Das ballistische Raketenarsenal – die eigentliche Bedrohung für die gesamte Region – steht nicht zur Disposition. Wer hier an das gescheiterte Atomabkommen von 2015 denkt, liegt nicht falsch. Schon damals wurden die Raketen ausgeklammert, mit bekanntem Ergebnis.
Öl, Gas und Flugzeuge: Teherans Einkaufsliste
Besonders bemerkenswert ist der neueste Schachzug aus Teheran. Hamid Ghanbari, stellvertretender Direktor für Wirtschaftsdiplomatie im iranischen Außenministerium, habe am Sonntag gemeinsame amerikanisch-iranische Investitionen im Öl- und Gassektor als Fundament eines dauerhaften Abkommens ins Spiel gebracht. Für die Beständigkeit eines Abkommens sei es wesentlich, dass auch die USA in Bereichen mit hohen und schnellen wirtschaftlichen Renditen profitierten, so Ghanbari.
Doch damit nicht genug. Neben Kohlenwasserstoffen habe der iranische Diplomat auch den Bergbau, die Stadtentwicklung und sogar Flugzeugkäufe als potenzielle Kooperationsfelder genannt. Westliche Analysten bezeichnen diese Vorschläge als völlig unrealistisch – und man kann ihnen kaum widersprechen. Was Teheran hier präsentiert, liest sich weniger wie ein diplomatisches Angebot als vielmehr wie eine Wunschliste zur vollständigen Rückabwicklung sämtlicher Sanktionen.
Trump zwischen Kriegsmüdigkeit und Stärkedemonstration
Die Trump-Administration scheint derweil einen Spagat zu versuchen, der seinesgleichen sucht. Einerseits wisse man in Washington sehr genau, dass ein weiterer amerikanisch geführter Krieg im Nahen Osten beim eigenen Volk zutiefst unpopulär wäre. Das Wochenende verlief ohne die von manchen befürchteten Angriffe. Präsident Trump übe sich offenbar in Geduld und Zurückhaltung – zumindest vorerst.
Andererseits verstärke das Pentagon seine Präsenz im Persischen Golf. Ein zweiter Flugzeugträger befinde sich Berichten zufolge auf dem Weg in die Region. Die Botschaft ist unmissverständlich: Man bereite sich auf einen Deal vor – oder auf eine Eskalation. Die Flugzeugträger blieben betankt und in Reichweite.
Genf als letzte Chance?
Amerikanische und iranische Unterhändler sollen sich am Donnerstag in Genf treffen, um einen detaillierten iranischen Vorschlag für ein Atomabkommen zu besprechen. Ein hochrangiger US-Beamter habe erklärt, die Trump-Administration erwarte, den Vorschlag bis Dienstag zu erhalten. Omans Außenminister Badr Albusaidi bestätigte die geplanten Gespräche.
Der Iran wiederum habe gewarnt, sein „Finger liege am Abzug" und US-Stützpunkte in der Region würden im Falle eines Angriffs unter Vergeltungsfeuer geraten. Eine Drohung, die angesichts der jüngsten Eskalation im Nahen Osten – man denke nur an die israelischen Angriffe auf iranische Atomanlagen und die iranische Raketenvergeltung – keineswegs als leere Rhetorik abgetan werden sollte.
Was bedeutet das für die Märkte?
Für die globalen Energie- und Rohstoffmärkte sind diese Entwicklungen von enormer Tragweite. Jede Eskalation am Persischen Golf, durch den rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports fließt, würde die Preise für Energie und damit die ohnehin grassierende Inflation weiter befeuern. In Zeiten, in denen die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Schuldenlast künftiger Generationen in schwindelerregende Höhen treibt, wäre ein Ölpreisschock das Letzte, was die deutsche Wirtschaft gebrauchen könnte.
Gerade in solch unsicheren geopolitischen Zeiten zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Vermögenssicherung. Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie in Krisenzeiten ihren Wert bewahren – ganz gleich, ob Diplomaten in Genf verhandeln oder Flugzeugträger im Persischen Golf kreuzen. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen ergänzt, schafft sich einen Anker der Stabilität in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.
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