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Kettner Edelmetalle
10.04.2026
04:40 Uhr

Südkoreas Notenbank in der Zwickmühle: Nahostkonflikt bedroht Wachstum und heizt Inflation an

Während die Welt gebannt auf die Eskalation im Nahen Osten blickt, steht die südkoreanische Zentralbank vor einem Dilemma, das auch europäische Anleger aufhorchen lassen sollte. Die Bank of Korea (BOK) hat am Freitag ihren Leitzins unverändert bei 2,50 Prozent belassen – ein Schritt, den sämtliche 31 von Reuters befragten Ökonomen so erwartet hatten. Doch hinter dieser scheinbaren Ruhe brodelt es gewaltig.

Ölpreisexplosion und schwacher Won als Brandbeschleuniger

Die Begründung der Notenbank liest sich wie ein Warnsignal für die gesamte Weltwirtschaft. Der bewaffnete Konflikt zwischen Israel und dem Iran – der sich im Juni 2025 dramatisch zugespitzt hat – treibt die Rohölpreise in schwindelerregende Höhen. Der Dubai-Rohöl-Benchmark hat sich seit März mehr als verdoppelt. Für ein Land wie Südkorea, das nahezu vollständig von Energieimporten abhängig ist, gleicht das einem ökonomischen Erdbeben.

Die BOK erwartet nun, dass die Gesamtinflation den im Februar prognostizierten Wert von 2,2 Prozent „erheblich übersteigen" werde. Gleichzeitig dürfte das Wirtschaftswachstum unter die im Februar geschätzten 2,0 Prozent fallen. Eine toxische Kombination, die Notenbankern weltweit schlaflose Nächte bereitet: Stagflation – das Schreckgespenst der Volkswirtschaftslehre.

Fiskalpolitische Notmaßnahmen als Pflaster auf offener Wunde

Präsident Lee Jae Myung hat bereits einen Nachtragshaushalt in Höhe von 26,2 Billionen Won – umgerechnet rund 17,7 Milliarden Dollar – auf den Weg gebracht, um Haushalte und Unternehmen von den explodierenden Energiekosten zu entlasten. Man kennt das Muster: Wenn die Geldpolitik an ihre Grenzen stößt, springt der Staat mit dem Scheckbuch ein. Dass solche Maßnahmen langfristig die Inflation eher befeuern als eindämmen, scheint in der politischen Klasse – ob in Seoul oder Berlin – niemanden sonderlich zu beunruhigen.

Die Parallelen zur deutschen Situation sind frappierend. Auch hierzulande wird mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz eine schuldenfinanzierte Ausgabenpolitik betrieben, die künftige Generationen mit Zins- und Tilgungslasten belastet. Die Inflation wird dadurch nicht verschwinden – sie wird sich festfressen.

Märkte reagieren verhalten optimistisch – aber wie lange noch?

Die südkoreanischen Anleihemärkte zeigten sich nach der Zinsentscheidung zunächst erleichtert. Die dreijährigen Staatsanleihen-Futures legten um bis zu 0,19 Punkte auf 104,57 zu. Analysten rechnen damit, dass die BOK den Leitzins im gesamten Jahr 2025 unverändert lassen wird. Von 30 befragten Ökonomen mit längerfristiger Prognose erwarten 26 sogar bis Ende 2026 keine Zinsänderung.

„Es gibt zweifellos Abwärtsrisiken für das Wachstum durch den Nahostkonflikt, aber die Dynamik scheint dank lebhafter Exporte und des geplanten Nachtragshaushalts vorerst solide zu sein"

– so die Einschätzung eines Analysten des südkoreanischen Wertpapierhauses Shinyoung Securities. Man darf sich fragen, wie lange diese vermeintliche Solidität anhält, wenn der Ölpreis weiter steigt und die geopolitischen Spannungen eskalieren.

Was bedeutet das für deutsche Anleger?

Die Entwicklungen in Südkorea sind ein Spiegelbild dessen, was auch Europa und Deutschland droht. Steigende Energiepreise, eine schwächelnde Währung und eine Notenbank, die zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsstützung zerrieben wird – dieses Szenario ist keineswegs auf Ostasien beschränkt. In Zeiten, in denen Papierwährungen weltweit unter Druck geraten und die geopolitische Unsicherheit ein Ausmaß erreicht, das seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurde, erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wer sein Portfolio nicht ausschließlich dem Wohlwollen von Notenbanken und Regierungen anvertrauen möchte, tut gut daran, einen substanziellen Anteil in realen Werten zu halten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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