
Stuttgart 21: Das Milliardengrab verschlingt erneut drei Milliarden – und das Volk zahlt die Zeche

Es ist die unendliche Geschichte des deutschen Großprojektewahnsinns: Stuttgart 21, jenes prestigeträchtige Tunnelmonster unter der schwäbischen Landeshauptstadt, frisst sich erneut tiefer in die Taschen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur rechnet die Deutsche Bahn nun mit zusätzlichen Mehrkosten von rund drei Milliarden Euro. Damit klettert die Gesamtrechnung auf schwindelerregende 14,5 Milliarden Euro. Man fragt sich unwillkürlich: Wo bleibt eigentlich die Schmerzgrenze in diesem Land?
Von drei auf 14,5 Milliarden – ein Lehrstück deutschen Versagens
Werfen wir einen Blick zurück: Im Finanzierungsvertrag von 2009 ging man noch von rund drei Milliarden Euro Baukosten aus und kalkulierte großzügig einen Puffer von 1,5 Milliarden ein. Knapp 4,5 Milliarden Euro – das war einst der Rahmen, in dem sich das Projekt bewegen sollte. Heute, gut anderthalb Jahrzehnte später, hat sich diese Summe mehr als verdreifacht. Wer in der freien Wirtschaft derart kalkulieren würde, hätte seinen Posten längst geräumt. Im behäbigen Apparat der Deutschen Bahn jedoch scheinen solche Maßstäbe nicht zu gelten.
Aus einem Drei-Milliarden-Projekt wird ein 14,5-Milliarden-Desaster – und niemand trägt dafür wirklich die Verantwortung.
Fünf Jahre Verspätung – pünktlich ist nur das Scheitern
Parallel zur Kostenexplosion verschiebt sich die Eröffnung des neuen Tiefbahnhofs um sage und schreibe fünf Jahre. Erst Ende 2031 soll der Bahnknoten in Betrieb gehen. Bahnchefin Palla räumte zwar Versäumnisse ein – doch was nützt das eingestandene Mea Culpa, wenn der Steuerzahler und der Bahnkunde am Ende die Suppe auslöffeln dürfen? Es ist symptomatisch für ein Land, das sich in Bürokratie, Planungschaos und endlosen Genehmigungsverfahren selbst lähmt.
Wer zahlt die Milliarden-Rechnung?
Immerhin: Einem Gerichtsurteil zufolge muss die Bahn sämtliche Mehrkosten, die über den ursprünglichen Finanzierungsvertrag hinausgehen, alleine schultern. Doch wer ist die Bahn? Ein zu hundert Prozent staatseigener Konzern. Und so landet die Rechnung über Umwege doch wieder dort, wo sie in diesem Land traditionell landet: beim arbeitenden Bürger, der dieses Trauerspiel mit seinen Steuern subventionieren darf.
Ein Sinnbild für den Zustand der Nation
Während die Politik gigantische Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Infrastruktur ankündigt und sich mit großen Versprechen schmückt, zeigt Stuttgart 21 die bittere Realität: Deutschland bekommt seine Großprojekte schlichtweg nicht in den Griff. Pünktlichkeit, Kostentreue, Effizienz – einst preußische Tugenden, heute nur noch ferne Erinnerung. Wer angesichts solcher Verhältnisse noch Vertrauen in staatlich gesteuerte Mammutprojekte hat, dem ist kaum zu helfen.
Für den vorsichtigen Anleger und den verantwortungsbewussten Bürger drängt sich da eine Erkenntnis auf: Während Papierwerte, staatliche Versprechen und milliardenschwere Bauruinen an Glaubwürdigkeit verlieren, behalten physische Edelmetalle wie Gold und Silber ihren beständigen Wert. Sie kennen keine Kostenexplosion, keine Verschiebung, keinen politischen Pfusch – sie sind schlicht ein Fels in der Brandung. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögensportfolio bieten sie genau jene Stabilität, die diesem Land an anderer Stelle schmerzlich fehlt.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier wiedergegebenen Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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