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Kettner Edelmetalle
07.01.2026
09:48 Uhr

Stromausfall in Berlin: Hauptstadt im Dunkeln – Versagen der Infrastruktur wird zum Dauerzustand

Stromausfall in Berlin: Hauptstadt im Dunkeln – Versagen der Infrastruktur wird zum Dauerzustand

Während zehntausende Berliner im Südwesten der Hauptstadt seit Tagen ohne Strom ausharren müssen, gibt sich der Netzbetreiber Stromnetz Berlin GmbH betont optimistisch. Man liege „gut im Plan", versichert Unternehmenssprecher Henrik Beuster. Die entscheidende Nacht von Dienstag auf Mittwoch soll den Durchbruch bringen. Doch hinter den Kulissen brodelt es gewaltig.

Hunderte Techniker im Einsatz – doch reicht das?

Mit „hunderten Leuten an verschiedenen Stellen" arbeite man fieberhaft an der Wiederherstellung der Stromversorgung, so der Sprecher. Eigenes Personal und Partnerfirmen seien im Einsatz – „alles Profis", wie Beuster betont. Auf Berichte aus Kreisen von Feuerwehr und Polizei, wonach nur wenige Fachkräfte die komplexen Schäden tatsächlich beheben könnten, reagiert der Sprecher mit demonstrativer Gelassenheit: „Es gibt keinen Grund zur Sorge, dass wir zu wenig qualifiziertes Personal haben."

Selbst die eisige Kälte, die den betroffenen Haushalten zusätzlich zusetzt, bereite dem Unternehmen angeblich kein Kopfzerbrechen. „Störungsbeseitigung ist für uns ein Ganzjahres-Geschäft", erklärt Beuster lapidar. Eine Aussage, die angesichts frierender Familien in ungeheizten Wohnungen fast zynisch anmutet.

Wirtschaftssenatorin Giffey sorgt für Verunsicherung

Für erhebliche Unruhe hatte zuvor Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey gesorgt. Die SPD-Politikerin erklärte am Dienstag, dass in den kommenden Stunden kaum weitere Haushalte ans Netz genommen werden könnten. Alle Mittelspannungsleitungen seien ausgeschöpft, lediglich über Notstromaggregate könnten noch vereinzelt Gewerbekunden versorgt werden. Die Kapazitäten seien erschöpft.

Diese Aussage löste unter Behördenmitarbeitern massive Zweifel am angekündigten Donnerstagstermin aus. Ein Insider, der anonym bleiben möchte, berichtete der Presse, er habe „mehrfach rumtelefoniert" und dabei erfahren, dass einige Bereiche erneut ausgefallen seien, obwohl sie bereits wieder am Netz gewesen wären. Ein beunruhigendes Zeichen für die Stabilität der provisorischen Reparaturen.

Marode Infrastruktur als Symptom einer verfehlten Politik

Der großflächige Stromausfall in der deutschen Hauptstadt wirft einmal mehr ein grelles Schlaglicht auf den desolaten Zustand der deutschen Infrastruktur. Während Milliarden in ideologisch motivierte Projekte fließen, verfällt das Rückgrat unserer Gesellschaft zusehends. Stromnetze, Brücken, Straßen – überall zeigen sich die Folgen jahrelanger Vernachlässigung.

Dass ausgerechnet Berlin, das sich so gerne als weltoffene Metropole präsentiert, seinen Bürgern nicht einmal eine zuverlässige Stromversorgung garantieren kann, ist bezeichnend. Die Hauptstadt, die unter rot-rot-grüner Führung jahrelang andere Prioritäten setzte, erntet nun die bitteren Früchte dieser Politik.

Ein Hoffnungsschimmer am Horizont?

Am Dienstagabend vermeldete Stromnetz Berlin immerhin, dass weitere 2.800 Haushalte und 325 Gewerbebetriebe wieder versorgt worden seien. Der Netzbetreiber will sich jedoch nicht festlegen, den Donnerstagtermin vorzuziehen. Je nach Verlauf der nächtlichen Arbeiten soll am Mittwochvormittag ein aktualisierter Fahrplan bekanntgegeben werden.

Für die betroffenen Bürger bleibt vorerst nur das Warten – und die bange Frage, ob die Zusagen diesmal gehalten werden. In einem Land, das einst für seine Zuverlässigkeit und technische Exzellenz bewundert wurde, ist selbst das keine Selbstverständlichkeit mehr.

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