
Straße von Hormus: Warum die Welt an einem Nadelöhr hängt – und Pipelines keine Rettung sind

Es ist eine der unbequemsten Wahrheiten der globalen Energiepolitik: Die gesamte westliche Industriewelt ist in erschreckendem Maße von einer schmalen Meerenge am Persischen Golf abhängig. Die Straße von Hormus – kaum 50 Kilometer breit an ihrer engsten Stelle – bleibt der zentrale Flaschenhals des weltweiten Ölhandels. Und trotz Milliarden an Investitionen, trotz jahrzehntelanger Debatten über Alternativen, trotz immer neuer geopolitischer Eskalationen in der Region: Eine echte Umgehung dieser Route existiert bis heute nicht.
Ein Nadelöhr, das die Weltwirtschaft in Geiselhaft nimmt
Rund ein Fünftel des global gehandelten Erdöls passiert täglich diese Wasserstraße zwischen dem Iran und dem Oman. Wer hier den Daumen draufhält, kontrolliert faktisch den Pulsschlag der Weltwirtschaft. Die jüngsten Spannungen im Nahen Osten – man denke nur an die dramatische Eskalation zwischen Israel und dem Iran im vergangenen Jahr – haben einmal mehr vor Augen geführt, wie fragil dieses System ist. Ein einziger Zwischenfall, eine Blockade von wenigen Tagen, und die Ölpreise würden in Sphären katapultiert, die selbst hartgesottene Händler erschaudern ließen.
Doch warum, so fragt man sich, haben die großen Ölförderstaaten nicht längst Pipelines gebaut, die das Risiko dieser Meerenge umgehen? Die Antwort ist so ernüchternd wie komplex: Weder wirtschaftlich noch politisch konnten bisherige Alternativprojekte überzeugen.
Pipelines: Teuer, verwundbar und politisch vermint
Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate verfügen zwar über gewisse Pipeline-Kapazitäten, die theoretisch einen Teil des Öltransports an der Straße von Hormus vorbeiführen könnten. Doch selbst diese Golfstaaten gerieten bei einer tatsächlichen Sperrung der Meerenge in erhebliche Schwierigkeiten. Die bestehenden Leitungen decken nur einen Bruchteil der Transportmengen ab, die täglich durch die Meerenge fließen. Der Bau neuer, ausreichend dimensionierter Pipelines würde nicht nur astronomische Summen verschlingen, sondern auch durch politisch instabile Gebiete führen müssen – was das Sicherheitsrisiko lediglich verlagern, nicht aber beseitigen würde.
Hinzu kommt ein Aspekt, den Energiepolitiker gerne unter den Teppich kehren: Pipelines sind selbst hochverwundbare Infrastruktur. Man erinnere sich an die Sabotage der Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee im September 2022 – ein Vorfall, der bis heute nicht vollständig aufgeklärt ist und der schmerzhaft demonstrierte, wie leicht kritische Energieinfrastruktur zerstört werden kann.
Auch Deutschland ist betroffen – indirekt, aber spürbar
Wer nun glaubt, die Straße von Hormus sei ein Problem, das ausschließlich den Nahen Osten und die asiatischen Großabnehmer betrifft, der irrt gewaltig. Deutschland bezieht zwar den Großteil seines Öls nicht direkt aus der Golfregion, doch der globale Ölpreis kennt keine nationalen Grenzen. Jede Krise an der Meerenge treibt die Preise an den internationalen Börsen in die Höhe – und damit auch die Energiekosten für deutsche Verbraucher und Unternehmen. In einem Land, das ohnehin unter einer der höchsten Energiesteuerbelastungen weltweit ächzt, ist das eine Nachricht, die niemanden kaltlassen sollte.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar versprochen, die Energieversorgung Deutschlands breiter aufzustellen. Doch von konkreten Maßnahmen zur Reduzierung der indirekten Abhängigkeit vom Persischen Golf ist bislang wenig zu sehen. Stattdessen werden weiterhin Milliarden in ideologisch motivierte Energieprojekte gepumpt, während die grundlegenden Fragen der Versorgungssicherheit sträflich vernachlässigt werden.
Gold als Krisenwährung – wenn Öl zum Spielball wird
Für den einzelnen Bürger bleibt angesichts solcher geopolitischen Unwägbarkeiten die Frage: Wie schütze ich mein Vermögen? Wenn eine einzige Meerenge die Weltwirtschaft ins Wanken bringen kann, wenn Energiepreise über Nacht explodieren und die Inflation erneut anzieht, dann zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Gold und Silber haben in jeder Energiekrise der vergangenen Jahrzehnte ihre Funktion als sicherer Hafen unter Beweis gestellt. Sie sind nicht von Pipelines abhängig, nicht von Meerengen – und schon gar nicht von den Launen einer Bundesregierung, die das Wort „Sparsamkeit" offenbar aus ihrem Vokabular gestrichen hat.
Die Straße von Hormus wird uns als geopolitisches Pulverfass erhalten bleiben. Wer darauf wartet, dass Pipelines dieses Problem lösen, der wartet vergeblich. Klüger wäre es, die eigene Vermögensstrategie so aufzustellen, dass sie auch den nächsten Ölpreisschock übersteht – mit einem soliden Anteil an physischen Edelmetallen im Portfolio.

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