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Kettner Edelmetalle
05.03.2026
16:10 Uhr

Straße von Hormus blockiert: Kriegszuschläge der Reedereien treiben Preise in die Höhe – und Deutschland zahlt die Zeche

Straße von Hormus blockiert: Kriegszuschläge der Reedereien treiben Preise in die Höhe – und Deutschland zahlt die Zeche

Was sich seit Wochen abzeichnete, wird nun bittere Realität für Millionen deutsche Verbraucher: Der eskalierende Konflikt zwischen Israel und dem Iran hat die wichtigsten Seehandelsrouten der Welt in ein Krisengebiet verwandelt. Die Straße von Hormus – jene schmale Wasserstraße, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt – ist seit Anfang März faktisch blockiert. Die Folgen sind dramatisch, und sie werden jeden einzelnen Bürger im Portemonnaie treffen.

Reederei-Giganten verlangen Tausende Dollar Aufschlag pro Container

Die Schweizer Großreederei MSC hat am 5. März einen sogenannten „War Risk Surcharge" eingeführt – einen Kriegsrisikozuschlag, der es in sich hat. Für Fracht von den Golfstaaten werden nun bis zu 4.000 US-Dollar pro Kühlcontainer fällig. Selbst für einen simplen 20-Fuß-Standardcontainer müssen Spediteure 2.000 Dollar zusätzlich berappen. Betroffen sind Routen nach Afrika und zu Inselstaaten im Indischen Ozean.

Doch MSC steht mit dieser Maßnahme keineswegs allein da. Die gesamte Branche reagiert mit drastischen Aufschlägen. Hapag-Lloyd erhebt seit dem 2. März einen Kriegsrisikozuschlag von 1.500 US-Dollar pro Standardcontainer, für Kühl- und Spezialcontainer sogar 3.500 Dollar. Die französische CMA CGM zieht mit Konfliktzuschlägen zwischen 2.000 und 4.000 Dollar nach. Und der dänische Branchenriese Maersk? Der hat zwar keinen klassischen Kriegszuschlag ausgewiesen, erhebt aber einen euphemistisch als „Emergency Freight Increase" bezeichneten Aufschlag von bis zu 3.800 Dollar pro Container. Noch gravierender: Maersk hat Durchfahrten durch die Straße von Hormus komplett eingestellt.

Eine Meerenge als Nadelöhr der Weltwirtschaft

Laut Berichten der französischen Tageszeitung Le Monde sei die Straße von Hormus seit dem 4. März faktisch blockiert, nachdem der Iran die Kontrolle über die Passage beansprucht habe. Lloyd's Intelligence schätzt, dass bis zu 100 Containerschiffe unmittelbar betroffen sein könnten. Die Versicherungsprämien für Kriegsrisiken sind regelrecht explodiert – für ein 100 Millionen Dollar teures Schiff seien sie von rund 250.000 auf 375.000 Dollar pro Durchfahrt gestiegen. Ein Anstieg um 50 Prozent, der selbstverständlich am Ende der Kette beim Verbraucher landet.

Zahlreiche Reedereien leiten ihre Schiffe nun erneut um das Kap der Guten Hoffnung – jene Route, die man eigentlich seit dem Bau des Suezkanals für überwunden hielt. Die Konsequenz: Die Fahrzeit zwischen Asien und Europa verlängert sich um bis zu zwei Wochen. Das bindet zusätzliche Schiffe und Container, verknappt Kapazitäten und treibt die Kosten weiter in die Höhe. Ein Teufelskreis, der sich mit jedem Tag des Konflikts verschärft.

Deutschland droht eine neue Inflationswelle

Für deutsche Verbraucher sind die Auswirkungen alles andere als abstrakt. Ökonomen rechnen bei einem anhaltenden Ölpreisanstieg von zehn US-Dollar pro Barrel mit rund 0,3 bis 0,4 Prozentpunkten zusätzlicher Inflation im Euroraum. Brent-Öl sei bereits um acht bis zehn Prozent gestiegen, europäische Gaspreise zeitweise um mehr als 20 Prozent. Die EZB sehe bei einem länger andauernden Konflikt das Risiko einer „energiegetriebenen Inflationswelle".

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Deutschland, das sich unter der Ampelregierung sehenden Auges in eine fatale Energieabhängigkeit manövriert hat, steht nun erneut vor einer Situation, in der geopolitische Verwerfungen direkt auf die Lebenshaltungskosten durchschlagen. Wer geglaubt hatte, die Energiekrise des Jahres 2022 sei ein einmaliges Ereignis gewesen, wird eines Besseren belehrt. Die strukturelle Verwundbarkeit der deutschen Wirtschaft – jahrelang ignoriert, schöngeredet und mit ideologischen Scheuklappen versehen – rächt sich nun ein weiteres Mal.

Besonders Geringverdiener trifft es hart

Höhere Frachtkosten schlagen zeitversetzt auf Importpreise für Konsumgüter, Lebensmittel und industrielle Vorprodukte durch. Besonders betroffen seien energie- und transportintensive Waren wie Baumaterialien, Chemieprodukte und Nahrungsmittel. Analysten sehen bei einem Konflikt, der über mehrere Wochen andauere, wachsende Stagflationsrisiken – also das gefürchtete Szenario gleichzeitig steigender Preise bei schwächerem Wirtschaftswachstum.

Für Haushalte mit niedrigem Einkommen und hohem Energieanteil im Budget dürfte die Belastung überproportional ausfallen. Es sind wieder einmal die Schwächsten der Gesellschaft, die den höchsten Preis für geopolitische Krisen und politisches Versagen zahlen. Während sich die politische Klasse in Berlin mit Sondervermögen und Schuldenpaketen beschäftigt, die kommende Generationen belasten werden, steigen an der Supermarktkasse und an der Tankstelle die Preise – still, aber unerbittlich.

Vermögenssicherung in unsicheren Zeiten

In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Krisen die Inflation befeuern und die Kaufkraft des Euro weiter erodiert, zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung. Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie in Phasen monetärer Unsicherheit und steigender Preise ihren Wert bewahren – ganz im Gegensatz zu Papiergeld, das durch Inflation und politische Entscheidungen stetig an Kaufkraft verliert. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte physische Edelmetalle als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifel einen qualifizierten Finanzberater.

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