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Kettner Edelmetalle
01.06.2026
20:01 Uhr

Steuermillionen im Wüstensand: GIZ-Skandal im Jemen entlarvt das System der deutschen Entwicklungshilfe

Steuermillionen im Wüstensand: GIZ-Skandal im Jemen entlarvt das System der deutschen Entwicklungshilfe

Wieder einmal wird offenbar, wohin das hart erarbeitete Geld der deutschen Steuerzahler fließt: nicht in marode Schulen, nicht in vergessene Pflegeheime, nicht in deutsche Familien, sondern in den fernen Jemen, wo es offenbar mit beiden Händen veruntreut wurde. Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, kurz GIZ, musste jüngst ihrem Aufsichtsrat erneut beichten, dass es bei Entwicklungshilfeprojekten am Golf von Aden zu schweren Unregelmäßigkeiten gekommen sei. Der Schaden? Soll laut Insidern im zweistelligen Millionenbereich liegen. Ein Betrag, der einem den Atem stocken lässt.

Ein Apparat von 21.000 Mitarbeitern und vier Milliarden Euro

Man muss sich diese Zahlen einmal auf der Zunge zergehen lassen. Die GIZ, eine vom Bund finanzierte Bundesbehörde, verfügte im Jahr 2024 über ein sagenhaftes Budget von vier Milliarden Euro. Rund 21.000 Menschen stehen auf der Gehaltsliste dieses gigantischen Apparats, der Großteil davon verteilt über die Einsatzländer dieser Welt. Vier Milliarden Euro – deutsches Steuergeld, eingetrieben von Bürgern, die zu Hause angeblich den Gürtel enger schnallen müssen, während Rentner Pfandflaschen sammeln und Familien unter der Last der Inflation ächzen.

Und wofür? Im Jemen unterhält die GIZ nach eigenen Angaben drei laufende und elf bereits ausgelaufene Projekte. Die Fördersumme dieser vierzehn Vorhaben beläuft sich auf stolze 124 Millionen Euro. Hauptgeldgeber: das Entwicklungsministerium. Auf der Agenda standen so erbauliche Themen wie Abfallentsorgung und Gesundheitswesen.

Tankabrechnungen und Währungstricks – ein durchschaubares Spiel

Wie die Welt berichtet, sollen jemenitische Mitarbeiter bei den Abrechnungen für Treibstoff betrogen und obendrein Währungsmanipulationen vorgenommen haben. Der findige Beobachter fragt sich unweigerlich: Wie viele Millionen Liter Sprit müssen abgerechnet worden sein, um auf einen zweistelligen Millionenschaden zu kommen? Ist man im Jemen zum Mars und zurück gefahren?

Bereits 2022 habe es erste Hinweise auf Unregelmäßigkeiten gegeben, denen man nach eigener Darstellung auch nachgegangen sei.

Man beachte die zeitliche Dimension: Schon vor Jahren lagen Hinweise vor. Und dennoch konnte das mutmaßliche Treiben offenbar munter weitergehen. Erst 2023 wurden Entwicklungsministerium und Aufsichtsrat informiert, ein externes Unternehmen sollte die Sache prüfen. Ob es überhaupt strafrechtliche Ermittlungen gibt, wollte das Ministerium auf Nachfrage nicht beantworten. Stattdessen verwies man auf die „sich weiter verschärfende Sicherheitslage im Jemen“, die seit Juni 2024 die Aufarbeitung „stark erschwert“ habe.

„Freigestellt“ – die deutsche Version von Konsequenz

Die GIZ teilte mit, man habe „bereits notwendige arbeitsrechtliche Konsequenzen gezogen“ und 24 Mitarbeiter freigestellt. Freigestellt. Man muss dieses Wort einen Moment lang wirken lassen. Wer mutmaßlich Millionen veruntreut, wird nicht etwa in Handschellen abgeführt, sondern bei vollen Bezügen nach Hause geschickt. Eine bemerkenswert milde Form der Strafe, die in der freien Wirtschaft undenkbar wäre. Dort hätte eine Prüfung dieses Ausmaßes vermutlich zu Verhaftungen wegen Untreue geführt.

Pikant: Die führenden Finanzmitarbeiter wurden ausgetauscht und arbeiten nun nicht mehr im Jemen, sondern aus dem heimischen Eschborn heraus. Die Jemen-Projekte befinden sich offenbar im sogenannten „Fernsteuerungsmodus“, bei dem nationale Mitarbeiter die Zentrale regelmäßig informieren. Wie zuverlässig diese Selbstkontrolle funktioniert, hat der aktuelle Fall ja eindrucksvoll bewiesen.

Das eigentliche Problem liegt im System

Es wäre naiv, hier von einem bedauerlichen Einzelfall zu sprechen. Wo Milliarden über halbe Kontinente verteilt werden, wo Kontrollmechanismen aus tausenden Kilometern Entfernung greifen sollen, wo Geld in kriegszerrütteten Regionen versickert – dort ist der Betrug nicht die Ausnahme, sondern die logische Konsequenz. Gelegenheit macht bekanntlich Diebe. Und Gelegenheiten gibt es in diesem aufgeblähten Apparat offenkundig im Überfluss.

Während die deutsche Politik den Bürgern predigt, sie müssten Verzicht üben, während ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen kommende Generationen in die Schuldenfalle treibt, fließen Steuermilliarden in Projekte, deren Erfolg niemand ernsthaft überprüft. Es ist ein Skandal mit Ansage – und die berechtigte Empörung der Bürger ist mehr als verständlich. Viele Menschen in diesem Land fragen sich zu Recht, warum ein offenbar kaum kontrollierbares Entwicklungshilfesystem mit derartigen Summen ausgestattet wird, während im eigenen Land an allen Ecken und Enden gespart wird.

Was bleibt? Beton bröckelt, Gold besteht

Dieser Fall ist ein weiteres Sinnbild für den sorglosen Umgang des Staates mit dem Geld seiner Bürger. Wer sein hart verdientes Vermögen vor staatlicher Verschwendung, schleichender Inflation und politischer Misswirtschaft schützen möchte, sollte sich gut überlegen, wem er sein Vertrauen schenkt. Papierwerte und Versprechen sind nur so viel wert wie das Vertrauen in jene, die sie verwalten. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber hingegen haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Anker erwiesen – greifbar, wertbeständig und unabhängig von der Laune jener, die mit fremdem Geld hantieren. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie einen Schutz, den keine Behörde versickern lassen kann.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion sowie den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Wir betreiben weder Rechts- noch Steuerberatung.

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