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Kettner Edelmetalle
18.08.2026
11:45 Uhr
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Sprit-Schock im Westen: Tanken fast so teuer wie noch nie!

Sprit-Schock im Westen: Tanken fast so teuer wie noch nie!
Symbolbild: KI-generiert

Der Rhein ist zum Rinnsal geschrumpft — und die Zeche zahlen Autofahrer in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Laut einer aktuellen ADAC-Auswertung sind die Kraftstoffpreise dort bundesweit am höchsten, bei Super E10 wie bei Diesel. Der Abstand zum günstigsten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern beträgt teils mehr als acht Cent pro Liter.

Niedrigwasser als Preistreiber

Der Grund liegt nicht an der Tankstelle, sondern auf dem Wasser. Weil die Pegel des Rheins abgesackt sind, können Tankschiffe nur noch teilbeladen fahren — mehr Fahrten, mehr Kosten, teurere Logistik.

ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer erklärt die Preisspreizung mit genau diesem Sonderfaktor. Das Niedrigwasser ziehe auch den bundesweiten Durchschnitt um einige Cent nach oben.

„Die höheren Preise in den drei teuersten Bundesländern dürften sich hauptsächlich durch die logistischen Herausforderungen aufgrund des Niedrigwassers am Rhein erklären lassen“, so Laberer.

Nur 3,4 Cent unter dem Allzeithoch

Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete ein Liter Super E10 am Montag 2,169 Euro — 0,8 Cent mehr als am Sonntag. Damit fehlen nur noch 3,4 Cent bis zum Rekordwert aus dem März 2022, jenem Preisschock unmittelbar nach Beginn des Ukraine-Krieges. Diesel kletterte um 0,9 Cent auf 2,252 Euro. Die ersten Werte vom Dienstagmorgen zeigten weiter nach oben.

Bemerkenswert ist der Blick auf die Ursachen. Laberer zufolge sei Sprit derzeit mit Blick auf Ölpreis und Dollarkurs deutlich zu teuer — Rohöl war in den vergangenen Monaten teilweise erheblich kostspieliger als jetzt. Anders gesagt: Die Entlastung an der Rohstoffbörse kommt beim Verbraucher offenbar nur zögerlich an.

Wo es billiger ist — und warum

Für den Ländervergleich zog der ADAC die Preise um 11 Uhr heran, seit Einführung der 12-Uhr-Regel meist eine der günstigsten Tageszeiten. Die Rangliste:

  • Am günstigsten: Mecklenburg-Vorpommern (E10 2,078 €, Diesel 2,172 €), Berlin (2,081 €/2,175 €), Bayern (2,087 €/2,175 €)
  • Am teuersten bei E10: Hessen (2,164 €), NRW (2,163 €), Rheinland-Pfalz (2,157 €)
  • Am teuersten bei Diesel: NRW (2,254 €), Rheinland-Pfalz (2,238 €), Hessen (2,236 €)

Bayern profitiere laut Laberer von großen Pipelines aus dem Süden und sei daher vom Rhein weitgehend unabhängig. In Berlin sorge die hohe Tankstellendichte für mehr Wettbewerb — ein Lehrstück darüber, wie wirksam Konkurrenz Preise drückt.

Der eigentliche Kostentreiber sitzt in Berlin

Was in der Debatte gern untergeht: Über die Hälfte des Preises an der Säule besteht aus Energiesteuer, CO2-Abgabe und Mehrwertsteuer. Der Staat verdient also an jedem Cent Preisanstieg automatisch mit.

Und es dürfte teurer werden. Der ADAC rechnet für 2026 mit einem CO2-bedingten Aufschlag von rund drei Cent je Liter, warnt aber vor deutlich stärkeren Sprüngen mit dem Start des europäischen Emissionshandels ETS 2. Aus Sicht unserer Redaktion trifft diese Politik vor allem jene, die keine Alternative zum Auto haben — Pendler, Handwerker, Familien auf dem Land.

Wenn Energie, Steuern und Abgaben gleichzeitig steigen, schrumpft die Kaufkraft schleichend. Physische Edelmetalle können in einem breit gestreuten Vermögen als Baustein zum langfristigen Werterhalt dienen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er beruht auf uns vorliegenden Informationen und der Einschätzung unserer Redaktion. Jeder Leser trifft Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.

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