
SpaceX schwenkt um: Musk will zuerst den Mond kolonisieren – Mars muss warten
Während Europa sich in endlosen Debatten über Gendersprache und Klimakleber verliert, denkt man jenseits des Atlantiks in ganz anderen Dimensionen. Elon Musk, der wohl umtriebigste Unternehmer unserer Zeit, hat eine strategische Kehrtwende für sein Raumfahrtunternehmen SpaceX verkündet: Statt direkt den Mars anzusteuern, soll zunächst eine sich selbst versorgende Stadt auf dem Mond entstehen – und zwar innerhalb der nächsten zehn Jahre.
Der Mond als Sprungbrett zum Roten Planeten
Die Logik hinter dieser Entscheidung ist bestechend einfach. Auf seiner eigenen Plattform 𝕏 erläuterte Musk, dass eine Mondstadt in weniger als einem Jahrzehnt realisierbar sei, während ein vergleichbares Projekt auf dem Mars mehr als zwanzig Jahre in Anspruch nehmen würde. Der entscheidende Vorteil: Während eine Reise zum Mars nur alle 26 Monate möglich ist – wenn die Planeten günstig zueinander stehen – und dann sechs Monate dauert, könne man alle zehn Tage zum Mond starten. Die Reisedauer beträgt gerade einmal zwei Tage.
Man muss kein Raketenwissenschaftler sein, um zu erkennen, dass diese Frequenz einen dramatischen Unterschied macht. Schnellere Versorgungszyklen, kürzere Kommunikationswege, geringere Risiken für die Besatzung. Der Mond wird damit zum logischen Testgelände für alles, was später auf dem Mars funktionieren soll.
Im Einklang mit Trumps Weltraumambitionen
Musks Kurswechsel kommt nicht von ungefähr. Er fügt sich nahtlos in die ambitionierte Weltraumpolitik der Trump-Administration ein. US-Präsident Donald Trump hat unmissverständlich klargemacht, dass die Vereinigten Staaten Astronauten zum Mond zurückbringen und die erste bemannte Marslandung durchführen sollen. Der US-Kongress hat konkrete Ziele formuliert: Bis 2028 soll eine menschliche Präsenz auf der Mondoberfläche oder in der Mondumlaufbahn etabliert werden – nicht zuletzt, um im Wettlauf mit China bis 2030 die Nase vorn zu haben.
Jared Isaacman, der als neuer NASA-Administrator vorgesehen ist, zeigte sich bei seiner Anhörung vor dem Senat zuversichtlich, dass beide Ziele – Mond und Mars – parallel verfolgt werden könnten. Hier zeigt sich amerikanischer Pragmatismus in Reinform: Man redet nicht nur, man handelt.
Artemis III: Das Rennen ist wieder offen
SpaceX ist mit seinen Mondprojekten bereits weit fortgeschritten. Die NASA hat eine speziell für die Mondlandung entwickelte Variante des Starship-Raumschiffs für die Artemis-III-Mission ausgewählt – die erste bemannte Landemission seit über fünfzig Jahren. Der Start ist für 2028 geplant. Allerdings haben die schleppenden Fortschritte bei der Entwicklung von Starship dazu geführt, dass NASA-Administrator Sean Duffy den Wettbewerb erneut öffnete. Jeff Bezos' Blue Origin erhielt mit seinem Lander „Blue Moon" eine zweite Chance.
Musk gibt sich dennoch kämpferisch und zeigt sich überzeugt, dass der SpaceX-Mondlander das Rennen gewinnen und rechtzeitig einsatzbereit sein werde. Bereits Anfang März 2026 soll mit Artemis II der erste Vorstoß der NASA zurück zum Mond starten – ein historischer Moment, der die Welt in Atem halten dürfte.
Was Europa daraus lernen sollte
Während die USA unter Trump massiv in Raumfahrt, Verteidigung und technologische Souveränität investieren, wirkt Europas Raumfahrtprogramm wie ein müder Abklatsch vergangener Ambitionen. Die ESA kämpft mit Budgetproblemen, und Deutschland – einst Hochtechnologienation par excellence – leistet sich lieber ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für marode Brücken und ideologisch motivierte Klimaprojekte, statt in die Zukunftstechnologien zu investieren, die morgen über den Wohlstand von Nationen entscheiden werden.
Musks Vision mag manchem als Science-Fiction erscheinen. Doch wer den Unternehmer kennt, weiß: Was er ankündigt, setzt er in der Regel auch um – wenn auch oft mit Verzögerung. Die Frage ist nicht, ob eine Mondstadt kommt, sondern wann. Und ob Europa dann nur staunend zusehen wird oder selbst mitspielen darf.
Eines steht fest: Die Zukunft der Menschheit wird nicht von jenen geschrieben, die sich in bürokratischen Fesseln und ideologischen Grabenkämpfen verlieren. Sie wird von jenen geschrieben, die den Mut haben, groß zu denken – und dann zu handeln. In dieser Hinsicht könnte sich mancher europäische Politiker eine Scheibe von der amerikanischen Entschlossenheit abschneiden.

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