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25.07.2026
12:49 Uhr

Skandal in der SPD-Spitze: Pistorius will offenbar die stÀrkste Oppositionspartei per Gerichtsbeschluss ausschalten

Skandal in der SPD-Spitze: Pistorius will offenbar die stÀrkste Oppositionspartei per Gerichtsbeschluss ausschalten
Symbolbild: KI-generiert

Es ist ein Vorgang, der jeden Freund der Demokratie hellhörig machen sollte. Ausgerechnet der Mann, der sich in Umfragen als beliebtester Politiker der Republik feiern lĂ€sst, soll intern mit bemerkenswerter Vehemenz auf ein Verbot der zweitstĂ€rksten politischen Kraft im Land gedrĂ€ngt haben. Die Rede ist von Verteidigungsminister Boris Pistorius – und von der AfD, die er offenbar am liebsten durch das Bundesverfassungsgericht aus dem politischen Wettbewerb entfernt sĂ€he.

Eine interne Sitzung mit brisantem Inhalt

Wie aus Berichten unter Berufung auf Teilnehmer der letzten SPD-Spitzensitzung vor der Sommerpause hervorgeht, soll Pistorius dort leidenschaftlich fĂŒr die Einleitung eines Verbotsverfahrens plĂ€diert haben. Abzuwarten sei keine Option mehr, habe er verkĂŒndet. Alle Voraussetzungen seien angeblich erfĂŒllt. Man stelle sich das einmal vor: Ein Minister der Bundesrepublik, dessen ureigenste Aufgabe die Verteidigung des Landes nach außen wĂ€re, wendet seine ganze Energie darauf, die innenpolitische Konkurrenz mundtot zu machen.

Auch die SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und BĂ€rbel Bas sowie GeneralsekretĂ€r Tim KlĂŒssendorf sollen grundsĂ€tzlich derselben Meinung gewesen sein. Man ist versucht zu fragen: Ist das die Partei, die einst fĂŒr sich in Anspruch nahm, das Bollwerk der Demokratie zu sein? Oder erkennen wir hier eine Truppe, die angesichts katastrophaler Umfragewerte in blanker Panik nach jedem Strohhalm greift, der ihr das politische Überleben sichern könnte?

Das Gutachten als Feigenblatt

Als BegrĂŒndung diente Pistorius ein 1.500 Seiten starkes Gutachten einer Organisation, die sich den wohlklingenden Namen "Gesellschaft fĂŒr Freiheitsrechte" gegeben hat – finanziert durch private Spenden. Darin wĂŒrden angeblich Millionen von Social-Media-BeitrĂ€gen, Zehntausende Pressemitteilungen und Parlamentsdokumente durchforstet, um am Ende zu dem gewĂŒnschten Ergebnis zu gelangen: Die Partei sei verfassungswidrig, ein Verbotsantrag hĂ€tte "wahrscheinlich Erfolg".

Die Brandstifter wollen die Feuerwehr verbieten – so brachte es ein Leser treffend auf den Punkt. Es wĂ€re zum Lachen, wenn es nicht zum Heulen wĂ€re.

Bemerkenswert ist, wie die Verfassungswidrigkeit konstruiert werden soll. Man wirft der Partei vor, sie handle gegen das Demokratieprinzip und wĂŒrde die MenschenwĂŒrde bestimmter Gruppen verletzen – sofern sie denn an die Macht kĂ€me. Man beachte den Konjunktiv. Verurteilt wird also nicht das, was getan wurde, sondern das, was jemand tun könnte, sollte er jemals regieren. Ein juristisches Gedankenexperiment als Grundlage fĂŒr die Ausschaltung von Millionen WĂ€hlerstimmen.

Wenn WĂ€hlerwille zur Bedrohung wird

Der eigentliche Skandal liegt tiefer. Millionen BĂŒrger haben sich in freien Wahlen fĂŒr diese Partei entschieden. Statt sich zu fragen, warum die eigene Politik so viele Menschen in die Arme der Opposition treibt, sinnt man in den Amtsstuben lieber darĂŒber nach, wie man den unbequemen Konkurrenten per Gerichtsurteil entsorgen könnte. Selbstkritik? Fehlanzeige. Die SPD, die in manchen BundeslĂ€ndern nur noch knapp an der FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde kratzt, sucht offenbar lieber einen SĂŒndenbock als eine ehrliche Antwort auf ihr eigenes Versagen.

Selbst innerhalb der eigenen Reihen scheint man sich der FragwĂŒrdigkeit bewusst zu sein. Kritiker in der SPD fĂŒrchteten, so heißt es, ein Verfahren könnte den amtierenden MinisterprĂ€sidenten in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt im Wahlkampf schaden. Man sorgt sich also nicht um Recht und Verfassung, sondern um die eigenen Wahlchancen. Ein entlarvenderes EingestĂ€ndnis kann man sich kaum vorstellen.

Die Mehrheiten fehlen – noch

Wer den Antrag am Ende stellen soll, ist völlig offen. Bundesregierung, Bundestag oder Bundesrat kĂ€men theoretisch infrage, doch die nötigen Mehrheiten sind nirgends in Sicht. In der Union verweise man auf die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln, das dem Verfassungsschutz im Eilverfahren untersagt hatte, die Partei als "gesichert rechtsextremistisch" zu behandeln. Ein SPD-Politiker soll bereits ein Zeitfenster nach den Herbstwahlen ins Auge gefasst haben – und hinzugefĂŒgt haben, man mĂŒsse sich womöglich "endgĂŒltig von einem Verbotsverfahren verabschieden", falls es nicht gelinge.

Ein Trauerspiel fĂŒr die politische Kultur

Was hier ablĂ€uft, ist ein LehrstĂŒck darĂŒber, wie eine ehemals stolze Volkspartei mit dem demokratischen Wettbewerb umgeht, sobald sie ihn zu verlieren droht. Anstatt zu ĂŒberzeugen, will man verbieten. Anstatt zu argumentieren, greift man zum Gutachten. Und ein Verteidigungsminister, dessen Bundeswehr an fehlenden FunkgerĂ€ten und maroder AusrĂŒstung leidet, findet die Muße, sich in die Ausschaltung der Opposition einzumischen. Man möchte ihm zurufen: KĂŒmmern Sie sich um Ihre Truppe.

Die wachsende Zahl der BĂŒrger, die diesem Land eine Politik wĂŒnschen, die wieder fĂŒr Deutschland und nicht gegen Deutschland arbeitet, dĂŒrfte diese Entwicklung mit wachsender Sorge verfolgen. Denn eines ist gewiss: Eine Demokratie, die glaubt, ihre Probleme durch Parteiverbote lösen zu können, hat den Glauben an die eigene Überzeugungskraft lĂ€ngst verloren.

Was bleibt: Vertrauen und StabilitÀt in unsicheren Zeiten

In Phasen, in denen politische Institutionen an GlaubwĂŒrdigkeit einbĂŒĂŸen und das Vertrauen in Staat und Parteien schwindet, richtet sich der Blick vieler BĂŒrger auf bestĂ€ndige Werte. Wo Papiergeld durch schuldenfinanzierte Milliardenprogramme entwertet zu werden droht und die politische Unsicherheit wĂ€chst, haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber ĂŒber Jahrhunderte als verlĂ€sslicher Anker bewĂ€hrt. Als krisenfeste Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen können sie einen Beitrag zur langfristigen Werterhaltung leisten – unabhĂ€ngig von den Launen der Tagespolitik.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlageberatung und keine Rechtsberatung dar. Jeder Leser ist aufgefordert, eigenstĂ€ndig zu recherchieren und Entscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. FĂŒr Anlageentscheidungen sowie deren Folgen ĂŒbernehmen wir keine Haftung.

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