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Kettner Edelmetalle
22.06.2026
06:03 Uhr

„Sie müssen sich um nichts kümmern“ – Bärbel Bas und das süße Gift der staatlichen Rundum-Sorglos-Verheißung

Es gibt Sätze, bei denen jeder mündige Bürger reflexartig die Hand auf die Brieftasche legen sollte. „Sie müssen sich quasi eigentlich um nichts kümmern, wenn Sie gesetzlich versichert sind“ – mit dieser Beruhigungspille trat Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) am vergangenen Sonntag beim Tag der offenen Tür in ihrem Ministerium vor die Bürger. Während die Kameras die Ministerin beim entspannten Tischtennisspiel ablichteten, verkaufte sie den Deutschen ein Rentenmodell, das angeblich alle Sorgen vom Tisch fegen soll. Doch wer genauer hinhört, dem dürfte das Lächeln rasch gefrieren.

Ein „Gesamtkunstwerk“ – oder schlicht alter Wein in neuen Schläuchen?

Die Rentenkommission, die fünfeinhalb Monate an ihren Vorschlägen gebrütet hat, präsentiert ihre Ergebnisse offiziell erst am Dienstag. Doch die Eckpunkte sickerten längst durch. Bas selbst feierte die Arbeit der Kommission als „Gesamtkunstwerk, weil man halt über alle Generationen denken muss“. Man fragt sich unwillkürlich: Seit wann ist es ein Kunstwerk, dem arbeitenden Bürger noch tiefer in die Tasche zu greifen?

Im Zentrum steht eine kapitalgedeckte Zusatzrente nach schwedischem Vorbild. Klingt modern, klingt fortschrittlich. Doch der Haken offenbart sich im Kleingedruckten: Der Rentenbeitrag soll über vier Jahre um insgesamt zwei Prozentpunkte angehoben werden. Heißt im Klartext – noch mehr Abgaben für jene, die ohnehin schon das Rückgrat dieser Republik bilden.

„Die Rentenversicherung legt für jeden ein Konto an. Und da soll in den nächsten Jahren angespart werden, sodass das Rentenniveau, gerade der jungen Generation, in Zukunft höher ist als heute.“

Der Staat als Vermögensverwalter – was könnte da schon schiefgehen?

Das angesparte Geld solle anschließend über den staatlichen Fonds Kenfo oder die Bundesbank „renditeorientiert“ angelegt werden – angeblich ohne Gebühren und Verwaltungskosten. Bis zu 35 Milliarden Euro jährlich sollen so investiert werden. Und genau hier beginnt das Misstrauen zu wuchern. Soll ausgerechnet jener Staat, der das Grundgesetz für eine beispiellose Schuldenorgie umgeschrieben hat, nun zum klugen Kapitalanleger mutieren?

Wer erinnert sich nicht an die glorreiche Riester-Rente, jenes staatlich subventionierte Versprechen, das für Millionen Sparer in Enttäuschung mündete, während die Versicherungswirtschaft die Provisionen kassierte? Wer Vertrauen darauf setzt, dass ein Staat, der zur ungebremsten Schuldenmacherei neigt, die Pflichtbeiträge der Bürger verantwortungsvoll mehrt, der glaubt vermutlich auch, dass die Energiewende kostenlos zu haben sei.

Was Bas verschweigt: Die unbequeme Wahrheit hinter der Verheißung

Während die Ministerin von der heilen Welt schwärmt, lauern im Reformpaket weitere bittere Pillen. Das Renteneintrittsalter soll an die statistische Lebenserwartung gekoppelt werden – zwischen 2031 und 2041 würde es zunächst von 67 auf 67,5 Jahre steigen. Und die rentenversicherungsfreien Minijobs? Die sollen künftig grundsätzlich nur noch für Schüler reserviert bleiben. Eine zusätzliche Verdienstmöglichkeit, die vielen Menschen – gerade Frauen in Teilzeit – ein Stück finanzielle Luft verschafft hat, fällt damit dem Reformeifer zum Opfer.

So entsteht das altbekannte Muster bundesdeutscher Sozialpolitik: Mehr Abgaben, längere Arbeitszeit, weniger Flexibilität – und das Ganze verpackt in die wohlklingende Rhetorik, man brauche sich „um nichts mehr zu kümmern“. Genau dieser Satz aber sollte bei jedem Steuerzahler die Alarmglocken läuten lassen. Denn wer sich nicht kümmert, der überlässt anderen die Kontrolle über sein hart erspartes Vermögen.

Das verlorene Vertrauen einer geplagten Bevölkerung

Die Reaktionen der Bürger sprechen Bände. Wer Jahrzehnte ehrlich eingezahlt hat, fühlt sich von einer politischen Klasse verraten, die zwar beim Erfinden neuer Steuern und Abgaben grenzenlose Phantasie entwickelt, beim Schutz der Leistungsträger jedoch beständig versagt. Es ist die berechtigte Sorge eines Großteils der arbeitenden Bevölkerung, dass am Ende wieder einmal jene zahlen, die diesen Staat tagtäglich am Laufen halten – während andernorts Milliarden ohne Gegenleistung versickern.

Die Geschichte lehrt uns: Sobald der Staat seine Finger in einem Topf hat, ist dieser Topf nicht mehr sicher. Versicherungsfremde Leistungen wurden schon in der Vergangenheit munter aus der Rentenkasse bedient. Wer garantiert, dass es mit dem neuen Kapitalstock anders laufen wird? Das Vertrauen in die politische Selbstdisziplin der Regierenden ist – zu Recht – auf einem historischen Tiefstand.

Was wirklich Sicherheit bietet

In Zeiten, in denen staatliche Versprechen mit der Halbwertszeit von Wahlkampfplakaten verfallen und die Inflation durch immer neue Schuldenberge weiter angeheizt wird, lohnt der Blick auf das, was über Jahrtausende seinen Wert bewahrt hat. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber unterliegen keinem politischen Zugriff, keiner Fondsverwaltung und keinem staatlichen Kassensturz. Sie sind kein Versprechen auf dem Papier, sondern reale Werte in der Hand. Als Beimischung zu einem breit gestreuten und krisenfesten Vermögensportfolio können sie ein solides Fundament der eigenen Altersvorsorge bilden – unabhängig davon, welche „Gesamtkunstwerke“ in Berlin als Nächstes ersonnen werden.

Haftungsausschluss: Die in diesem Beitrag dargestellten Inhalte und Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Sie stellen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Jeder Leser ist angehalten, eigenständig zu recherchieren und sich gegebenenfalls von einem qualifizierten Finanz-, Steuer- oder Rechtsberater beraten zu lassen. Für getroffene Anlageentscheidungen ist jeder Anleger selbst verantwortlich.

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