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Kettner Edelmetalle
09.01.2026
17:15 Uhr

Selenskyjs verzweifelte Forderung: US-Spezialeinheiten sollen Kadyrow festnehmen

Die Dreistigkeit kennt offenbar keine Grenzen mehr. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach der spektakulären Festnahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch amerikanische Spezialkräfte einen ähnlichen Einsatz gegen den tschetschenischen Machthaber Ramsan Kadyrow gefordert. Was wie eine Szene aus einem schlechten Actionfilm klingt, ist bittere Realität der internationalen Politik im Jahr 2026.

Der Griff nach dem letzten Strohhalm

„Sie haben es schnell gemacht", kommentierte Selenskyj vor versammelter Journalistenschar den US-Zugriff auf Maduro. Dann folgte die eigentliche Pointe: „Mögen Sie einen ähnlichen Einsatz gegen – wie heißt er noch? – Kadyrow ausführen." Das gespielt vergessliche Nachfragen nach dem Namen des tschetschenischen Präsidenten wirkt dabei fast schon theatralisch – schließlich war Selenskyj einst selbst Schauspieler, bevor er die politische Bühne betrat.

Die Argumentation des ukrainischen Staatschefs erscheint dabei so simpel wie naiv: Die Festnahme Maduros habe gezeigt, dass Washington die Macht besitze, Moskau „wirklich zu beeinflussen". Eine Absetzung Kadyrows könne den russischen Präsidenten Wladimir Putin zwingen, seine militärische Offensive in der Ukraine zu überdenken. Doch ist diese Rechnung nicht reichlich optimistisch?

Kadyrows scharfe Reaktion

Der tschetschenische Machthaber, seit fast zwei Jahrzehnten unumstrittener Herrscher in der russischen Teilrepublik und enger Verbündeter Putins, ließ nicht lange auf sich warten. Auf seinem Telegram-Kanal beschimpfte er Selenskyj als „Mistkerl" und bezeichnete dessen Bitte an die USA als „erniedrigend". Eine diplomatische Wortwahl sieht zweifellos anders aus – doch in der Sache trifft Kadyrow einen wunden Punkt.

Die Frage der Legitimität

Was Selenskyj bei seinen weitreichenden Forderungen geflissentlich übersieht: Seine eigene demokratische Legitimation steht auf tönernen Füßen. Seit Mai 2024 amtiert er faktisch nur noch als Übergangspräsident, nachdem die regulären Wahlen aufgrund des Kriegszustandes ausgesetzt wurden. Ausgerechnet er fordert nun die gewaltsame Entfernung eines anderen Staatsoberhaupts?

Die Ironie dieser Situation entgeht aufmerksamen Beobachtern nicht. Putin selbst hat Selenskyjs Legitimität als Präsident bereits mehrfach öffentlich in Zweifel gezogen. Wer im Glashaus sitzt, sollte bekanntlich nicht mit Steinen werfen.

Ein Zeichen der Verzweiflung

Die immer schriller werdenden Forderungen des ukrainischen Präsidenten offenbaren vor allem eines: die zunehmende Verzweiflung angesichts einer militärischen Lage, die sich trotz westlicher Milliardenhilfen nicht zum Besseren wendet. Statt konstruktive Friedensgespräche zu suchen, schlägt Selenskyj wild um sich und fordert Aktionen, die das Potenzial haben, den Konflikt auf eine völlig neue Eskalationsstufe zu heben.

Bereits nach der gescheiterten ukrainischen Sommeroffensive im Herbst 2023 hatte der damalige Oberbefehlshaber Saluschnyj Friedensverhandlungen gefordert – und wurde prompt entlassen. Ein Muster, das sich durch Selenskyjs Amtszeit zieht: Wer Frieden will, wird aussortiert.

Die europäische Dimension

Für Deutschland und Europa stellt sich angesichts solcher Eskapaden eine unbequeme Frage: Wie lange wollen wir noch einen Akteur unterstützen, der offensichtlich kein Interesse an einer diplomatischen Lösung hat? Die Milliarden an Steuergeldern, die nach Kiew fließen, während hierzulande die Infrastruktur verfällt und die Bürger unter steigenden Lebenshaltungskosten ächzen, erscheinen in diesem Licht zunehmend fragwürdig.

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat mit ihrem 500-Milliarden-Sondervermögen ohnehin schon genug finanzielle Lasten auf die kommenden Generationen abgewälzt. Ob die fortgesetzte bedingungslose Unterstützung der Ukraine wirklich im deutschen Interesse liegt, darf bezweifelt werden. Frieden wäre die Lösung – doch genau das scheint Selenskyj nicht zu wollen.

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