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Kettner Edelmetalle
07.04.2026
02:59 Uhr

Schweiz greift deutschen Urlaubern in die Tasche: Neue Transit-Maut soll Durchreisende zur Kasse bitten

Als wäre das Reisen für deutsche Autofahrer nicht schon teuer genug – explodierende Spritpreise, Rekordstände beim Diesel, eine Autobahnvignette, die bereits 40 Schweizer Franken verschlingt –, setzt das Alpenland nun noch einen drauf. Das Schweizer Parlament hat im März 2026 mit einer geradezu erdrückenden Mehrheit von 173 zu 13 Stimmen die Einführung einer zusätzlichen Transitgebühr für ausländische Autofahrer beschlossen. Kostenpunkt: bis zu 21 Schweizer Franken, umgerechnet knapp 23 Euro, pro Durchfahrt. Und das wohlgemerkt zusätzlich zur bestehenden Vignette.

Über 50 Prozent Kostensteigerung auf einen Schlag

Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen: Für Urlauber, die die Schweiz lediglich als Transitland nutzen – und das sind Millionen Deutsche, die es jedes Jahr gen Süden zieht –, würden sich die Gesamtkosten für die Durchfahrt um satte 52,5 Prozent erhöhen. In Zeiten, in denen deutsche Familien ohnehin jeden Cent zweimal umdrehen müssen, ist das ein Schlag ins Kontor. Doch die Eidgenossen kalkulieren kühl: Mehr als 110 Millionen Franken an zusätzlichen Einnahmen pro Jahr sollen in den Nationalstraßen- und Agglomerationsverkehrsfonds fließen.

Initiiert wurde das Ganze vom ehemaligen SVP-Parteichef Marco Chiesa. Die offizielle Begründung klingt zunächst nachvollziehbar: Man wolle die Spitzenbelastung auf dem Schweizer Straßennetz reduzieren, insbesondere am legendären Gotthard-Tunnel, wo sich zu Ostern, Pfingsten und in den Sommerferien regelmäßig kilometerlange Blechlawinen stauen. Doch hinter der verkehrspolitischen Fassade verbirgt sich ein knallhartes Geschäftsmodell.

Wer länger bleibt, zahlt nichts – ein vergiftetes Angebot

Besonders pikant ist die eingebaute Ausweichklausel: Wer sich mindestens zwölf Stunden in der Schweiz aufhält, soll von der Gebühr befreit werden. Die Botschaft ist unmissverständlich – die Schweizer wollen, dass Durchreisende ihr Geld gefälligst im Land lassen, in Restaurants einkehren, an Tankstellen tanken, konsumieren. Angesichts des notorisch hohen Schweizer Preisniveaus dürfte das für die meisten deutschen Urlauber allerdings ein Tauschgeschäft sein, bei dem sie draufzahlen. Ob man nun 23 Euro Transitgebühr entrichtet oder zwölf Stunden lang Schweizer Preise für Kaffee, Bratwurst und Benzin bezahlt – günstig wird es in keinem Fall.

Zur Kontrolle der Aufenthaltsdauer sollen Ein- und Ausreise von Fahrzeugen per Kamerasystem automatisiert erfasst werden. Ein weiterer Schritt in Richtung lückenloser Überwachung, den man in einem Land, das sich gerne als Hort der Freiheit und Neutralität inszeniert, durchaus kritisch sehen darf. Weder der genaue Zeitpunkt des Inkrafttretens noch die technischen Details der Fahrzeugerfassung stehen bislang fest.

Variable Preisgestaltung: Wer zur falschen Zeit fährt, zahlt noch mehr

Als wäre die Grundgebühr nicht schon ärgerlich genug, steht zudem ein variables Modell im Raum. Die Höhe der Abgabe könnte sich nach Verkehrsaufkommen, Tageszeit und Wochentag richten. Wer also das Pech hat, am Samstagmorgen vor Pfingsten Richtung Gotthard unterwegs zu sein, dürfte deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen als jemand, der an einem trüben Dienstagabend im November die Alpen quert. Ein System, das den ohnehin gebeutelten Normalverdiener bestraft und wohlhabendere Reisende kaum tangiert.

Deutsche Politik schweigt – wie üblich

Betroffen wären in erster Linie Reisende aus Deutschland, aber auch aus Österreich, Frankreich und Italien. Für Millionen deutscher Familien ist die Route durch die Schweiz seit Jahrzehnten der schnellste und günstigste Weg in den Süden. Dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz bislang keinerlei Anstalten macht, sich für die Interessen deutscher Autofahrer gegenüber der Schweiz einzusetzen, verwundert kaum. Man ist in Berlin offenbar zu sehr damit beschäftigt, das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen zu verwalten und die Bürger mit immer neuen Abgaben und Schulden zu belasten, als sich um die alltäglichen Sorgen der arbeitenden Bevölkerung zu kümmern.

Während Polen seinen Bürgern mit Spritpreisdeckeln und Mehrwertsteuersenkungen unter die Arme greift, dürfen sich deutsche Autofahrer auf steigende Kosten an allen Fronten einstellen – ob an der Zapfsäule, auf der Autobahn oder eben beim Transit durch die Schweiz. Es ist ein Trauerspiel, das sich nahtlos in das Gesamtbild einer Politik einfügt, die den Wohlstand ihrer Bürger systematisch erodieren lässt.

Alternative Routen als Ausweg?

Bleibt die Frage, ob deutsche Urlauber künftig tatsächlich auf alternative Routen ausweichen werden – etwa über den Brenner in Österreich oder über Frankreich. Doch auch dort lauern Mautgebühren und Vignettenpflichten. Der europäische Autofahrer wird zum Melkobjekt degradiert, während die politischen Entscheidungsträger in ihren Dienstwagen chauffiert werden und von derlei Alltagssorgen verschont bleiben. Es bleibt zu hoffen, dass sich zumindest in der öffentlichen Debatte Widerstand formiert – denn wer schweigt, zahlt. Im wahrsten Sinne des Wortes.

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