Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Keine
Meldepflicht
Kettner Edelmetalle
Menü
06.08.2025
07:14 Uhr

Schwedischer Premier im KI-Rausch: Wenn ChatGPT zum Regierungsberater wird

Was kommt als nächstes? Ein Algorithmus als Außenminister? Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson hat offenbart, dass er regelmäßig KI-Tools wie ChatGPT und das französische LeChat als "zweite Meinung" für seine Regierungsarbeit konsultiere. Diese Enthüllung wirft fundamentale Fragen über die Zukunft demokratischer Entscheidungsprozesse auf – und zeigt einmal mehr, wie bereitwillig sich europäische Politiker dem Silicon-Valley-Diktat unterwerfen.

Die digitale Kapitulation der Politik

Kristersson, dessen konservative Moderate Partei die Mitte-Rechts-Koalition in Schweden anführt, gab gegenüber der Wirtschaftszeitung Dagens industri zu: "Ich nutze es selbst ziemlich oft. Wenn auch nur für eine zweite Meinung. Was haben andere getan? Und sollten wir das komplette Gegenteil denken?" Man möchte fast fragen: Herr Ministerpräsident, haben Sie schon einmal daran gedacht, Ihre eigenen Berater zu konsultieren? Oder vielleicht sogar – man wage es kaum auszusprechen – selbst nachzudenken?

Die schwedische Tageszeitung Aftonbladet brachte es auf den Punkt und warf Kristersson vor, er sei "der KI-Psychose der Oligarchen" verfallen. Ein treffender Vorwurf, wenn man bedenkt, dass diese KI-Systeme von genau jenen Tech-Giganten entwickelt wurden, die ohnehin schon zu viel Einfluss auf unser tägliches Leben haben.

Experten schlagen Alarm

Virginia Dignum, Professorin für verantwortungsvolle künstliche Intelligenz an der Universität Umeå, warnte eindringlich: "KI ist nicht in der Lage, eine sinnvolle Meinung zu politischen Ideen abzugeben. Sie spiegelt lediglich die Ansichten derjenigen wider, die sie entwickelt haben." Ihre Mahnung könnte deutlicher nicht sein: "Wir haben nicht für ChatGPT gestimmt."

"Je mehr er sich auf KI für einfache Dinge verlässt, desto größer wird das Risiko einer Selbstüberschätzung des Systems. Es ist ein rutschiger Abhang."

Simone Fischer-Hübner, Informatikforscherin an der Universität Karlstad, warnte zudem vor den Sicherheitsrisiken beim Umgang mit sensiblen Informationen. Kristerssons Sprecher Tom Samuelsson versuchte zwar zu beschwichtigen, dass natürlich keine sicherheitsrelevanten Informationen in die KI-Systeme eingegeben würden, doch die Frage bleibt: Wo genau verläuft diese Grenze?

Der schleichende Verlust demokratischer Souveränität

Was hier geschieht, ist symptomatisch für eine beunruhigende Entwicklung in Europa. Während China seine eigene KI-Strategie verfolgt und die USA ihre Tech-Dominanz ausbauen, geben europäische Politiker bereitwillig ihre Entscheidungshoheit an amerikanische Algorithmen ab. Es ist, als würde man die Schlüssel zum Regierungspalast freiwillig an Silicon Valley übergeben.

Die Ironie dabei: Kristersson führt eine konservative Regierung an – doch was könnte weniger konservativ sein, als bewährte demokratische Prozesse durch die Launen eines Algorithmus zu ersetzen? Traditionelle Werte wie Eigenverantwortung, kritisches Denken und menschliche Urteilskraft werden hier auf dem Altar der digitalen "Innovation" geopfert.

Die wahren Profiteure

Während Kristersson sich von ChatGPT beraten lässt, reiben sich die Tech-Oligarchen die Hände. Jede Anfrage, jede "zweite Meinung" füttert ihre Datenkraken mit wertvollen Informationen über politische Entscheidungsprozesse. Es ist naiv zu glauben, dass diese Informationen nicht irgendwo gespeichert, analysiert und möglicherweise sogar monetarisiert werden.

In einer Zeit, in der Europa ohnehin schon mit wirtschaftlichen Herausforderungen, Migrationskrisen und dem Verlust traditioneller Werte kämpft, ist das Letzte, was wir brauchen, Politiker, die ihre Verantwortung an Maschinen delegieren. Was kommt als nächstes? Werden Gesetzesentwürfe bald von GPT-5 geschrieben? Werden Koalitionsverhandlungen von Algorithmen geführt?

Zeit für eine Rückbesinnung

Die schwedische Bevölkerung hat Ulf Kristersson gewählt – nicht ChatGPT. Sie erwarten von ihrem Ministerpräsidenten, dass er selbst denkt, selbst entscheidet und die Verantwortung für seine Politik trägt. Die Versuchung mag groß sein, sich in der komplexen Welt von heute auf vermeintlich objektive KI-Tools zu verlassen. Doch genau hier liegt die Gefahr: Diese Tools sind weder objektiv noch neutral. Sie sind Produkte ihrer Schöpfer, geprägt von deren Weltanschauungen und Interessen.

Europa muss sich entscheiden: Wollen wir unsere demokratische Souveränität bewahren oder sie Stück für Stück an amerikanische Tech-Konzerne abgeben? Die Antwort sollte eigentlich klar sein – doch Politiker wie Kristersson scheinen sie noch nicht verstanden zu haben.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen