
Schweden macht Schluss mit dem Staatsbürgerschafts-Ausverkauf – und Deutschland schaut wieder nur zu
Während immer mehr europäische Nationen erkennen, dass die eigene Staatsbürgerschaft kein Ramschprodukt ist, das man an der nächsten Straßenecke verscherbelt, wacht nun auch Schweden aus seinem jahrzehntelangen Multikulti-Schlummer auf. Das skandinavische Land, einst Musterknabe der liberalen Einwanderungspolitik, plant eine drastische Verschärfung seines Einbürgerungsrechts. Und das Datum für die Umsetzung ist kein Zufall: Am schwedischen Nationalfeiertag sollen die neuen Regeln in Kraft treten – ein symbolischer Akt, der deutlicher kaum sein könnte.
Vom Vorzeigeland zum Problemfall
Schweden galt jahrelang als das gelobte Land der offenen Grenzen. Wer es irgendwie auf schwedischen Boden schaffte, konnte sich berechtigte Hoffnungen machen, relativ schnell den begehrten Pass zu erhalten. Die Anforderungen waren minimal, die Hürden niedrig. Doch die Realität hat das Land eingeholt – und zwar mit brachialer Gewalt. Bandenkriminalität, Parallelgesellschaften, brennende Vorstädte: Die Bilder aus Malmö, Göteborg und Stockholm sprechen eine unmissverständliche Sprache. Die schwedische Gesellschaft zahlt einen hohen Preis für die naive Großzügigkeit vergangener Regierungen.
Nun also die Kehrtwende. Die schwedische Staatsbürgerschaft, so die Botschaft der Regierung, solle viel mehr bedeuten als ein bloßes Stück Papier. Sie stehe für die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, die sich über Jahrhunderte entwickelt habe – mit eigenen Traditionen, einer eigenen Sprache und einer eigenen Geschichte. Was für jeden vernünftig denkenden Menschen eine Selbstverständlichkeit sein sollte, klingt in den Ohren mancher Ideologen offenbar wie eine Provokation.
Ein europäischer Trend – an dem Deutschland nicht teilnimmt
Schweden steht mit dieser Entscheidung keineswegs allein. Auch Finnland und Portugal haben ihre Einbürgerungsregeln zuletzt spürbar verschärft. Quer durch Europa setzt sich die Erkenntnis durch, dass eine Staatsbürgerschaft eben nicht nur Rechte verleiht, sondern auch Pflichten mit sich bringt – und dass sie verdient werden muss. Wer sich nicht integriert, wer die Sprache nicht lernt, wer die Werte des Gastlandes mit Füßen tritt, der hat schlicht keinen Anspruch darauf, Teil dieser Gemeinschaft zu werden.
Und was macht Deutschland? Man reibt sich verwundert die Augen. Während andere Nationen die Reißleine ziehen, bleibt die Bundesrepublik auf ihrem Kurs der maximalen Großzügigkeit. Unter der Großen Koalition von Friedrich Merz und Lars Klingbeil hat sich an der grundsätzlichen Ausrichtung der Einbürgerungspolitik wenig geändert. Die unter der Ampelregierung beschlossenen Erleichterungen bei der Einbürgerung – etwa die Verkürzung der Aufenthaltsfristen – wirken fort. Merz, der im Wahlkampf noch markige Worte zur Migration fand, scheint in der Regierungsverantwortung erstaunlich schnell vergessen zu haben, was er seinen Wählern versprochen hat.
Die deutsche Staatsbürgerschaft als Billigware
Es ist ein Trauerspiel sondergleichen. Während Schweden seinen Nationalfeiertag nutzt, um ein klares Zeichen zu setzen, wird in Deutschland die Staatsbürgerschaft weiterhin behandelt wie ein Werbegeschenk im Supermarkt. Dass erst kürzlich ein umfassender Einbürgerungsbetrug aufgedeckt wurde, passt ins Bild einer Politik, die offenbar keinerlei Interesse daran hat, den Wert des deutschen Passes zu schützen. Gleichzeitig reisen trotz hoher Geldzahlungen kaum Migranten freiwillig aus – warum auch, wenn der Weg zur vollen Staatsbürgerschaft so bequem ist wie nie zuvor?
Die Schweden haben begriffen, was viele Deutsche längst wissen, aber von ihrer Regierung nicht hören wollen: Eine Nation definiert sich über ihre Identität, ihre Kultur und ihre Geschichte. Wer diese Grundpfeiler aufgibt, gibt sich selbst auf. Es bleibt zu hoffen, dass auch in Berlin irgendwann die Vernunft einkehrt – bevor es zu spät ist. Denn die Geduld der Bürger, die zusehen müssen, wie ihr Land Stück für Stück seine Konturen verliert, ist nicht unendlich. Das zeigen nicht nur die Wahlergebnisse in ganz Europa, sondern auch die wachsende Frustration auf Deutschlands Straßen.
Schweden macht vor, wie es geht. Die Frage ist nur: Hat Deutschland noch den Mut, diesem Beispiel zu folgen?

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