
Schulden-Alarm in Europa: Jede sechste Firma gerät ins Wanken!

Europas Unternehmen stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand. Laut einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) steht inzwischen jedes sechste Unternehmen in Westeuropa unter finanziellem Druck. Den Grund sehen die Berater in steigender Verschuldung, die viele Firmen anfälliger für Schocks macht.
Die Zahlen hinter dem Alarm
Für die Studie haben die BCG-Analysten rund 1.700 börsennotierte Unternehmen in Europa untersucht. Das Ergebnis: Der Anteil der Firmen, die ihr Geschäftsmodell grundlegend umbauen müssen, sei von 14,3 auf 16,2 Prozent gestiegen. Das klingt nach wenig, ist aber viel. Innerhalb von nur zwölf Monaten sind damit zahlreiche weitere Konzerne in die Gefahrenzone gerutscht.
Am breitesten sei der Druck auf der Iberischen Halbinsel. In Spanien und Portugal müssten laut dem Bericht 22 Prozent der Unternehmen ihr Geschäft umkrempeln. Mehr als jede fünfte Firma also.
Ein Trend, der sich seit Jahren abzeichnet
Überraschend kommt diese Entwicklung nicht. BCG veröffentlicht seinen Index zu Transformations- und Restrukturierungsdruck seit 2023. Schon 2024 warnten die Berater, etwa jedes fünfzehnte europäische Unternehmen brauche eine tiefgreifende Restrukturierung. Deutschland, Österreich und die nordischen Länder galten damals als besonders belastet. Als Treiber nannte die Studie höhere Finanzierungskosten und eine schwache Nachfrage der Verbraucher.
Im Sommer 2025 legte BCG nach. Damals hieß es, Deutschland trage das größte Restrukturierungsrisiko in Europa. Betroffen seien vor allem die Autoindustrie, die Chemie sowie Handel und Konsumgüter. Die Chemiebranche lief den Angaben zufolge nur noch mit rund 74 Prozent Auslastung, weit unter dem historischen Normalwert. Genannt wurden hohe Energiepreise und Regulierung. Insgesamt hingen an den gefährdeten Firmen europaweit rund 3,5 Millionen Arbeitsplätze und mehr als 300 Milliarden US-Dollar Wirtschaftsleistung.
Schulden: Der Brandbeschleuniger
Warum ist ausgerechnet die Verschuldung so gefährlich? Ein Unternehmen mit hohen Schulden hat wenig Spielraum. Brechen die Umsätze ein, steigen die Zinsen oder schießen die Energiekosten nach oben, bleibt kein Puffer. Aus einer schwierigen Lage kann dann sehr schnell eine existenzielle Krise werden.
Und Schocks gibt es derzeit genug. Die Zollpolitik aus Washington, die Konkurrenz aus China, geopolitische Brandherde im Nahen Osten und in der Ukraine sowie teure Energie setzen den Unternehmen gleichzeitig zu. Wer in diesem Umfeld auf Pump wirtschaftet, geht ein hohes Risiko ein.
Und die Politik?
Ausgerechnet der Staat macht es kaum besser. Die Bundesregierung unter Friedrich Merz hat ein schuldenfinanziertes Sondervermögen von 500 Milliarden Euro auf den Weg gebracht, obwohl der Kanzler im Wahlkampf solide Finanzen versprochen hatte. Kritiker sehen darin ein fatales Signal: Wenn schon der Staat die Schuldenbremse lockert, fällt es schwer, von der Wirtschaft Disziplin zu verlangen. Dazu kommen Energiepreise, Bürokratie und Auflagen aus Brüssel, die viele Mittelständler seit Jahren beklagen.
Was das für Sparer bedeutet
Wenn Unternehmen ins Straucheln geraten, trifft das am Ende auch Beschäftigte, Aktionäre und Anleihegläubiger. Aktienkurse können einbrechen, Unternehmensanleihen ausfallen, Arbeitsplätze wegfallen. Die BCG-Zahlen zeigen, wie verwundbar Europas Wirtschaft geworden ist.
Vor diesem Hintergrund setzen viele Bürger auf Werte, die nicht vom Erfolg eines Schuldners abhängen. Physisches Gold und Silber haben kein Ausfallrisiko durch Dritte und haben sich über Jahrhunderte als Krisenschutz bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie ein wichtiger Baustein sein, wenn andere Anlagen wackeln.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Anlageprodukten. Jeder Anleger sollte sich selbst umfassend informieren. Für seine Anlageentscheidungen ist jeder selbst verantwortlich.
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