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Kettner Edelmetalle
24.02.2026
06:16 Uhr

Schneechaos in den USA: Blizzard legt Millionenmetropole New York lahm

Während in Deutschland die politische Klasse über Klimaneutralität und CO₂-Budgets philosophiert, demonstriert die Natur auf der anderen Seite des Atlantiks eindrucksvoll ihre ungebändigte Kraft. Ein gewaltiger Wintersturm hat den gesamten Nordosten der Vereinigten Staaten in ein weißes Chaos gestürzt – mit Schneemassen, die selbst für amerikanische Verhältnisse außergewöhnlich sind.

Fast ein Meter Schnee: Rekordmengen begraben den Nordosten

Die Zahlen sprechen für sich. In Teilen des Bundesstaats Rhode Island fielen laut der Nationalen Wetterbehörde nahezu ein Meter Schnee. Massachusetts verzeichnete stellenweise über 80 Zentimeter, und selbst im weltberühmten Central Park von New York türmten sich knapp 50 Zentimeter der weißen Pracht auf. Schneemengen dieser Größenordnung habe die Ostküstenmetropole seit dem Winter 2020/21 nicht mehr erlebt, berichtete die New York Times.

Die Blizzard-Warnung galt für mehr als 40 Millionen Menschen. Ein Blizzard – das bedeutet Windgeschwindigkeiten jenseits der 55 Kilometer pro Stunde, stark eingeschränkte Sicht und ein öffentliches Leben, das schlicht zum Erliegen kommt. Genau das geschah.

Flughäfen dicht, Straßen gesperrt, Nahverkehr am Limit

An den Flughäfen von New York und New Jersey herrschte Stillstand. Rund 4.700 Flüge wurden allein am Montag gestrichen – Abflüge wie Ankünfte gleichermaßen. Die Hafenbehörde teilte mit, man arbeite mit Hochdruck an der Schneeräumung sämtlicher Anlagen. Doch wer schon einmal versucht hat, gegen einen Meter Neuschnee anzukämpfen, weiß: Das braucht Zeit.

Zeitweise verhängte New York ein komplettes Fahrverbot. Straßen, Autobahnen, Brücken – alles gesperrt, mit Ausnahme von Rettungseinsätzen und dringend notwendigem Verkehr. Auch der benachbarte Bundesstaat New Jersey zog nach. Erst gegen Mittag wurden die Verbote aufgehoben, doch die Behörden appellierten eindringlich: Wer nicht unbedingt müsse, solle die eigene Wohnung nicht verlassen. Der öffentliche Nahverkehr funktionierte nur eingeschränkt. Busse quälten sich im Schneckentempo durch die verschneiten Straßen.

30 Dollar die Stunde fürs Schneeschaufeln

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani griff zu einem ungewöhnlichen Mittel. Per Videobotschaft auf der Plattform X warb er um Freiwillige, die für 30 Dollar pro Stunde – umgerechnet etwa 25 Euro – Schnee schaufeln sollten. Man könnte meinen, in einer Stadt mit Millionen Einwohnern fänden sich genügend helfende Hände. Doch offenbar reichten die städtischen Kapazitäten bei weitem nicht aus. Schulen, Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen blieben geschlossen. Für Hilfsbedürftige wurden Aufnahmezentren eingerichtet, damit sie Zuflucht suchen und sich aufwärmen konnten.

Hunderttausende im Dunkeln

Besonders dramatisch gestaltete sich die Lage bei der Stromversorgung. Starker Wind und schwerer, nasser Schnee ließen Bäume umstürzen und beschädigten Stromleitungen in der gesamten Region. Am Abend saßen noch immer rund 500.000 Haushalte an der Ostküste ohne Strom – allein 280.000 davon in Massachusetts, wo in manchen Regionen der Ausnahmezustand verlängert werden musste. Hinzu kamen Überschwemmungen an der Küste des Bundesstaats.

Man stelle sich das einmal vor: Eine halbe Million Haushalte ohne Elektrizität, mitten im Winter, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Keine Heizung, kein warmes Wasser, kein Licht. In einem Land, das sich als technologische Supermacht versteht, offenbart ein solcher Sturm die erschreckende Verwundbarkeit der Infrastruktur. Doch das ist kein exklusiv amerikanisches Problem – auch in Deutschland würde ein vergleichbares Extremwetterereignis die marode Infrastruktur an ihre Grenzen bringen.

Touristen trotzen dem Schneechaos

Nicht alle ließen sich von den arktischen Verhältnissen abschrecken. Am berühmten Times Square waren am Morgen vereinzelt Besucher unterwegs, die das surreale Schauspiel genossen. Ein französischer Tourist erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, der Schneesturm sei das beste Geschenk, das er sich für seinen New-York-Besuch habe wünschen können. Für den Rest des Tages stünden allerdings eher Museen auf dem Programm – dort sei es wohlig warm.

Auch die New Yorker selbst bewiesen ihren legendären Pragmatismus. In den Parks der Stadt entstanden binnen weniger Stunden ganze Armadas von Schneefiguren. Im Stadtteil Brooklyn bauten Anwohner kurzerhand eine Couchlandschaft aus Schnee. Wenn das Leben dir Schneemassen gibt, bau dir ein Sofa daraus – so könnte man die Mentalität der Metropolenbewohner zusammenfassen.

Dritter schwerer Sturm in Serie

Der aktuelle Blizzard ist keineswegs ein isoliertes Ereignis. Er reiht sich ein in eine Serie extremer Winterwetterlagen, die die Vereinigten Staaten seit Wochen heimsuchen. Bereits Ende Januar und Anfang Februar hatten große Teile des Landes mit schweren Schneestürmen und ungewöhnlich niedrigen Temperaturen zu kämpfen. Örtlich wurden Kälterekorde gebrochen, zahlreiche Menschen kamen ums Leben. Über Todesopfer infolge des aktuellen Sturms war zunächst nichts bekannt.

Pikant dabei: Die Schneehaufen des letzten großen Sturms waren gerade erst geschmolzen. Wochenlang hatten sich hartnäckige, schmutzig-graue Schneehügel an den Straßenrändern gehalten, die sich allmählich in vermüllte Hundetoiletten verwandelten – zum Ärgernis vieler New Yorker. Diesmal, so versicherte der Meteorologe Bob Oravec, werde der Schnee relativ schnell schmelzen. Für den Folgetag sagte der Nationale Wetterdienst sonniges Wetter mit Temperaturen um den Gefrierpunkt voraus.

Ein Lehrstück über die Macht der Natur

Ereignisse wie dieser Blizzard sollten uns demütig stimmen. Während politische Debatten sich zunehmend um ideologische Grabenkämpfe drehen und Milliarden in fragwürdige Projekte fließen, zeigt die Natur immer wieder, dass sie sich von menschlichen Plänen herzlich wenig beeindrucken lässt. Weder Klimakonferenzen noch CO₂-Zertifikate verhindern einen Blizzard. Was zählt, ist eine robuste Infrastruktur, eine funktionierende Energieversorgung und Behörden, die im Ernstfall handlungsfähig sind.

In Zeiten, in denen auch in Deutschland die Energieversorgung zunehmend auf wackligen Beinen steht und die Infrastruktur vielerorts dem Verfall preisgegeben wird, sollte der Blick über den Atlantik als Warnung dienen. Denn eines ist gewiss: Die nächste Naturkatastrophe kommt bestimmt – die Frage ist nur, ob wir dann vorbereitet sind.

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