
Russlands Vormarsch unaufhaltsam: Kiew verliert weitere Stellungen wÀhrend Selenskyj am Verhandlungstisch pokert
Die militĂ€rische RealitĂ€t auf dem Schlachtfeld spricht eine unmissverstĂ€ndliche Sprache, doch in Kiew scheint man diese Botschaft noch immer nicht vollstĂ€ndig verstanden zu haben. WĂ€hrend russische Truppen in den vergangenen 24 Stunden die Ortschaft Saretschnoje in der sĂŒdöstlichen Region Saporoschje eingenommen haben, klammert sich PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj weiterhin an die Hoffnung, den von Washington vorgelegten Friedensplan zu seinen Gunsten modifizieren zu können.
Dramatische Verluste an der Front
Das russische Verteidigungsministerium verkĂŒndete am Mittwoch den Erfolg der Einheiten der Kampfgruppe Ost, die tief in die ukrainischen Verteidigungslinien vorgedrungen seien. Die Zahlen, die Moskau prĂ€sentiert, sind erschĂŒtternd: Ăber 1.400 ukrainische Soldaten sollen an einem einzigen Tag an allen Frontabschnitten gefallen sein. Hinzu kommen zerstörte Panzer und Kampffahrzeuge in erheblicher Anzahl.
Nach dem Verlust des strategisch bedeutsamen Logistikzentrums Pokrowsk vor wenigen Wochen reiht sich fĂŒr Kiew eine Niederlage an die nĂ€chste. Das Tempo des russischen Vormarsches hat sich stetig erhöht â eine Entwicklung, die selbst die ukrainische MilitĂ€rfĂŒhrung nicht mehr beschönigen kann.
Strategischer RĂŒckzug oder Flucht nach vorn?
Die ukrainischen StreitkrĂ€fte haben sich nun auch aus der umkĂ€mpften östlichen Stadt SiwersĐș zurĂŒckgezogen. Der ukrainische Generalstab sprach von einem RĂŒckzug zur Schonung von Menschenleben und Ressourcen â eine Formulierung, die den bitteren Geschmack der Niederlage kaum ĂŒberdecken kann. Die BegrĂŒndung lautete, der Feind habe durch erhebliche zahlenmĂ€Ăige Ăberlegenheit und konstanten Druck durch kleine Sturmgruppen unter schwierigen Wetterbedingungen vorrĂŒcken können.
âWir sind bereit fĂŒr ein Treffen mit den Vereinigten Staaten auf FĂŒhrungsebene, um sensible Fragen zu erörtern. Angelegenheiten wie territoriale Fragen mĂŒssen auf FĂŒhrungsebene besprochen werden."
So Ă€uĂerte sich Selenskyj am Mittwoch â wĂ€hrend seine Truppen an der Front weiter zurĂŒckweichen.
Die Knackpunkte des Friedensplans
Die Verhandlungen zwischen Washington und Moskau nach den Marathon-GesprÀchen in Florida scheinen nÀher an einer Einigung zu sein als je zuvor. Doch Kiew versucht verzweifelt, den amerikanischen Entwurf in letzter Minute zu modifizieren. Die Streitpunkte sind erheblich:
Beim Kernkraftwerk Saporoschje, das vollstĂ€ndig unter russischer Kontrolle steht, fordert Kiew eine gemeinsame ukrainisch-amerikanische Verwaltung auf 50-50-Basis â statt der von Washington vorgeschlagenen trilateralen Lösung unter Einbeziehung Russlands. Eine Forderung, die angesichts der militĂ€rischen RealitĂ€ten geradezu weltfremd erscheint.
Die territoriale Frage bleibt der schwierigste Punkt. Eine Option im Plan wĂŒrde den RĂŒckzug russischer Truppen aus den Regionen Charkiw, Dnipropetrowsk, Sumy und Mykolajiw vorsehen, wĂ€hrend der Konflikt entlang der aktuellen Frontlinien in den Regionen Donezk, Luhansk, Saporoschje und Cherson eingefroren wĂŒrde.
Kreml warnt vor Illusionen
Der Kreml hat unmissverstĂ€ndlich klargemacht, dass seine territorialen Forderungen auch Gebiete umfassen, in denen noch ukrainische Truppen prĂ€sent sind. PrĂ€sident Putin warnte, dass diese Fragen entweder am Verhandlungstisch oder auf dem Schlachtfeld geklĂ€rt werden â und lehnte jegliches kurzfristiges Einfrieren ab, das die Krise nicht dauerhaft lösen wĂŒrde.
Die Tragik dieser Situation liegt auf der Hand: Je lĂ€nger Kiew auf maximalistischen Positionen beharrt, desto mehr Territorium verliert es faktisch auf dem Schlachtfeld. Die westliche UnterstĂŒtzung, insbesondere aus den USA unter PrĂ€sident Trump, scheint an ihre Grenzen zu stoĂen. Washington drĂ€ngt auf eine pragmatische Lösung â auch wenn diese fĂŒr die Ukraine schmerzhafte ZugestĂ€ndnisse bedeutet.
FĂŒr Deutschland und Europa stellt sich die Frage, wie lange man noch eine Politik unterstĂŒtzen will, die offensichtlich keine militĂ€rische Perspektive mehr hat. Die Milliarden an Steuergeldern, die in diesen Konflikt geflossen sind, hĂ€tten womöglich besser in die eigene Infrastruktur und Verteidigung investiert werden können.
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