
Rente mit 70? Die abgehobene Berliner Politik ignoriert die Realität der arbeitenden Bevölkerung
Die neue Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat einen Vorschlag präsentiert, der bei vielen Bürgern für Kopfschütteln sorgen dürfte: Das Renteneintrittsalter solle auf 70 Jahre angehoben werden. Diese Forderung zeige einmal mehr, wie weit sich die politische Elite von der Lebensrealität der hart arbeitenden Menschen in Deutschland entfernt habe.
Realitätsferne aus dem Elfenbeinturm
Es sei bezeichnend, dass solche Vorschläge stets aus den klimatisierten Büros der Berliner Ministerialbürokratie kämen. Menschen, die ihr Leben lang am Schreibtisch verbracht hätten, wollten nun denjenigen vorschreiben, wie lange sie körperlich schwere Arbeit verrichten müssten. Die Ministerin habe offenbar noch nie eine Nachtschicht in der Pflege absolviert oder einen Tag auf dem Bau verbracht.
Die Arbeitgeberverbände würden solche Pläne naturgemäß begrüßen - schließlich bedeute jedes zusätzliche Arbeitsjahr mehr Profit auf Kosten der Gesundheit der Beschäftigten. Doch was sei mit dem Dachdecker, dessen Knie nach 40 Jahren nicht mehr mitmachten? Was mit der Krankenschwester, die nach Jahrzehnten des Hebens und Tragens unter chronischen Rückenschmerzen leide?
Die vergessene Arbeiterschaft
In der schönen neuen Welt der Berliner Politik scheine man zu vergessen, dass nicht jeder bis 70 in einem bequemen Bürostuhl sitzen könne. Die körperlich arbeitende Bevölkerung - Handwerker, Pflegekräfte, Fabrikarbeiter - würde bei solchen Plänen schlichtweg unter den Tisch fallen. Diese Menschen hätten oft schon mit 60 Jahren erhebliche gesundheitliche Probleme, die direkt auf ihre jahrzehntelange harte Arbeit zurückzuführen seien.
"Warum kommen solche Forderungen immer aus den schicken Amtsstuben der Berliner Oberschicht?"
Die Frage müsse erlaubt sein: Wie viele Politiker würden wohl selbst bis 70 arbeiten wollen, wenn sie täglich schwere körperliche Arbeit verrichten müssten? Die Antwort dürfte auf der Hand liegen.
Ein Schlag ins Gesicht der Arbeiter
Dieser Vorschlag sei nicht nur realitätsfern, sondern geradezu zynisch. Während die politische Elite sich mit üppigen Pensionen zur Ruhe setzen könne, solle der normale Arbeiter bis zum Umfallen schuften. Es zeige sich einmal mehr, dass die aktuelle Politik die Interessen der arbeitenden Bevölkerung aus den Augen verloren habe.
Die CDU, die sich gerne als Partei der Mitte präsentiere, entlarvt sich mit solchen Vorschlägen selbst. Statt die Lebensleistung der Menschen zu würdigen, die dieses Land aufgebaut hätten, wolle man sie noch länger ausbeuten. Es sei höchste Zeit, dass die Politik wieder für die Menschen arbeite - und nicht gegen sie.
Zeit für einen Kurswechsel
Deutschland brauche Politiker, die die Sorgen und Nöte der normalen Bürger verstünden. Die wüssten, was es bedeute, nach einem langen Arbeitsleben erschöpft zu sein. Die anerkennen würden, dass Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet hätten, einen verdienten Ruhestand verdient hätten - und zwar bevor ihr Körper vollständig ruiniert sei.
Solange die Politik jedoch von Menschen gemacht werde, die die Arbeitswelt nur aus Statistiken und Wirtschaftsberichten kennten, würden solche weltfremden Vorschläge wohl weiterhin die Runde machen. Es bleibe zu hoffen, dass sich genügend Widerstand formiere, um diesen Angriff auf die Lebensqualität der arbeitenden Bevölkerung abzuwehren.
- Themen:
- #CDU-CSU