Telefonisch Mo–Fr 8–20 Uhr erreichbar
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
04.09.2026
12:15 Uhr
KI-generiert

Putins Ölkasse schrumpft: Urals bei 59 Dollar – Einnahmen brechen ein

Putins Ölkasse schrumpft: Urals bei 59 Dollar – Einnahmen brechen ein
Symbolbild: KI-generiert

Russlands Kriegskasse bekommt Risse. Im August sammelte Moskau nach offiziellen Angaben netto 326,2 Milliarden Rubel – rund 3,76 Milliarden US-Dollar – an Öleinnahmen ein. Das sind 22 Prozent weniger als ein Jahr zuvor und der schwächste Monatswert seit Februar.

Der Grund ist simpel: Die russische Steuerbehörde rechnete für den August mit einem Ölpreis von gut 59 Dollar je Fass. Im Frühjahr, als der Iran-Konflikt Käufer in Scharen zu Fässern außerhalb der Golfregion trieb, lag die russische Exportsorte Urals im Schnitt noch bei knapp 95 Dollar.

Ein Fünftel des Staatshaushalts wackelt

Auch das Gesamtbild ist trüb: Die kombinierten Öl- und Gaseinnahmen sanken im August um 16 Prozent auf 424 Milliarden Rubel. Öl und Gas liefern dem russischen Föderationshaushalt traditionell rund ein Fünftel seiner Einnahmen.

Gegenüber dem Juli fiel der Ölanteil sogar um mehr als 60 Prozent – allerdings enthielt der Juli eine große planmäßige Zahlung aus der gewinnabhängigen Produzentensteuer. Solche Sondereffekte relativieren den Absturz, den Trend drehen sie nicht.

Der teure Preis der eigenen Tankstellen

Besonders bemerkenswert ist die andere Seite der Bilanz. Allein im August überwies der Staat mehr als 197 Milliarden Rubel an heimische Raffinerien, um die Versorgung mit Benzin und Diesel im Inland stabil zu halten. Seit Januar summieren sich diese Subventionen auf fast 916 Milliarden Rubel.

Mit anderen Worten: Moskau nimmt weniger ein – und zahlt gleichzeitig immer mehr, damit an russischen Zapfsäulen kein Chaos ausbricht. Über zwei Milliarden Dollar Stützung in einem einzigen Monat sind ein stiller Hinweis darauf, wie angespannt die Lage im Inland sein dürfte.

Drohnen treffen die Achillesferse

Ukrainische Drohnenangriffe haben Berichten zufolge in diesem Jahr wiederholt russische Raffinerien lahmgelegt. Moskau reagierte mit Exportbeschränkungen für Benzin und Diesel und griff verstärkt auf Kraftstoffimporte zurück.

Die Folgekette ist brutal logisch: Wer weniger raffinieren kann, muss das Rohöl exportieren, einlagern – oder im Boden lassen. Doch auch die Exportwege stehen unter Druck. Angriffe auf Terminals und Schiffsabfertigung im Schwarzen Meer und in der Ostsee hätten die Ausweichmöglichkeiten weiter verengt.

Vizepremier Alexander Nowak erklärte am Donnerstag, der jüngste Förderrückgang solle sich mit dem Wiederanfahren der Raffinerien umkehren. Die Analysten von Rystad Energy sind skeptischer: Sie senkten ihre Prognose für die russische Rohölförderung 2026 auf 8,95 Millionen Barrel pro Tag und erwarten für 2027 einen Rückgang auf rund 8,6 Millionen.

Was das für europäische Verbraucher bedeutet

Für den Westen klingt das nach guter Nachricht – doch die Rechnung ist komplizierter. Fällt russisches Angebot dauerhaft aus, verknappt sich der Weltmarkt, und steigende Energiepreise treffen am Ende auch deutsche Haushalte und Industriebetriebe, die ohnehin unter hohen Strom- und Abgabenlasten ächzen.

Zudem zeigen Marktdaten, dass die Preisdeckel des Westens ihre Wirkung nur begrenzt entfalten, weil ein Großteil der Transporte über die sogenannte Schattenflotte außerhalb westlicher Versicherungen läuft. Rohstoffmärkte sind eben kein Verordnungsobjekt, sondern ein Machtspiel.

Genau in solchen Phasen zeigt sich, warum physische Edelmetalle als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen geschätzt werden: Sie sind weder Drohnenangriffen noch Steuerbescheiden fremder Regierungen ausgesetzt.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir sprechen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aus. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen