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Kettner Edelmetalle
05.03.2026
06:26 Uhr

Putins Gaspoker: Kremlchef droht Europa mit vorzeitigem Lieferstopp

Während Europa noch über den geplanten Ausstieg aus russischem Gas debattiert, dreht Wladimir Putin den Spieß kurzerhand um. In einem Interview des russischen Staatsfernsehens ließ der Kremlchef durchblicken, dass er erwäge, die Gaslieferungen an die EU von sich aus einzustellen – noch bevor das europäische Embargo überhaupt in Kraft tritt. Ein klassisches Manöver aus dem Lehrbuch der Machtpolitik: Wer zuerst kündigt, behält die Kontrolle.

Moskaus kalkulierte Drohgebärde

Putin formulierte seine Überlegungen betont beiläufig. Er denke lediglich „laut darüber nach", ob es für Russland nicht vorteilhafter sei, sich sofort auf andere Märkte zu orientieren. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Doch gleichzeitig beauftragte er Regierung und Unternehmen, genau diesen Schritt zu prüfen. Man muss kein Kreml-Astrologe sein, um die Botschaft zu entschlüsseln: Europa soll spüren, dass es nicht allein am längeren Hebel sitzt.

Besonders aufschlussreich ist Putins Verweis auf „treue Kunden" wie Ungarn und die Slowakei. Damit spaltet er gezielt die europäische Einheit – eine Strategie, die Moskau seit Jahren mit bemerkenswerter Konsequenz verfolgt. Ungarns Außenminister Peter Szijjártó lieferte prompt den Beweis, indem er ausgerechnet in Moskau vorstellig wurde, um Garantien für unveränderte Energiepreise einzufordern. Die europäische Solidarität? Ein Lippenbekenntnis, das an der Realität der Energieabhängigkeit zerschellt.

LNG-Tanker im Mittelmeer versenkt

Als wäre die geopolitische Lage nicht bereits explosiv genug, sorgte ein dramatischer Vorfall im Mittelmeer für zusätzliche Eskalation. Der russische LNG-Tanker „Arctic Metagaz" ist zwischen Libyen und Malta nach schweren Explosionen und einem massiven Feuer untergegangen. Das mit Flüssigerdgas aus dem arktischen Hafen Murmansk beladene Schiff war auf dem Weg nach Port Said in Ägypten. Die 30-köpfige russische Besatzung konnte gerettet werden.

Moskau macht die Ukraine für den Angriff verantwortlich und behauptet, das Schiff sei von Drohnen attackiert worden, die von der libyschen Küste aus gestartet seien. Sollte sich dies bestätigen, würde der Konflikt eine völlig neue geographische Dimension erreichen. Ukrainische Drohnenangriffe im Mittelmeer – das wäre eine Ausweitung des Kriegsschauplatzes, die noch vor wenigen Monaten undenkbar erschien.

Friedensgespräche auf Eis

Parallel zu diesen Entwicklungen räumte der ukrainische Präsident Selenskyj ein, dass die Friedensgespräche unter US-Vermittlung derzeit pausieren. Die Eskalation im Nahen Osten binde offenbar die diplomatischen Kapazitäten Washingtons. Die „notwendigen Signale für ein trilaterales Treffen" seien bislang ausgeblieben, so Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft.

US-Präsident Trump sprach bei seinem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz im Weißen Haus von einem „enormen Hass" zwischen Putin und Selenskyj. Merz wiederum forderte mehr Druck auf Moskau und pochte darauf, Europa in die Verhandlungen einzubeziehen. „Wir sind nicht bereit, ein Abkommen zu akzeptieren, das über unsere Köpfe hinweg verhandelt wird", stellte der Kanzler klar. Ein richtiger und überfälliger Satz – doch ob er in Washington auf fruchtbaren Boden fällt, darf bezweifelt werden.

Russland wittert Profit im Chaos

Während Europa zwischen Sanktionspolitik und Energiesorgen laviert, kalkuliert Moskau eiskalt. Die kremlnahe Zeitung „Iswestija" prognostiziert unter Berufung auf Branchenexperten steigende Haushaltseinnahmen durch höhere Öl- und Gasexporte – befeuert durch den Nahost-Konflikt. Sollte dieser länger als zwei Monate andauern, könne Russland mit deutlich höheren Energieeinnahmen rechnen. Krieg als Geschäftsmodell – zynischer geht es kaum.

Gleichzeitig verstärkt Russland seine Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur. Allein seit Anfang März wurden 18 Drohnenangriffe auf die Eisenbahn registriert, bei denen 41 Anlagen beschädigt wurden. Ein leerer Personenzug in der Region Mykolajiw wurde getroffen, ein Eisenbahnmitarbeiter verletzt. Bei einem früheren Angriff auf einen Nahverkehrszug in der Region Dnipropetrowsk starb ein Mensch, sieben weitere wurden verletzt.

Europas Energiepolitik rächt sich

Die aktuelle Situation offenbart einmal mehr das fundamentale Versagen der europäischen – und insbesondere der deutschen – Energiepolitik der vergangenen Jahrzehnte. Wer sich sehenden Auges in die Abhängigkeit eines autokratischen Regimes begibt, gleichzeitig Kernkraftwerke abschaltet und auf ideologiegetriebene Energiewenden setzt, darf sich nicht wundern, wenn er am Ende erpressbar wird. Die Zeche für diese Politik zahlen nicht die Verantwortlichen in den Ministerien, sondern die Bürger – mit explodierenden Energiepreisen und einer schleichenden Deindustrialisierung.

Putins Drohgebärde ist letztlich auch ein Spiegel unserer eigenen Versäumnisse. Ein Land, das über keine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung verfügt, kann weder wirtschaftlich prosperieren noch geopolitisch auf Augenhöhe agieren. Diese bittere Lektion sollte endlich auch in Berlin ankommen – bevor der nächste Winter kommt und die nächste Krise bereits vor der Tür steht.

In Zeiten derartiger geopolitischer Verwerfungen und energiepolitischer Unsicherheiten zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung. Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie in Krisenzeiten ihren Wert bewahren – unabhängig davon, welcher Autokrat gerade den Gashahn zudreht.

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