
Putins 12-Billionen-Dollar-Köder: Wie der Kreml Trump mit Rohstoff-Träumen umgarnt
Es klingt wie das Drehbuch eines geopolitischen Thrillers – und doch scheint es bittere Realität zu sein. Kremlchef Wladimir Putin soll dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump vor dem Alaska-Gipfel im vergangenen Sommer ein wirtschaftliches Angebot unterbreitet haben, das selbst hartgesottene Rohstoffinvestoren ins Schwärmen bringen dürfte: ein Paket im geschätzten Gesamtwert von 12 Billionen Dollar. Arktis-Öl, Seltene Erden, ein Tunnel unter der Beringstraße, nuklearbetriebene Datenzentren – die Wunschliste liest sich wie der feuchte Traum eines Oligarchen. Und Europa? Europa schaut wieder einmal in die Röhre.
Der große Deal: Sanktionsaufhebung gegen Rohstoff-Zugang
Wie das britische Wochenmagazin The Economist berichtet, sei im russischen Sicherheitsrat ein detaillierter Plan vorgestellt worden, der amerikanischen Unternehmen im Gegenzug für die Aufhebung westlicher Sanktionen enormen Zugang zu russischen Ressourcen verschaffen würde. Die Rede sei von rund 60 Milliarden Dollar an Vermögenswerten allein aus früheren Unternehmensbeteiligungen, die US-Firmen nach Kriegsbeginn in der Ukraine aufgegeben hatten. Dazu kämen gigantische Erschließungsprojekte: 50 Milliarden Barrel Öl in der Arktis, ein milliardenschwerer Verarbeitungshub für Seltene Erden in Sibirien.
Kremlsprecher Dmitri Peskow habe gegenüber russischen Medien bestätigt, dass Moskau „bereit ist, mit US-Unternehmen zu kooperieren". Einige amerikanische Firmen würden bereits Interesse zeigen, auf den russischen Markt zurückzukehren. In den russischen Unterlagen finde sich sogar die geradezu groteske Formulierung, Putin und Trump „könnten potenziell Nobelpreise erhalten". Man fragt sich unwillkürlich: Wofür genau? Für die kreativste Umgehung internationaler Sanktionsregime?
Washington wittert Geschäfte – Europa bleibt außen vor
Aus dem Weißen Haus hieß es nach einem Telefonat zwischen den beiden Staatschefs, eine Normalisierung der amerikanisch-russischen Beziehungen nach einem Frieden in der Ukraine biete „enormes Potenzial für wirtschaftliche Deals und geopolitische Stabilität". Die wirtschaftspolitischen Verhandlungen auf russischer Seite führe Kirill Dmitrijew, Sonderbeauftragter des Kreml für Investitionen und Leiter des Russischen Direktinvestitionsfonds, der sich derzeit in Genf aufhalte, wo parallel trilaterale Gespräche zur Beilegung des Ukraine-Krieges stattfinden.
Was bei all dem auffällt: Europa spielt in diesem Machtpoker schlicht keine Rolle. Bereits Ende Dezember hatte das Wall Street Journal berichtet, die USA hätten europäischen Ländern Vorschläge unterbreitet, wie Russland wieder in die Weltwirtschaft integriert werden könnte. Doch der US-Plan sehe vor, dass vor allem amerikanische Firmen gezielt in strategische Sektoren investieren. Für die Europäer, die unter den Sanktionen gegen Russland wirtschaftlich am stärksten gelitten haben, wäre das ein Schlag ins Gesicht. Wieder einmal zeigt sich: Wenn es um handfeste wirtschaftliche Interessen geht, kennt Washington keine Verbündeten – nur Konkurrenten.
China hat längst Fakten geschaffen
Doch selbst wenn Trump auf Putins Avancen eingehen sollte – die geopolitische Realität ist weitaus komplizierter, als es die glänzenden Präsentationen aus dem Kreml suggerieren. China hat die Lücke, die westliche Unternehmen nach 2022 hinterlassen haben, längst gefüllt. 57 Prozent der russischen Warenimporte stammten 2024 aus der Volksrepublik – eine massive Verschiebung seit Kriegsbeginn. Peking sitzt fest im Sattel der russischen Wirtschaft, und es dürfte wenig Neigung verspüren, amerikanischen Konkurrenten bereitwillig Platz zu machen.
Thane Gustafson von der Georgetown University bringt es auf den Punkt: „Die sogenannten Goldgruben in Russland sind nicht so leicht zu heben, wie Moskau es verspricht." Und ein ehemaliger britischer Handelsbeamter warnt laut dem Economist unmissverständlich: Verträge hätten in Russland oft keinen Wert, die Gerichte seien korrupt, und ein Rückfall in Sanktionen könnte alles zunichtemachen.
Wer profitiert wirklich?
Die vielleicht entscheidende Frage stellt ein anonymer Washington-Insider: Er schließe nicht aus, dass vor allem Einzelpersonen rund um das Weiße Haus von den Deals profitieren könnten. Es werde bereits über Aufsichtsratsposten bei russischen Unternehmen gesprochen. „Das ist für den normalen US-Steuerzahler keine sichere Goldgrube", so der Insider.
Laut der Kiew School of Economics betrieben derzeit noch 324 amerikanische Unternehmen Geschäfte in Russland. Über 1500 weitere Firmen könnten zurückkehren, sollten die Sanktionen fallen. Die Verlockung ist also real – und sie ist gewaltig.
Für Deutschland und Europa sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Während sich Washington und Moskau über Billionen-Dollar-Deals verständigen, steht der alte Kontinent wirtschaftlich zunehmend im Abseits. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz wäre gut beraten, endlich eine eigenständige Rohstoffstrategie zu entwickeln, statt sich weiterhin in ideologischen Debatten über Klimaneutralität zu verlieren. Denn eines ist sicher: Weder Putin noch Trump werden auf Europa warten.
Physische Edelmetalle als Anker in unsicheren Zeiten
In einem geopolitischen Umfeld, das von derart unberechenbaren Machtverschiebungen geprägt ist, erweist sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als zeitloser Vermögensschutz. Gold und Silber kennen keine Sanktionen, keine korrupten Gerichte und keine gebrochenen Versprechen. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios in Betracht ziehen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.
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