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Kettner Edelmetalle
28.02.2026
09:33 Uhr

Pulverfass Südasien: Afghanistan und Pakistan am Rande eines offenen Krieges

Während Europa gebannt auf den Nahost-Konflikt und den Ukraine-Krieg starrt, braut sich in Südasien ein weiterer gefährlicher Brandherd zusammen. Die Spannungen zwischen Afghanistan und Pakistan haben sich in den vergangenen Tagen derart zugespitzt, dass der Rat der Europäischen Union sich genötigt sah, beide Seiten öffentlich zur Mäßigung aufzurufen. Doch wie viel ist ein solcher Appell aus Brüssel tatsächlich wert?

Luftangriffe auf Kabul und Kandahar – die Lage eskaliert dramatisch

Die Fakten sprechen eine unmissverständliche Sprache. Nachdem afghanische Kräfte am Donnerstagabend pakistanische Stellungen im Grenzgebiet attackiert hatten, reagierte Islamabad am Freitag mit Luftangriffen auf die beiden größten Städte Afghanistans: Kabul und Kandahar. Beide Seiten vermeldeten Tote und Verletzte. Pakistan sprach gar von einem „offenen Krieg" gegen die Taliban-Regierung in Afghanistan. Ein Satz, der aufhorchen lässt – und der die ganze Brisanz dieser Konfrontation offenbart.

Die in Kabul herrschenden islamistischen Taliban pochten nach den Angriffen zwar auf eine diplomatische Lösung, doch Pakistan stellte klare Bedingungen für eine Einstellung der Kampfhandlungen. Der Kern des Konflikts ist dabei alles andere als neu: Islamabad wirft der Taliban-Regierung seit Monaten vor, auf afghanischem Boden Terroristen zu beherbergen, die von dort aus Anschläge in Pakistan verüben. Kabul bestreitet diese Vorwürfe vehement.

Brüssels zahnlose Diplomatie

Der EU-Rat forderte in seiner Stellungnahme „alle Akteure zu einer sofortigen Deeskalation und zur Einstellung der Feindseligkeiten" auf. Das afghanische Hoheitsgebiet dürfe nicht dazu genutzt werden, andere Länder zu bedrohen oder anzugreifen, hieß es weiter. Die EU fordere die afghanischen Machthaber auf, „wirksame Maßnahmen gegen alle terroristischen Gruppen zu ergreifen, die in oder von Afghanistan aus operieren". Zudem rief Brüssel beide Seiten nachdrücklich zum Dialog auf.

Man reibt sich die Augen. Dieselbe EU, die seit Jahren nicht in der Lage ist, ihre eigenen Außengrenzen wirksam zu schützen, die beim Ukraine-Krieg mehr reagiert als agiert und deren diplomatisches Gewicht auf der Weltbühne stetig schwindet – diese EU mahnt nun zwei Staaten in Südasien zur Besonnenheit? Es sei die Frage erlaubt, ob in Kabul oder Islamabad irgendjemand diese Stellungnahme auch nur zur Kenntnis nimmt.

Gescheiterte Vermittlungsversuche und ein schwelender Dauerkonflikt

Der Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan ist kein plötzliches Phänomen. Er schwelt seit Jahrzehnten, genährt von ungeklärten Grenzfragen, ethnischen Spannungen und der notorischen Instabilität der gesamten Region. Bereits im vergangenen Herbst waren Vermittlungsversuche nach schweren Gefechten und gegenseitigen Angriffen kläglich gescheitert. Was sich jetzt abspielt, ist lediglich die jüngste – und bislang gefährlichste – Eskalationsstufe eines Dauerkonflikts, den die westliche Welt allzu lange ignoriert hat.

Für Europa und insbesondere für Deutschland hat diese Entwicklung durchaus unmittelbare Relevanz. Ein offener Krieg zwischen zwei nuklear bewaffneten Nachbarstaaten – Pakistan besitzt Atomwaffen, Afghanistan liegt in unmittelbarer Nachbarschaft – könnte massive Flüchtlingsströme auslösen, die über kurz oder lang auch an Europas Türen klopfen würden. Angesichts der ohnehin bereits überforderten Migrationspolitik in Deutschland wäre dies ein Szenario, das niemand gebrauchen kann.

Die Lehre für Europa: Stärke statt Appelle

Was dieser Konflikt einmal mehr zeigt, ist die bittere Wahrheit, dass diplomatische Floskeln und wohlfeile Aufrufe zur Deeskalation in einer Welt der harten Machtpolitik wenig bewirken. Wer gehört werden will, braucht Stärke – militärisch, wirtschaftlich und politisch. Doch genau daran mangelt es der EU und insbesondere Deutschland seit Jahren. Statt in die eigene Verteidigungsfähigkeit zu investieren, hat man sich in ideologischen Debatten über Gendersternchen und Klimaneutralität verloren. Die Rechnung dafür könnte schneller kommen, als manchem lieb ist.

In Zeiten wachsender geopolitischer Unsicherheit – vom Nahost-Konflikt über den Ukraine-Krieg bis hin zum nun drohenden Flächenbrand in Südasien – erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisensichere Wertanlage ihre Berechtigung haben. Wer sein Vermögen in unsicheren Zeiten schützen möchte, tut gut daran, auf bewährte Sachwerte zu setzen, die seit Jahrtausenden ihren Wert behalten haben.

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