
Pulverfass Rotes Meer: Iran droht mit der Schließung der wichtigsten Öl-Ader der Welt
Es ist ein Szenario, das die globalen Energiemärkte in ihren Grundfesten erschüttern könnte. Während die Welt gebannt auf die Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran blickt, spielt Teheran offenbar mit einem Trumpf, der die Ölpreise über Nacht explodieren lassen könnte: die Schließung des Roten Meeres als eine der zentralen Energie-Lebensadern des Planeten.
Wenn Trump die Kraftwerke bombardiert, schlägt Teheran zurück
Nach übereinstimmenden Berichten der Nachrichtenagentur Reuters soll der Iran seine Verbündeten, die jemenitischen Huthi-Rebellen, angewiesen haben, sich für die Sperrung der Öl-Route im Roten Meer bereitzuhalten. Der Auslöser? Sollten die Vereinigten Staaten die iranische Energieinfrastruktur ins Visier nehmen, wäre dies für Teheran offenbar die rote Linie.
Der Hintergrund ist brisant. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstagabend gegenüber dem Sender Fox News unverblümt Klartext gesprochen. Nächste Woche, so seine Drohung, werde es für den Iran "richtig übel". Man werde sämtliche Kraftwerke ausschalten, man werde die Brücken zerstören – es sei denn, Teheran setze sich endlich an den Verhandlungstisch.
Die Vereinigten Staaten und Israel sind die Quelle des Bösen und der Instabilität in der Welt.
Mit diesen Worten soll der Anführer der Huthi-Bewegung, Abdel-Malik al-Huthi, in einer Fernsehansprache gegen Washington und Jerusalem gewettert haben. Auch die saudische Führung bekam ihr Fett weg – sie diene, so der Vorwurf, lediglich als Erfüllungsgehilfe amerikanischer und israelischer Interessen.
Bab al-Mandeb – das Nadelöhr, das die Welt in Atem hält
Wer die geopolitische Landkarte kennt, dem läuft es bei diesem Gedanken kalt den Rücken hinunter. Die Meerenge Bab al-Mandeb ist das entscheidende Einfallstor zum Roten Meer und damit zum Suezkanal. Wird dieser Flaschenhals dichtgemacht, gerät ein gewaltiger Teil des weltweiten Öl- und Warenverkehrs ins Stocken.
Berichten zufolge sollen die Huthis bereits Raketen und Drohnen in der Nähe der Meerenge in Stellung gebracht haben. Die britische Zeitung "The Telegraph" berichtet unter Berufung auf Quellen im Jemen von konkreten Notfallplänen, die in enger Abstimmung mit Teheran vorbereitet würden. Sogar von einer Ausweitung der Beziehungen zu Somalia ist die Rede.
Ein regionaler Flächenbrand rückt näher
Die Zündschnur brennt bereits seit Wochen. Nachdem saudische Kampfflugzeuge am 13. Juli den internationalen Flughafen von Sanaa bombardiert hätten, um die Landung eines iranischen Zivilflugzeugs zu verhindern, antworteten die Huthis prompt mit Raketen und Drohnen auf saudische Luftwaffenstützpunkte. Der ohnehin brüchige Waffenstillstand am Golf droht endgültig zu zerbrechen.
Sollte es tatsächlich zur Schließung der Meerenge kommen, wären die Folgen kaum absehbar: eine neue Runde der regionalen Eskalation, Huthi-Raketen auf Südisrael, auf Saudi-Arabien und die Golfstaaten – und eine globale Energiekrise, die alles Bisherige in den Schatten stellen könnte.
Was bedeutet das für den deutschen Bürger?
Während man in Berlin weiter über Gendersternchen und ideologische Wärmepumpen-Träumereien debattiert, braut sich am Golf ein Sturm zusammen, der auch hierzulande jeden Autofahrer, jeden Rentner und jede Familie treffen wird. Explodierende Ölpreise bedeuten steigende Energiekosten, angeheizte Inflation und eine weitere Belastung für eine ohnehin schwer angeschlagene deutsche Wirtschaft.
Es sind genau solche Momente, in denen sich zeigt, wie fragil unser wohlstandsverwöhntes System tatsächlich ist. Papiergeld, Aktienkurse und Staatsanleihen können in geopolitischen Krisen binnen Stunden ins Wanken geraten. In Zeiten wie diesen erinnern sich kluge Anleger an das, was seit Jahrtausenden Bestand hat: physisches Gold und Silber. Edelmetalle kennen keine Kriegsparteien, keine bombardierten Kraftwerke und keine gesperrten Meerengen – sie sind der ruhende Anker im Sturm der Weltpolitik und eine sinnvolle Beimischung für ein krisenfestes, breit gestreutes Vermögen.
Ausblick
Ob Teheran diese Eskalationskarte tatsächlich ausspielt oder ob es sich um ein reines Drohszenario handelt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Welt bewegt sich auf des Messers Schneide. Und wer glaubt, Deutschland könne von einem solchen Konflikt unberührt bleiben, der irrt gewaltig.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Inhalte geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Für etwaige Verluste wird keine Haftung übernommen.

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