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01.02.2026
09:05 Uhr

Pulverfass Persischer Golf: USA warnen Iran vor Militärmanövern nahe amerikanischer Streitkräfte

Pulverfass Persischer Golf: USA warnen Iran vor Militärmanövern nahe amerikanischer Streitkräfte

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten erreichen einen neuen Siedepunkt. Während die Welt gebannt auf die Krisenherde in der Ukraine und im Gazastreifen blickt, braut sich an der Straße von Hormus ein Konflikt zusammen, der das Potenzial hat, die globale Energieversorgung ins Wanken zu bringen. Iran hat für dieses Wochenende Militärübungen mit scharfer Munition angekündigt – und Washington reagiert mit unmissverständlichen Drohungen.

Die Straße von Hormus: Nadelöhr der Weltwirtschaft

Man muss sich die Dimension vor Augen führen: Durch diese schmale Meerenge fließen täglich rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels. Ein einziger Zwischenfall, eine Fehlkalkulation, ein versehentlicher Schuss – und die ohnehin fragilen Energiemärkte könnten in Chaos versinken. Die iranische Marine hat bereits am Donnerstag eine Warnung an alle Schiffe in der Region herausgegeben, dass ab dem Wochenende mit Übungen unter Einsatz scharfer Munition zu rechnen sei.

Das US-Zentralkommando CENTCOM ließ nicht lange auf sich warten und formulierte eine Antwort, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Man werde keinerlei unsicheres Verhalten tolerieren, das amerikanische Streitkräfte gefährde. Konkret nannte das Pentagon Überflüge amerikanischer Militärschiffe während Flugoperationen, Tiefflüge bewaffneter Einheiten bei unklaren Absichten sowie Hochgeschwindigkeitsanfahrten von Schnellbooten auf Kollisionskurs.

Massive Aufrüstung im Persischen Golf

Die amerikanische Militärpräsenz in der Region wächst derweil beständig. Am Freitag machte der Zerstörer USS Delbert D. Black im israelischen Eilat fest – einer von mittlerweile sechs US-Zerstörern im Nahen Osten. Hinzu kommen ein Flugzeugträger und drei weitere Kampfschiffe. Diese Machtdemonstration ist kein Zufall, sondern eine klare Botschaft an Teheran.

„US-Streitkräfte erkennen Irans Recht an, professionell in internationalen Gewässern und im internationalen Luftraum zu operieren. Jedes unsichere und unprofessionelle Verhalten in der Nähe von US-Streitkräften, regionalen Partnern oder Handelsschiffen erhöht jedoch das Risiko von Kollisionen, Eskalation und Destabilisierung."

China und Russland stellen sich demonstrativ an Irans Seite

Doch Washington ist nicht der einzige Akteur, der seine Muskeln spielen lässt. In einer bemerkenswerten Demonstration der Solidarität haben China und Russland eigene Marinekräfte in die Region entsandt. Mehrere moderne chinesische Zerstörer befinden sich auf dem Weg in iranische Gewässer, um an gemeinsamen Manövern der drei Staaten teilzunehmen. Die Botschaft an Washington könnte kaum deutlicher sein: Iran steht nicht allein.

Was diese Entwicklung besonders brisant macht, ist der jüngst unterzeichnete strategische Pakt zwischen Iran, China und Russland. Staatliche Medien in Teheran, Peking und Moskau beschreiben dieses Abkommen als Grundstein für eine neue multipolare Weltordnung. Die drei Mächte haben ihre Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren systematisch vertieft – von einem 20-jährigen Partnerschaftsvertrag zwischen Iran und Russland bis hin zu einem 25-jährigen Kooperationsabkommen zwischen Iran und China.

Die Risiken einer militärischen Konfrontation

Was das Weiße Haus bei all seinen Planungen bedenken sollte: Ein militärisches Vorgehen gegen den Iran wäre um ein Vielfaches komplexer als etwa eine begrenzte Operation in Venezuela. Das Potenzial für massive Vergeltungsschläge und unbeabsichtigte Eskalationen ist im Falle der Islamischen Republik erheblich größer. Die Straße von Hormus könnte binnen Stunden zum Schauplatz eines Konflikts werden, dessen Auswirkungen weit über den Nahen Osten hinausreichen würden.

Für Anleger bedeutet diese Entwicklung einmal mehr, dass geopolitische Risiken nicht unterschätzt werden dürfen. In Zeiten derartiger Unsicherheit erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber traditionell als verlässlicher Wertspeicher und Krisenwährung – eine Beimischung, die in keinem ausgewogenen Portfolio fehlen sollte.

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