
Pulverfass Naher Osten: Iran droht mit dem großen Blackout am Golf – Öl explodiert
Der Nahe Osten steht in Flammen, und die Welt schaut wie gebannt auf eine Region, in der jeder Funke einen Flächenbrand von globalem Ausmaß entfachen könnte. Was sich derzeit zwischen Washington und Teheran abspielt, gleicht einem gefährlichen Pokerspiel, bei dem beide Seiten mit immer höheren Einsätzen jonglieren – und die Weltwirtschaft steht als Zuschauer daneben, die Hand am Herzen und das Auge auf dem Ölpreis.
Trumps Ultimatum: Brücke gegen Schiff
US-Präsident Donald Trump hat über seine Plattform Truth Social eine Drohung ausgesprochen, die an Deutlichkeit kaum zu überbieten ist. Nach jedem iranischen Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormus werde das amerikanische Militär eine Brücke oder ein Kraftwerk zerstören – ausdrücklich auch in Teheran selbst. Ein Auge um ein Auge, eine Brücke um ein Schiff. Die Pentagon-Strategen rechtfertigen diese Angriffe damit, dass Brücken schließlich auch militärisch genutzt würden. Internationale Beobachter hingegen warnen unmissverständlich vor Kriegsverbrechen.
Doch wer geglaubt hätte, dass Teheran vor solchen Worten in Deckung geht, kennt die Iraner schlecht. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten – und sie hatte es in sich.
Iran kontert: „Wir drehen euch das Licht ab"
Ein hochrangiger Kommandeur der Revolutionsgarden (IRGC), Mousavi, verkündete laut der halboffiziellen Nachrichtenagentur Tasnim eine Drohung, die den Verbündeten Amerikas am Golf das Blut in den Adern gefrieren lassen dürfte. Sollten die USA eine iranische Brücke oder ein Kraftwerk angreifen, werde man die Energieversorgung der amerikanischen Golf-Alliierten kappen.
„Wenn die Amerikaner eine iranische Brücke oder ein Kraftwerk ins Visier nehmen, wird der Iran mit Angriffen auf Infrastruktur und Brücken in der gesamten Region antworten – einschließlich Energieanlagen, an denen die Vereinigten Staaten Interessen haben."
Man sei überzeugt davon, so der Kommandeur weiter, dass die Amerikaner nach den vergangenen zehn Tagen inzwischen begriffen haben müssten, dass der Iran zuschlage, wo immer er es beschließe. Ein solches Glücksspiel Trumps werde einmal mehr in dessen Blamage enden, hieß es sinngemäß aus Teheran.
Der Öltanker als Kriegsziel
Die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen haben unterdessen eine neue Front eröffnet. Sie erklärten, zwei saudische Tanker im Roten Meer mit Raketen und Drohnen angegriffen zu haben – die Schiffe „Encelia" und „Layla". Die britische Behörde UK Maritime Trade Operations bestätigte, dass ein Schiff südwestlich der saudischen Küste getroffen worden sei und in Brand geraten war. Die Folge an den Märkten: Brent-Öl schoss über die Marke von 95 Dollar.
Wenn die Straße von Hormus zur Achillesferse wird
Man muss sich die Dimension vor Augen führen. Durch die Straße von Hormus fließt ein beträchtlicher Teil des weltweit gehandelten Öls. Jede Eskalation an dieser Nadelöhr-Passage lässt die Energiepreise in die Höhe schnellen – und trifft am Ende auch den deutschen Bürger, der ohnehin schon unter explodierenden Energiekosten und einer politisch verordneten Deindustrialisierung ächzt. Während die Ideologen in Berlin von Klimaneutralität bis 2045 träumen, könnte ein einziger Raketeneinschlag im Persischen Golf die Tankrechnung und die Heizkostenabrechnung ins Unermessliche treiben.
Nukleare Verdächtigungen und amerikanische Kraftmeierei
Zusätzlich brodelt es um den sogenannten „Pickaxe Mountain", eine schwer befestigte Anlage, die Trump „ziemlich bald und sehr heftig" bombardieren lassen will. Teheran weist die Vorwürfe rundweg zurück. Außenministeriumssprecher Baghaei bezeichnete die amerikanische Fixierung als „fabrizierten Vorwand" für Aggression und Sabotage. Sämtliche nuklearen Aktivitäten seien der Internationalen Atomenergiebehörde vollständig gemeldet worden.
Pikant: Selbst innerhalb Trumps eigenem Lager mehren sich Stimmen, die fragen, warum der amerikanische Oberbefehlshaber seine militärischen Absichten derart leichtfertig über soziale Medien ausposaunt und damit dem Pentagon jeden operativen Überraschungsvorteil nimmt.
Amerikanische Soldaten im Fadenkreuz
Besonders brisant: US-Truppen in Jordanien scheinen zur Zielscheibe iranischer Raketen geworden zu sein. Bereits mehrere amerikanische Soldaten seien in der vergangenen Woche ums Leben gekommen. Der Eindruck unter den Soldaten sei, dass der Iran nun gezielt Menschen statt bloßer Infrastruktur angreife. Die Basis Tower 22 wurde nach Angriffen evakuiert.
Was das für uns bedeutet
Während Politiker in aller Welt martialische Reden schwingen und mit Brücken, Kraftwerken und Menschenleben spielen, bleibt für den Anleger nur eine nüchterne Erkenntnis: In Zeiten geopolitischer Verwerfungen zeigt sich einmal mehr, welche Werte wirklich Bestand haben. Papiergeld, Aktienkurse und ETF-Fantasien können in einer einzigen Nacht zerplatzen, wenn Raketen fliegen und Ölmärkte kollabieren. Gold und Silber hingegen kennen keine Landesgrenzen, keine Sanktionen und keine politischen Launen. Physische Edelmetalle haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie in Krisenzeiten das sind, was sie sein sollen: ein Fels in der Brandung.
Als sinnvolle Beimischung eines breit gestreuten und krisenfesten Vermögens sind physische Edelmetalle daher gerade in solchen Zeiten der Unsicherheit eine Überlegung wert – ganz ohne das Gegenparteirisiko, das digitalen und papierbasierten Anlagen anhaftet.
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