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17.03.2026
13:58 Uhr

Politisches Erdbeben: Grüne überholen SPD, FDP verschwindet in der Bedeutungslosigkeit

Politisches Erdbeben: Grüne überholen SPD, FDP verschwindet in der Bedeutungslosigkeit

Die jüngste Forsa-Sonntagsfrage offenbart tektonische Verschiebungen in der deutschen Parteienlandschaft – und sie zeichnet ein Bild, das nachdenklich stimmen sollte. Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg klettern die Grünen auf 15 Prozent und verdrängen damit die einst stolze Sozialdemokratie auf den vierten Platz. Die SPD, jene Partei, die sich als Volkspartei versteht und derzeit als Juniorpartner in der Großen Koalition mitregiert, kommt nur noch auf klägliche zwölf Prozent. Ein Absturz, der seinesgleichen sucht.

Die SPD im freien Fall – ein historisches Desaster

Zwölf Prozent. Man muss diese Zahl einen Moment wirken lassen. Um vergleichbar desaströse Werte für die Sozialdemokraten zu finden, muss man bis in den Februar 2020 zurückblicken – in die Zeit vor den Corona-Maßnahmen, als die Partei bereits am Boden lag. Dass eine Regierungspartei, die mit Vizekanzler Lars Klingbeil an der Seite von Friedrich Merz die Geschicke des Landes lenken soll, derart abstürzt, wirft fundamentale Fragen auf. Was genau bietet die SPD dem deutschen Bürger noch? Welches Profil hat diese Partei jenseits des bloßen Machterhalts?

Die Antwort scheint ernüchternd: keines. Die Sozialdemokraten haben sich in den vergangenen Jahren systematisch von ihrer Kernklientel entfremdet. Statt sich um die Sorgen der arbeitenden Bevölkerung zu kümmern – steigende Lebenshaltungskosten, explodierende Energiepreise, eine marode Infrastruktur –, verlor man sich in identitätspolitischen Debatten und ideologischen Grabenkämpfen. Das Ergebnis liegt nun schwarz auf weiß vor.

Grüner Höhenflug dank Özdemir-Effekt

Die Grünen hingegen feiern sich. Mit einem Zugewinn von drei Prozentpunkten erreichen sie den höchsten Forsa-Wert seit der Bundestagswahl. Als Hauptgrund gilt der sogenannte Özdemir-Effekt: Der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister und Grünen-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg habe die Partei bei der dortigen Landtagswahl zum Sieg bei den Zweitstimmen geführt. Laut dem Meinungsforschungsinstitut INSA rangiere Özdemir in der Beliebtheitsskala auf dem zweiten Platz – nur noch hinter Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius.

Dass ausgerechnet die Grünen, deren Politik maßgeblich zur Deindustrialisierung Deutschlands beigetragen hat, deren Heizungsgesetz Millionen Eigenheimbesitzer in Angst und Schrecken versetzte und deren ideologiegetriebene Energiewende die Strompreise in astronomische Höhen trieb, nun wieder Aufwind erfahren – das ist ein Phänomen, das man nur mit dem kurzen Gedächtnis der Wählerschaft erklären kann. Ein einziger charismatischer Kandidat reicht offenbar aus, um die Verfehlungen einer ganzen Partei vergessen zu machen.

Die FDP: Vom Parlament in die Unsichtbarkeit

Besonders bemerkenswert ist indes das Schicksal der FDP. Erstmals wird die einstige Partei der Freien Demokraten in der Forsa-Erhebung nicht einmal mehr gesondert ausgewiesen. Sie verschwindet schlicht in der Kategorie „Sonstige". Nach dem Rauswurf aus dem Bundestag bei der vorgezogenen Neuwahl im Februar 2025, nach dem Verlust des Landtagssitzes in Baden-Württemberg – die FDP ist politisch praktisch tot. Christian Lindners liberales Projekt, das einst mit dem Versprechen fiskalischer Vernunft und wirtschaftlicher Freiheit antrat, endet in der parlamentarischen Bedeutungslosigkeit. Ein Lehrstück darüber, was passiert, wenn eine Partei ihre Grundsätze verrät und am Ende zwischen allen Stühlen sitzt.

Union baut Vorsprung aus – doch reicht das?

Die CDU/CSU kann sich derweil etwas Luft verschaffen. Mit 27 Prozent liegt die Union nun vier Punkte vor der AfD, die bei 23 Prozent steht. Einen solchen Abstand habe Forsa zuletzt im Juli gemessen. Doch ob Bundeskanzler Friedrich Merz daraus Zuversicht schöpfen sollte, darf bezweifelt werden. 27 Prozent für eine regierende Volkspartei – das ist kein Triumph, das ist bestenfalls Schadensbegrenzung.

Zumal die INSA-Erhebung ein deutlich anderes Bild zeichnet: Dort liegt die AfD mit 26 Prozent sogar knapp vor der Union mit 25,5 Prozent. Die SPD behauptet bei INSA immerhin noch 15 Prozent, die Grünen kommen auf zwölf, die Linke auf 10,5 Prozent. Die Diskrepanz zwischen den Instituten zeigt einmal mehr, wie volatil und unberechenbar die politische Stimmung in Deutschland geworden ist.

Die Linke als schlafender Riese?

Fast unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit hat sich die Linkspartei bei Forsa auf elf Prozent stabilisiert – nur einen einzigen Prozentpunkt hinter der SPD. In Baden-Württemberg sei die Partei zwar knapp am Einzug in den Landtag gescheitert, doch auf Bundesebene scheint sie sich als feste Größe etabliert zu haben. Das BSW von Sahra Wagenknecht dümpelt hingegen bei drei beziehungsweise 3,5 Prozent und würde den Einzug in den Bundestag klar verfehlen.

Was diese Zahlen wirklich bedeuten

Die aktuelle Sonntagsfrage ist mehr als eine Momentaufnahme. Sie ist ein Seismograph für den Zustand unserer Demokratie. Eine Regierungskoalition, deren beide Partner zusammen gerade einmal auf 39 Prozent kommen. Eine Opposition, die zersplittert ist wie nie zuvor. Und eine Bevölkerung, die offensichtlich das Vertrauen in die etablierte Politik verloren hat – zu Recht, möchte man hinzufügen.

Denn was hat die Große Koalition bislang geliefert? Ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das nichts anderes ist als ein gigantischer Schuldenberg, den kommende Generationen abtragen müssen. Eine Inflation, die den Mittelstand auffrisst. Eine Migrationspolitik, die nach wie vor keine echten Lösungen bietet, während die Kriminalitätsstatistiken neue Rekorde verzeichnen. Und ein Kanzler Merz, der im Wahlkampf versprach, keine neuen Schulden zu machen – nur um dann das größte Schuldenpaket der deutschen Nachkriegsgeschichte zu schnüren.

Die Bürger spüren diese Diskrepanz zwischen Versprechen und Realität. Sie reagieren mit Frustration, mit Abwendung von den Volksparteien, mit der Hinwendung zu politischen Rändern. Ob das die richtige Antwort ist, sei dahingestellt. Dass es eine verständliche Reaktion auf jahrelange politische Enttäuschungen ist, steht außer Frage. Deutschland braucht dringend eine politische Erneuerung – nicht in Form neuer Parteien, sondern in Form von Politikern, die endlich wieder die Interessen der eigenen Bevölkerung in den Mittelpunkt stellen, statt sich in ideologischen Luftschlössern zu verlieren.

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