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Kettner Edelmetalle
12.02.2026
11:50 Uhr

Pekings Milch-Poker: China drückt EU-Bauern mit Fünf-Jahres-Zöllen an die Wand

Der Handelskrieg zwischen China und der Europäischen Union geht in die nächste Runde – und diesmal trifft es die europäischen Milchbauern mit voller Wucht. Peking hat am Donnerstag verkündet, die bislang vorläufigen Zölle auf Milchprodukte aus der EU für ganze fünf Jahre zu verlängern. Zwar wurden die Sätze im Vergleich zu den ursprünglichen Strafzöllen deutlich gesenkt, doch von Entwarnung kann keine Rede sein.

Gesenkt, aber nicht aufgehoben

Ab dem 13. Februar gelten Aufschläge zwischen 7,4 und 11,7 Prozent auf eine breite Palette europäischer Milcherzeugnisse. Betroffen seien unter anderem Frisch- und Schmelzkäse, Blauschimmelkäse sowie verschiedene Milch- und Sahnesorten, wie das chinesische Handelsministerium mitteilte. Im Dezember hatte Peking zunächst vorläufige Zölle in einer Bandbreite von 21,9 bis 42,7 Prozent festgesetzt – die neuen Sätze wirken dagegen fast moderat. Doch der Schein trügt. Denn was auf den ersten Blick wie ein Entgegenkommen aussieht, ist in Wahrheit eine langfristige Belastung für europäische Exporteure.

Fünf Jahre. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Fünf Jahre lang werden europäische Milchprodukte auf dem chinesischen Markt künstlich verteuert – und das in einer Zeit, in der die ohnehin gebeutelte europäische Landwirtschaft jeden Absatzmarkt dringend benötigt.

Dumping-Vorwurf als Waffe im Handelspoker

Peking begründet die Maßnahmen mit dem Vorwurf des Dumpings durch staatliche Subventionen. „Bestimmte Milchprodukte aus der EU wurden subventioniert, was der Milchwirtschaft in China erheblichen Schaden zugefügt hat", erklärte das Handelsministerium. Unter Dumping versteht man in der Regel den Verkauf von Gütern auf einem ausländischen Markt zu Preisen unterhalb der Herstellungskosten – ein Vorwurf, den China geschickt als Hebel im größeren geopolitischen Kräftemessen einsetzt.

Die entsprechende Anti-Dumping-Untersuchung hatte Peking bereits im August 2024 eingeleitet. Wer glaubt, es handele sich dabei um einen isolierten Vorgang, der irrt gewaltig. Denn China fährt eine systematische Strategie: Ähnliche Untersuchungen und Zölle wurden auch gegen europäisches Schweinefleisch verhängt, wo im Dezember ebenfalls langfristige Zollsätze festgelegt wurden. Auch Weinbrand – insbesondere Cognac und Brandy – geriet ins Fadenkreuz der chinesischen Handelsbehörden.

Vergeltung für EU-Zölle auf E-Autos

Der eigentliche Hintergrund dieser Maßnahmen ist freilich ein anderer. Peking reagiert damit auf die Zusatzzölle, die Brüssel auf chinesische Elektroautos erhoben hat. Es ist das klassische Spiel der Vergeltung: Die EU bestraft chinesische E-Auto-Hersteller, und China schlägt dort zurück, wo es Europa besonders wehtut – bei der Landwirtschaft. Ein perfides Kalkül, das vor allem die ländlichen Regionen Europas trifft, jene Gegenden also, die ohnehin unter dem Strukturwandel und der ideologiegetriebenen Agrarpolitik aus Brüssel leiden.

Immerhin gab es bei den E-Autos zuletzt eine gewisse Annäherung. Die EU hatte im Januar erklärt, dass chinesische Elektroautohersteller Mindestimportpreise festlegen könnten, um Strafzölle zu vermeiden. Peking begrüßte dies als „sanfte Landung". Auch beim Weinbrand einigte man sich auf Mindestpreise. Doch ob diese fragilen Kompromisse in einem Umfeld halten, in dem die USA unter Präsident Trump mit 20-Prozent-Zöllen auf EU-Importe und 34 Prozent auf chinesische Waren den globalen Handel zusätzlich unter Druck setzen, darf bezweifelt werden.

Europa zwischen den Fronten

Die europäische Wirtschaft – und insbesondere die deutsche – befindet sich damit in einer zunehmend prekären Lage. Eingeklemmt zwischen amerikanischen Strafzöllen und chinesischen Vergeltungsmaßnahmen, fehlt es an einer klaren strategischen Linie aus Brüssel. Statt sich auf die Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit zu konzentrieren, verliert sich die EU in bürokratischen Regulierungswellen und klimapolitischen Träumereien, die den europäischen Produzenten das Leben zusätzlich schwer machen.

Für die deutschen Milchbauern, die bereits unter steigenden Energiekosten, überbordender Bürokratie und einer zunehmend weltfremden Agrarpolitik ächzen, sind die chinesischen Zölle ein weiterer Schlag ins Kontor. Es wäre an der Zeit, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hier klare Kante zeigt und sich für die Interessen der heimischen Landwirtschaft einsetzt – statt sich in ideologischen Grabenkämpfen zu verlieren.

In Zeiten derart unberechenbarer Handelskonflikte und geopolitischer Verwerfungen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es für Anleger ist, auf bewährte Werte zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als krisenfester Anker bewährt – unabhängig davon, welche Zölle gerade erhoben oder welche Handelsabkommen gerade zerbrechen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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