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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
07:01 Uhr

Peking zieht die Daumenschrauben an: China fährt Engagement in US-Staatsanleihen herunter

Was sich seit Jahren als leises Grollen am Horizont der Weltfinanzmärkte abzeichnete, nimmt nun konkretere Formen an: Chinesische Aufsichtsbehörden sollen Banken des Landes angewiesen haben, ihr Engagement in US-Staatsanleihen zu begrenzen. Eine Nachricht, die in Washington für nervöses Räuspern sorgen dürfte – und die einmal mehr die Frage aufwirft, wie lange das schuldenfinanzierte Kartenhaus der amerikanischen Fiskalpolitik noch Bestand haben kann.

Ein stiller Rückzug mit Signalwirkung

Laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Fortune hätten chinesische Regulierungsbehörden ihre heimischen Banken dazu aufgefordert, das Exposure gegenüber amerikanischen Schuldtiteln zurückzufahren. Analysten weisen zwar darauf hin, dass China allein nicht die Macht besitze, den gigantischen US-Anleihemarkt ernsthaft ins Wanken zu bringen. Doch die Symbolik dieser Maßnahme ist kaum zu überschätzen. Sie fügt sich nahtlos in einen breiteren Trend unter den BRICS-Staaten ein, die ihre Bestände an US-Anleihen schrittweise reduzieren oder zumindest nicht mehr verlängern.

Die Zahlen des US-Finanzministeriums sprechen eine deutliche Sprache: Brasilien und Indien haben ihre Bestände an amerikanischen Staatsanleihen im vergangenen Jahr bereits verringert. Chinas Engagement erreichte Mitte 2025 seinen Höhepunkt und ist seither leicht rückläufig. Man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um zu erkennen, dass hier ein tektonischer Wandel im Gange ist – langsam, aber stetig.

Geopolitisches Kalkül oder nüchterne Portfoliostrategie?

Ökonomen betonen, dass die Beweggründe hinter diesem Rückzug vielschichtig seien. Es handele sich um eine Mischung aus Währungsmanagement, geopolitischen Überlegungen und schlichter Portfoliodiversifizierung – nicht zwingend um den Versuch, Washington unter Druck zu setzen. Doch wer glaubt, dass Pekings Entscheidungen in einem Vakuum getroffen werden, der hat die Dynamik der zweiten Amtszeit Donald Trumps nicht verstanden.

Mit seinen massiven Zollerhöhungen von 34 Prozent auf chinesische Importe hat Trump den Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt auf ein neues Eskalationsniveau gehoben. Dass China in diesem Umfeld beginnt, seine finanzielle Abhängigkeit von US-Schuldtiteln zu reduzieren, erscheint weniger als ökonomische Feinsteuerung denn als strategische Neuausrichtung. Wer seinem Gegner Milliarden leiht, während dieser einem gleichzeitig Zollmauern vor die Nase setzt, handelt nicht rational – und Peking ist vieles, aber nicht irrational.

Kein Ausverkauf, aber eine schleichende Erosion

Experten betonen gleichwohl, dass von einer regelrechten Kapitalflucht aus US-Anlagen keine Rede sein könne. Ausländische Investoren würden ihr Engagement in der amerikanischen Wirtschaft grundsätzlich aufrechterhalten, dabei jedoch zunehmend ihre Absicherungen gegen das Dollar-Risiko verstärken. Das Ergebnis könnte ein schwächerer Dollar sein – ohne dass es zu einem dramatischen Ausverkauf von Staatsanleihen kommen müsste. Eine schleichende Erosion statt eines plötzlichen Kollapses also.

Für den aufmerksamen Beobachter ist dies freilich kaum beruhigend. Denn was wir hier erleben, ist nichts Geringeres als die langsame Demontage des Dollar-Privilegs, das den Vereinigten Staaten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erlaubt hat, über ihre Verhältnisse zu leben. Wenn selbst die größten Gläubigernationen beginnen, sich leise aus dem Schuldturm zurückzuziehen, dann sollte das jeden Anleger aufhorchen lassen.

Was bedeutet das für deutsche Anleger?

Die Entwicklung hat auch für Europa und insbesondere für Deutschland erhebliche Implikationen. Ein schwächerer Dollar könnte zwar kurzfristig europäische Exporte verteuern, doch langfristig stellt sich die fundamentale Frage nach der Stabilität des gesamten westlichen Finanzsystems. Deutschland, das unter der neuen Großen Koalition von Friedrich Merz gerade ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen – man könnte auch ehrlich „Sonderschulden" sagen – auf den Weg gebracht hat, ist selbst alles andere als ein Hort fiskalischer Vernunft.

In einer Welt, in der die größten Volkswirtschaften um die Wette Schulden machen und gleichzeitig das Vertrauen in die Leitwährung Dollar bröckelt, gewinnt ein Anlagegut an Bedeutung, das seit Jahrtausenden als ultimativer Wertspeicher dient: physisches Gold. Es ist kein Zufall, dass Zentralbanken weltweit – allen voran die chinesische – ihre Goldreserven in den vergangenen Jahren massiv aufgestockt haben. Während Papierwährungen kommen und gehen, bleibt Gold. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, tut gut daran, physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit diversifizierten Portfolios zu betrachten.

Die Geschichte lehrt uns: Imperien, die ihre Währung entwerten und ihre Schulden ins Unermessliche treiben, enden stets gleich. Nur Gold übersteht jeden Sturm.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eine eigenständige Recherche durchführen sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

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