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Kettner Edelmetalle
09.03.2026
05:25 Uhr

Ölpreis rast auf 120 Dollar: Der Iran-Krieg erschüttert die Weltwirtschaft – und Deutschland zahlt die Zeche

Ölpreis rast auf 120 Dollar: Der Iran-Krieg erschüttert die Weltwirtschaft – und Deutschland zahlt die Zeche

Was sich seit Wochen abzeichnete, ist nun bittere Realität geworden: Der Brent-Rohölpreis schoss am Montag zeitweise um unfassbare 28 Prozent auf 119,46 Dollar pro Barrel – der stärkste Intraday-Anstieg seit April 2020. Die amerikanische Sorte West Texas Intermediate legte sogar um 31 Prozent zu. Die Gründe liegen auf der Hand: Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran eskaliert weiter, die strategisch bedeutsame Straße von Hormus ist faktisch blockiert, und die großen Golfstaaten drosseln ihre Förderung. Ein perfekter Sturm für die Energiemärkte – und ein Albtraum für Verbraucher weltweit.

Die Straße von Hormus: Nadelöhr der Weltwirtschaft steht still

Durch die enge Meerenge zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel fließt normalerweise etwa ein Fünftel des gesamten weltweiten Ölhandels. Dass diese Lebensader des globalen Energiemarktes nun praktisch geschlossen ist, hat Konsequenzen von historischer Tragweite. Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate haben bereits damit begonnen, ihre Förderung herunterzufahren, weil sich die Lagerbestände aufgrund der Blockade rasant füllen. Auch der Irak fährt Produktionsanlagen herunter. Man stelle sich das vor: Die Tanker können schlicht nicht mehr beladen werden, das Öl staut sich – und die Preise explodieren.

Analysten der Investmentbank JPMorgan Chase warnen, dass die Produktionsausfälle im Nahen Osten bis Ende der kommenden Woche auf mehr als vier Millionen Barrel pro Tag ansteigen könnten. Die Region steht für rund ein Drittel der weltweiten Ölproduktion. Wer angesichts dieser Zahlen noch von einer vorübergehenden Störung spricht, hat die Dimension dieser Krise nicht begriffen.

Trump spielt mit dem Feuer – und die Welt brennt

US-Präsident Donald Trump, der den Konflikt maßgeblich vorantreibt, kommentierte den Preisanstieg auf seiner Plattform Truth Social mit bemerkenswerter Nonchalance. Kurzfristige Preisschwankungen seien ein „sehr kleiner Preis", den die Welt für den Frieden zahlen müsse. Die Ölpreise würden schnell wieder sinken, „sobald die Zerstörung der iranischen Nuklearbedrohung beendet ist". Eine Aussage, die in ihrer Kühnheit kaum zu überbieten ist – denn wann genau dieser Zeitpunkt kommen soll, vermag niemand zu sagen.

Mehr noch: Trump kündigte an, die USA würden auch Angriffe auf Gebiete und Personengruppen im Iran in Betracht ziehen, die bislang nicht als Ziele galten. Eine Eskalationsspirale, die mittlerweile mehr als ein Dutzend Länder in den Konflikt hineingezogen hat. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian erklärte seinerseits, sein Land werde nicht nachgeben. Und mit der Ernennung des Sohnes des verstorbenen Ayatollah Ali Khamenei zum neuen Obersten Führer dürfte sich an der Hardliner-Position Teherans wenig ändern. Das Korps der Islamischen Revolutionsgarden schwor dem neuen Führer sofort Loyalität.

Angriffe auf saudische Energieinfrastruktur

Dass die Lage noch deutlich schlimmer werden könnte, zeigen die jüngsten Drohnenangriffe auf das saudische Shaybah-Ölfeld mit einer Kapazität von einer Million Barrel pro Tag. Saudi-Arabien konnte die Drohnen zwar abfangen, musste aber bereits den Betrieb seiner größten Raffinerie Ras Tanura vorübergehend einstellen. Das Königreich versucht nun verzweifelt, Öl über seine Häfen am Roten Meer zu exportieren – ein logistischer Kraftakt, der die Blockade der Straße von Hormus nur teilweise kompensieren kann.

Die Inflationswelle rollt – Deutschland besonders verwundbar

Die Auswirkungen auf die globale Wirtschaft sind bereits jetzt dramatisch. In den USA sind die Benzinpreise auf den höchsten Stand seit August 2024 gestiegen. China hat seine größten Raffinerien angewiesen, die Exporte von Diesel und Benzin auszusetzen. Südkorea prüft erstmals seit 30 Jahren die Einführung einer staatlichen Obergrenze für Ölpreise. Und Deutschland? Das Land, das sich unter der Vorgängerregierung systematisch von günstiger russischer Energie abgekoppelt hat, steht nun vor dem nächsten Energieschock.

Für die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft kommt dieser Ölpreisanstieg zur denkbar ungünstigsten Zeit. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat gerade erst ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen auf den Weg gebracht, das die Staatsschulden weiter in die Höhe treibt. Wenn nun auch noch eine neue Inflationswelle durch explodierende Energiepreise über das Land hereinbricht, dürfte die Europäische Zentralbank gezwungen sein, ihre Zinspolitik erneut zu verschärfen. Die Leidtragenden sind wie immer die deutschen Bürger und der Mittelstand.

Ein technisches Warnsignal, das Händler aufhorchen lässt

Besonders alarmierend ist ein technischer Indikator, der die Anspannung am Markt unmissverständlich widerspiegelt: Die sogenannte „Prompt Spread" bei Brent-Kontrakten – also die Preisdifferenz zwischen den beiden nächstfälligen Futures – weitete sich auf über 9,63 Dollar pro Barrel aus. Vor einem Monat lag dieser Abstand noch bei lediglich 62 Cent. Diese extreme Backwardation signalisiert eine akute Angebotsknappheit, wie sie der Markt seit Jahren nicht erlebt hat.

„Die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar könnte nur ein kurzfristiges Ziel auf dem Weg zu noch höheren Ölpreisen sein, wenn der Konflikt weiter andauert", warnte Andy Lipow von Lipow Oil Associates. Eine Einschätzung, die angesichts der geopolitischen Lage alles andere als übertrieben erscheint.

Gold und Edelmetalle: Der sichere Hafen in stürmischen Zeiten

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Vermögenssicherung unverzichtbar sind. Während Aktienmärkte unter dem Doppelschlag aus Kriegsangst und Inflationssorgen ächzen, während Anleihen durch steigende Zinsen an Wert verlieren und Immobilien unter der Zinslast stöhnen, bleibt Gold das, was es seit Jahrtausenden ist: ein Anker der Stabilität. Wer sein Vermögen nicht den Launen geopolitischer Hasardeure ausliefern möchte, tut gut daran, physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios zu betrachten.

Die aktuelle Krise ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Welt fragiler ist, als viele wahrhaben wollen. Und dass diejenigen, die rechtzeitig vorgesorgt haben, am Ende besser dastehen als jene, die blind auf die Versprechen von Politikern vertrauten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener gründlicher Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Finanzberaters getroffen werden. Für Verluste, die aus der Nutzung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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