
Öffentlich-rechtlicher Journalist diffamiert kritisches Nachrichtenportal als „Waffe der Demokratiefeinde"

Es ist ein Schauspiel, das man mittlerweile fast schon gewohnt ist: Ein Journalist des öffentlich-rechtlichen Rundfunks greift ein unabhängiges Nachrichtenportal mit scharfen Worten an und bedient sich dabei einer Rhetorik, die an dunkelste Zeiten deutscher Geschichte erinnert. Der WDR-Journalist Jürgen Döschner hat das Nachrichtenportal Nius auf der Plattform Bluesky als „Waffe" bezeichnet, die von „Feinden des Journalismus und der Demokratie" geschaffen worden sei.
Die Arroganz der Zwangsgebührenfinanzierten
Man muss sich diese Aussage auf der Zunge zergehen lassen: Ein Mann, dessen Gehalt durch Zwangsabgaben der deutschen Bürger finanziert wird, maßt sich an, ein privat finanziertes Medium als „Waffe gegen die Demokratie" zu brandmarken. Döschner schrieb wörtlich: „#NIUS ist kein Medium. NIUS ist eine Waffe – geschaffen und in den Händen von Feinden des Journalismus und der Demokratie. So sollte man sie auch behandeln."
Diese Wortwahl ist nicht nur maßlos überzogen, sie offenbart auch ein erschreckendes Demokratieverständnis. Denn was bedeutet es eigentlich, wenn ein öffentlich-rechtlicher Journalist fordert, ein kritisches Medium solle man „so behandeln"? Welche Behandlung schwebt ihm vor? Die Geschichte lehrt uns, wohin solche Entmenschlichung von Andersdenkenden führen kann.
Der fragwürdige Kronzeuge: Der Volksverpetzer
Besonders pikant ist der Kontext, in dem Döschner seine Attacke ritt. Er kommentierte einen Beitrag des Accounts „Der Volksverpetzer", der behauptete, Nius werde nur durch einen Multimillionär mit Lobbykontakten zur CDU finanziert und diene primär der „Manipulation von CDU-Abgeordneten". Belege für diese schwerwiegenden Anschuldigungen? Fehlanzeige. Aber wer braucht schon Beweise, wenn die eigene Gesinnung als ausreichende Legitimation gilt?
Es ist bezeichnend, dass sich ein Journalist des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ausgerechnet auf solche Quellen stützt, um seine Angriffe zu untermauern. Von journalistischer Sorgfaltspflicht, von der Überprüfung von Behauptungen, von der Trennung von Meinung und Nachricht – davon scheint Döschner wenig zu halten.
Ein Muster der Entgleisung
Wer nun glaubt, es handle sich um einen einmaligen Ausrutscher, der irrt gewaltig. Döschner hat eine bemerkenswerte Geschichte fragwürdiger Äußerungen vorzuweisen. So bezeichnete er die Journalistin Julia Ruhs als „mittelmäßige Journalistin, die ihre rechte Gesinnung zur rechten Zeit zu verkarten versteht". Ruhs hatte das ARD-Format „Klar" moderiert, das es wagte, Themen wie Migration und Kriminalität kritisch zu beleuchten – offenbar ein unverzeihliches Vergehen in den Augen mancher ÖRR-Kollegen.
Doch der eigentliche Tiefpunkt in Döschners Karriere liegt bereits einige Jahre zurück. Im Jahr 2017 schrieb er im Kontext der Diesel-Affäre auf Twitter: „Wo drastische Taten fehlen, müssen wenigstens drastische Worte her: Deutsche Automafia vergast jedes Jahr 10.000 Unschuldige."
„Deutsche Automafia vergast jedes Jahr 10.000 Unschuldige."
Die Empörung war groß, und das zu Recht. Eine solche Wortwahl, die eine direkte Analogie zum Holocaust herstellt, ist nicht nur geschmacklos, sondern eine Verhöhnung der Millionen Opfer des nationalsozialistischen Völkermords. Döschners spätere Verteidigung, „vergasen" stehe laut Duden für „Töten durch Giftgas", machte die Sache nicht besser – sie offenbarte vielmehr eine erschreckende historische Unsensibilität.
Die Doppelmoral des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Was sagt es über den Zustand des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus, wenn solche Journalisten weiterhin beschäftigt werden und ungehindert ihre Meinung als vermeintliche Wahrheit verbreiten können? Während kritische Stimmen wie Julia Ruhs aus dem ÖRR gedrängt werden, nachdem „Hunderte Mitarbeitende" ihre Sendung kritisierten, dürfen Journalisten wie Döschner weiterhin ungestört agieren.
Diese Doppelmoral ist symptomatisch für ein System, das sich selbst als Hüter der Demokratie inszeniert, während es gleichzeitig jeden mundtot machen möchte, der eine abweichende Meinung vertritt. Döschner selbst behauptet, die „größte Bedrohung" für Meinungsfreiheit und Vielfalt im ÖRR komme von „Rechtsaußen" und „Rechtsinnen". Dabei übersieht er geflissentlich, dass es gerade Leute wie er sind, die durch ihre Diffamierungen und Ausgrenzungsversuche die Meinungsvielfalt einschränken.
Ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Spaltung
Der Fall Döschner ist mehr als nur eine Randnotiz im Medienbetrieb. Er ist ein Symptom einer tiefgreifenden Krise des deutschen Journalismus. Während der öffentlich-rechtliche Rundfunk eigentlich zur Ausgewogenheit verpflichtet wäre, haben sich dort offenbar Strukturen etabliert, die kritische Berichterstattung über bestimmte Themen als „rechts" brandmarken und alternative Medien als „Waffen der Demokratiefeinde" diffamieren.
Die deutschen Bürger, die dieses System mit ihren Zwangsabgaben finanzieren, haben ein Recht darauf zu erfahren, wofür ihr Geld verwendet wird. Und sie haben ein Recht darauf, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk seiner Pflicht zur ausgewogenen Berichterstattung nachkommt – anstatt als Kampfinstrument gegen unliebsame Konkurrenz missbraucht zu werden.
Es ist höchste Zeit, dass die Verantwortlichen beim WDR und in der gesamten ARD-Familie Stellung beziehen. Denn eines ist klar: Wer andere als „Feinde der Demokratie" bezeichnet, nur weil sie eine andere Meinung vertreten, der hat das Wesen der Demokratie selbst nicht verstanden. Oder schlimmer noch: Er versteht es sehr wohl – und lehnt es ab.
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