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Kettner Edelmetalle
24.02.2026
19:15 Uhr

Nvidia vor Quartalszahlen: Wackelt der Thron des KI-Giganten?

Es ist die wohl meistbeachtete Bilanzpressekonferenz des Jahres – und sie könnte zum Lackmustest für die gesamte Künstliche-Intelligenz-Branche werden. Am Mittwoch legt Nvidia seine Quartalszahlen vor, und die Nervosität an den Märkten ist mit Händen zu greifen. Denn während der Chipriese aus Santa Clara jahrelang als unangefochtener König der KI-Revolution galt, mehren sich die Zeichen, dass die Konkurrenz aufholt – und zwar schneller, als es vielen Investoren lieb sein dürfte.

630 Milliarden Dollar – und trotzdem Zweifel

Die Zahlen klingen zunächst berauschend: Die großen Technologiekonzerne – Google, Meta, Microsoft und Co. – haben ein gewaltiges Investitionsbudget von rund 630 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur aufgelegt. Nvidia, dessen Hochleistungschips als das „Gehirn" der KI-Server gelten, sollte davon massiv profitieren. Doch genau hier beginnt das Problem. Denn die sogenannten Hyperscaler arbeiten fieberhaft daran, eigene, günstigere KI-Chips zu entwickeln – und damit ihre Abhängigkeit von Nvidia zu reduzieren.

Googles Mutterkonzern Alphabet hat sich dabei als besonders ambitionierter Rivale positioniert. Mit seinen hauseigenen TPU-Chips habe der Suchmaschinenriese bereits einen Deal mit Anthropic, dem Unternehmen hinter dem KI-Chatbot Claude, an Land gezogen. Darüber hinaus befinde sich Google Medienberichten zufolge in Gesprächen mit Meta – ausgerechnet einem der größten Nvidia-Kunden. Wenn das kein Warnschuss ist.

Nvidias Gegenoffensive: Milliarden-Deals und strategische Manöver

Jensen Huang, der charismatische CEO von Nvidia, sitzt freilich nicht untätig herum. Um seine Marktstellung zu verteidigen, habe das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Deal mit dem Chip-Startup Groq abgeschlossen – Berichten zufolge im Wert von stolzen 20 Milliarden Dollar. Analysten zufolge stärke dieser Schritt Nvidias Position im boomenden Markt für sogenannte Inferenz-Chips, also jene Prozessoren, die trainierte KI-Modelle in Echtzeit Antworten generieren lassen. Zudem habe Nvidia erst kürzlich eine Vereinbarung über den Verkauf von Millionen Chips an Meta getroffen, ohne allerdings den finanziellen Umfang offenzulegen.

Doch ausgerechnet Nvidia selbst hat Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Investitionsbooms gesät. Eine geplante Investition von 100 Milliarden Dollar in OpenAI – einen seiner wichtigsten Kunden – wurde offenbar auf lediglich 30 Milliarden Dollar zusammengestrichen. Ein Signal, das die Märkte aufhorchen ließ.

Die bange Frage: Platzt die KI-Blase?

„Diese Quartalszahlen sind besonders wichtig, weil die Sorge um die KI-Ausgaben so groß ist – ob wir uns in einer Blase befinden", erklärte Ivana Delevska, Investmentchefin von Spear Invest. Es sei entscheidend zu zeigen, dass sich das Gewinnwachstum nicht abschwäche. Eine berechtigte Sorge, denn die Aktie des einstigen Börsenlieblings hat seit Jahresbeginn gerade einmal rund zwei Prozent zugelegt – ein geradezu kümmerliches Plus für ein Unternehmen, das den US-Aktienmarkt drei Jahre lang fast im Alleingang nach oben gezogen hat.

Beeindruckende Zahlen – aber das Wachstum bröckelt

Die Wall Street erwartet, dass Nvidia für das im Januar abgeschlossene Quartal einen Gewinnanstieg von mehr als 62 Prozent vermelden wird. Klingt gewaltig? Mag sein. Doch im Vorquartal lag das Wachstum noch bei 65,3 Prozent. Der Trend zeigt also nach unten. Der Umsatz dürfte um mehr als 68 Prozent auf 66,16 Milliarden Dollar gestiegen sein. Für das laufende Quartal rechnen Analysten mit einem weiteren Umsatzsprung von 64,4 Prozent auf 72,46 Milliarden Dollar. Nvidia hat die Markterwartungen in den vergangenen 13 Quartalen übertroffen – doch der Abstand zwischen Prognose und tatsächlichem Ergebnis schrumpft stetig.

Optimisten wie Delevska sehen Nvidia bei der Umsatzprognose für das April-Quartal bis zu zehn Milliarden Dollar über den Konsensschätzungen. Skeptischere Stimmen, wie etwa Jay Goldberg von Seaport Research Partners, warnen hingegen, dass Engpässe in der Lieferkette – insbesondere der Kampf um Kapazitäten auf den hochmodernen 3-Nanometer-Fertigungslinien des taiwanesischen Auftragsfertigers TSMC – das Wachstum bremsen könnten.

China als Joker im Ärmel

Ein potenzieller Wachstumstreiber könnte allerdings aus einer unerwarteten Richtung kommen: China. Die unter der US-Regierung verhängten Exportbeschränkungen für KI-Chips hatten Nvidia den Zugang zum zweitgrößten Markt der Welt weitgehend versperrt. Doch CEO Huang äußerte sich zuletzt hoffnungsvoll, dass China den Verkauf des leistungsstarken H200-Chips genehmigen werde. Die entsprechende Lizenz befinde sich in der Finalisierung. Auch Konkurrent AMD habe bereits Lizenzen für den Export modifizierter Prozessoren nach China erhalten und entsprechende Umsätze wieder in seine Prognosen aufgenommen.

Man darf gespannt sein, wie sich die geopolitischen Spannungen zwischen Washington und Peking auf dieses Geschäft auswirken werden. Unter Präsident Trump, der bekanntlich massive Zollerhöhungen auf chinesische Importe durchgesetzt hat, bleibt die Handelspolitik ein unberechenbarer Faktor – nicht nur für Nvidia, sondern für die gesamte Technologiebranche.

Die Gretchenfrage für Anleger

Nvidia wird voraussichtlich eine bereinigte Bruttomarge von 75 Prozent ausweisen – ein Wert, von dem die meisten Unternehmen nur träumen können. Auch die globale Verknappung von Speicherchips dürfte dem Konzern dank seiner enormen Preissetzungsmacht und bereits gesicherter Lieferkontingente für Hochleistungsspeicher kaum zusetzen. Dennoch bleibt die fundamentale Frage bestehen: Wie lange kann ein einzelnes Unternehmen eine derart dominante Stellung in einem Markt behaupten, in dem potente Rivalen mit Milliarden-Budgets eigene Alternativen entwickeln?

Für Anleger, die in diesen turbulenten Zeiten nach Stabilität suchen, lohnt sich einmal mehr der Blick auf bewährte Werte jenseits der digitalen Welt. Während Technologieaktien von Quartalszahlen, Lieferketten und geopolitischen Unwägbarkeiten abhängen, bieten physische Edelmetalle wie Gold und Silber eine zeitlose Form der Vermögenssicherung, die keinem Geschäftsbericht und keiner Gewinnwarnung unterworfen ist. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie gerade in Zeiten überhitzter Märkte einen wertvollen Stabilitätsanker darstellen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.

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