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21.10.2026
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Nullrunden bis 2030: Bei VW droht jetzt der Investitions-Stillstand!

Nullrunden bis 2030: Bei VW droht jetzt der Investitions-Stillstand!
Symbolbild: KI-generiert

Bei Volkswagen eskaliert der Streit um den Sparkurs. Wie Medienberichte vom 20. Oktober 2026 zeigen, wird der Aufsichtsrat die Fünfjahresplanung über 135 Milliarden Euro in diesem Jahr wohl nicht mehr beschließen. Kommt keine Einigung zustande, könnte Europas größter Autobauer vorübergehend keine größeren neuen Investitionen mehr freigeben.

Gleichzeitig will der Vorstand die Gehälter von 660.000 Beschäftigten bis 2030 einfrieren. Die IG Metall verlangt dagegen rund fünf Prozent mehr Lohn. Der Konflikt ist programmiert.

Eine Haushaltssperre wie beim Staat

Normalerweise legt das Kontrollgremium jeden Herbst fest, wohin das Geld der kommenden fünf Jahre fließt: in neue Modelle, in die Auslastung der gut 100 Werke, in Zukunftstechnologien. Diesmal ist alles anders. Intern gilt Medienberichten zufolge inzwischen Januar 2027 als neuer Zieltermin.

Der Grund für die Hängepartie: Das Ende September vereinbarte Sparpaket existiert bislang nur in groben Zügen. Bis 2030 sollen Ergebnisverbesserungen von 31 Milliarden Euro erzielt werden. Die operative Marge soll von aktuell 3,8 auf neun Prozent klettern. Ein ehrgeiziges Ziel. Manche würden sagen: ein verzweifeltes.

100.000 Jobs fallen weg – und die Löhne frieren ein

Fest steht bereits, dass konzernweit bis zum Ende des Jahrzehnts 100.000 Stellen verschwinden sollen. Offen ist hingegen, was aus vier deutschen Werken wird. Für ganze Regionen, deren Wohlstand seit Jahrzehnten am Band hängt, ist das eine bedrückende Ungewissheit.

Die IG Metall bestätigte, dass der Vorstand die Personalverantwortlichen weltweit angewiesen habe, „Nullrunden bis 2030“ umzusetzen. Für die Beschäftigten heißt das bei anhaltender Inflation: Jahr für Jahr real weniger im Portemonnaie.

Das Budget schrumpft und schrumpft

Wie dramatisch der Absturz ist, zeigt der Blick auf die Investitionsrahmen der vergangenen Planungsrunden:

  • 2020 bis 2024 und 2021 bis 2025: jeweils 150 Milliarden Euro
  • 2022 bis 2026: 159 Milliarden Euro
  • 2023 bis 2027 und 2024 bis 2028: jeweils 180 Milliarden Euro
  • 2025 bis 2029: 165 Milliarden Euro
  • 2026 bis 2030: 160 Milliarden Euro
  • Aktuelle Runde: nur noch 135 Milliarden Euro

Ursprünglich hatte der Konzern für die neue Periode 180 Milliarden Euro eingeplant. Übrig bleibt ein Viertel weniger.

Elektro-Flaute und China-Schock

Warum das alles? Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. 2025 brach das operative Ergebnis um 53 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro ein, die Marge halbierte sich von 5,9 auf 2,8 Prozent. Im ersten Halbjahr 2026 sank der operative Gewinn erneut um 11,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro.

Hauptursachen sind der stockende Hochlauf der Elektromobilität und der Absatzeinbruch in China. Kritiker sehen darin auch die Quittung für eine Industriepolitik, die Hersteller in Berlin und Brüssel mit Verbrenner-Aus und Flottengrenzwerten in eine Technologie drängte, die viele Kunden bis heute nicht in der erhofften Zahl kaufen.

Die Aktie auf dem Stand von 2010

An der Börse ist die Krise unübersehbar. Rund 69 Euro kostet eine VW-Aktie aktuell – so wenig wie zuletzt im August 2010. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 33,5 Prozent. Anfang 2021 lag der Kurs zeitweise über 320 Euro. Wer damals einstieg, hat einen Großteil seines Einsatzes verloren.

Und die Töchter? Auch dort regiert der Rotstift. Porsche streicht zusätzlich 4.000 Stellen und trennt sich von allen Anteilen an Bugatti. Bei der Softwaretochter Cariad, einst Hoffnungsträger der E-Offensive, stehen bis zu 1.400 Jobs zur Disposition.

Für Sparer ist der Fall VW eine Warnung, wie schnell vermeintliche Standardwerte an Wert verlieren können. Physisches Gold und Silber, unabhängig von Vorstandsbeschlüssen und Planungsrunden, können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen eine sinnvolle Stütze sein.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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