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Kettner Edelmetalle
25.02.2026
20:51 Uhr

Musks Starlink greift Mobilfunkriesen an: Satelliteninternet soll Handynetze überflüssig machen

Was sich wie Science-Fiction anhört, könnte schon in wenigen Jahren Realität werden: SpaceX plant eine neue Generation seines Starlink-Dienstes, der herkömmliche Mobilfunknetze direkt auf dem Smartphone ersetzen soll. Die Ambitionen des Tech-Milliardärs Elon Musk gehen dabei weit über das hinaus, was bislang bekannt war – und könnten die gesamte Telekommunikationsbranche auf den Kopf stellen.

150 Mbps direkt vom Satelliten aufs Handy

Bei einem Webcast der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) ließ Udrivolf Pica, Leiter der Satellitenpolitik bei SpaceX, die Katze aus dem Sack. Man strebe Spitzengeschwindigkeiten von 150 Megabit pro Sekunde pro Nutzer an – und zwar direkt vom Weltraum auf das gewöhnliche Mobiltelefon. Wer sich die physikalischen Herausforderungen einer solchen Verbindung vor Augen führt, dem wird die Tragweite dieser Ankündigung bewusst. Zum Vergleich: Die aktuelle Generation des zellulären Starlink-Dienstes schafft gerade einmal geschätzte 4 Mbps pro Nutzer – gerade genug für Textnachrichten, niedrig aufgelöste Videoanrufe und einige wenige Apps.

Sollte SpaceX dieses Geschwindigkeitsziel tatsächlich erreichen, würde der Dienst in Bereiche vorstoßen, die den 5G-Netzen etablierter Mobilfunkanbieter gefährlich nahekommen. T-Mobiles 5G-Netz erreicht laut Ookla-Daten im Median 309 Mbps, AT&T kommt auf 172 Mbps. Die Lücke wäre also noch vorhanden, aber sie schrumpft dramatisch.

15.000 neue Satelliten und frisches Funkspektrum

Der technologische Sprung kommt nicht von ungefähr. SpaceX hat sich zusätzliches Funkspektrum von EchoStar gesichert, der Muttergesellschaft von Boost Mobile. „Mehr Spektrum bedeutet eine größere Pipeline", erklärte Pica. Man könne damit die Qualität des Dienstes erheblich steigern und Anwendungsfälle wie KI-gestützte Dienste oder den alltäglichen Breitbandbedarf abdecken.

Doch damit nicht genug: SpaceX hat bei den Regulierungsbehörden die Genehmigung beantragt, weitere 15.000 Satelliten für den zellulären Starlink-Dienst in den niedrigen Erdorbit zu schießen. Das aktuelle System umfasst lediglich rund 650 Satelliten. Eine Vervielfachung um den Faktor 23 – man muss kein Raketenwissenschaftler sein, um zu erkennen, dass hier ein völlig neues Kapitel aufgeschlagen wird.

Markenname „Starlink Mobile" bereits registriert

Dass es Musk ernst meint, zeigt auch die im Oktober 2025 eingereichte Markenanmeldung für „Starlink Mobile" beim US-Patent- und Markenamt. Die Beschreibung lässt keine Zweifel offen: Satellitenkommunikation, Übertragung von Daten, Sprache, Bild und Video via Satellit sowie – und hier wird es für die Branche brisant – „zelluläre persönliche Kommunikationsdienste". Das ist eine unmissverständliche Kampfansage an AT&T, Verizon und Co.

Musks Vision: Ein Vertrag für die ganze Welt

Besonders aufschlussreich war ein Austausch im Rahmen des bekannten „All-In"-Podcasts. Auf die Frage, ob seine Vision darin bestehe, dass Nutzer künftig statt eines AT&T-Vertrags mit Roaming-Gebühren einen einzigen Starlink-Vertrag hätten, der weltweit funktioniere, antwortete Musk mit einem einzigen, vielsagenden Wort: „Ja."

Noch bemerkenswerter war seine Reaktion auf die Frage, ob SpaceX möglicherweise bestehende Mobilfunkanbieter aufkaufen könnte, um an deren Funkspektrum zu gelangen. Ob man etwa Verizon kaufen könnte? Musks Antwort: „Nicht ausgeschlossen. Ich nehme an, das könnte passieren." Solche Sätze, beiläufig hingeworfen, haben in der Vergangenheit schon ganze Branchen in Aufruhr versetzt.

Start für Ende 2027 geplant – mit globalen Partnern

Der aufgerüstete zelluläre Starlink-Dienst soll Ende 2027 an den Start gehen, wenn der Deal für das EchoStar-Spektrum offiziell abgeschlossen ist. Bereits jetzt kooperiert SpaceX mit einer wachsenden Zahl von Mobilfunkanbietern weltweit – neben T-Mobile in den USA auch mit Rogers in Kanada und KDDI in Japan. Derzeit bietet der Dienst über T-Mobiles „T-Satellite" Konnektivität in Funklöchern, doch die nächste Generation zielt auf weit mehr als nur Notfallversorgung in abgelegenen Gebieten.

Was bedeutet das für Europa und Deutschland?

Während Musk mit atemberaubender Geschwindigkeit Fakten schafft, döst Europa beim Thema Digitalisierung weiter vor sich hin. Deutschland, das Land der Funklöcher und Bürokratie-Marathons, könnte von einer solchen Technologie enorm profitieren – wenn die Regulierungsbehörden sie denn zulassen. Man erinnere sich: Hierzulande dauert allein die Genehmigung eines Mobilfunkmastes mitunter Jahre. Dass ein amerikanisches Unternehmen 15.000 Satelliten ins All schießen will, während deutsche Behörden noch über Formulare für den Breitbandausbau brüten, ist ein Sinnbild für den technologischen Rückstand, den die Politik zu verantworten hat.

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur angekündigt, doch ob davon nennenswerte Summen in die digitale Infrastruktur fließen werden, bleibt abzuwarten. Vielleicht löst am Ende nicht die deutsche Politik das Funkloch-Problem, sondern ein Milliardär aus Texas mit seinen Satelliten. Es wäre nicht das erste Mal, dass private Innovation staatliches Versagen kompensiert.

„Mehr Spektrum bedeutet eine größere Pipeline, und das bedeutet, dass wir erweitern können, was wir mit Partnern tun können. Wir können die Servicequalität erweitern. Und wir können im Grunde zellulären Breitband anbieten."

– Udrivolf Pica, SpaceX

Für Anleger und Technologie-Beobachter bleibt die Entwicklung hochspannend. Die Telekommunikationsbranche steht möglicherweise vor der größten Disruption seit der Einführung des Smartphones. Ob die etablierten Mobilfunkriesen dieser Herausforderung gewachsen sind oder ob Musk sie schlicht überrollt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung, sei es in Aktien, Technologieunternehmen oder andere Vermögenswerte, muss eigenverantwortlich und nach sorgfältiger eigener Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keinerlei Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Wer sein Vermögen langfristig absichern möchte, sollte stets auch physische Edelmetalle als stabilisierenden Baustein in einem breit diversifizierten Portfolio in Betracht ziehen.

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