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Kettner Edelmetalle
15.04.2026
21:55 Uhr

Moskau springt Peking bei: Russland will Chinas Energielücke in der Hormuz-Krise schließen

Moskau springt Peking bei: Russland will Chinas Energielücke in der Hormuz-Krise schließen

Während sich die geopolitischen Spannungen rund um die Straße von Hormuz weiter zuspitzen und eine von den USA verhängte Seeblockade den wichtigsten Öltransitweg der Welt bedroht, schmieden Russland und China ihre Allianz enger denn je. Russlands Außenminister Sergej Lawrow reiste diese Woche nach Peking – und die Botschaft, die er im Gepäck hatte, dürfte in Washington für erhebliches Unbehagen sorgen.

Xi und Lawrow beschwören die „strategische Partnerschaft"

Bei seinem Treffen mit Präsident Xi Jinping am Mittwoch drängte der chinesische Staatschef darauf, die „Vorteile der geografischen Nähe und Komplementarität voll auszuspielen" und die Widerstandsfähigkeit beider Volkswirtschaften zu stärken. Russland sei Chinas wichtigster Energielieferant, und beide Seiten sollten „strategischen Fokus bewahren, einander vertrauen und gemeinsam wachsen", so Xi laut chinesischen Staatsmedien.

Lawrow seinerseits betonte, die chinesisch-russischen Beziehungen spielten eine „stabilisierende Rolle in der Weltpolitik" – in einer Zeit globalen „Chaos und Aufruhrs". Diese Rhetorik ist nicht neu. Seit Beginn des Ukraine-Krieges vor über vier Jahren haben Moskau und Peking systematisch an einem Gegengewicht zur westlichen Ordnung gebaut. Doch nun bekommt diese Partnerschaft eine neue, handfeste Dimension.

Russlands Versprechen: Öl für China, so viel es braucht

Der eigentliche Paukenschlag folgte nach dem Treffen. Auf einer Pressekonferenz erklärte Lawrow unmissverständlich, Moskau stehe bereit, seine Energielieferungen an China massiv auszuweiten. „Russland kann die Ressourcenlücke füllen, die in China und anderen Ländern entstanden ist, die an einer gleichberechtigten und für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit interessiert sind", so der russische Chefdiplomat wörtlich.

Der zweitägige Besuch dient offenkundig der Vorbereitung eines Gipfeltreffens zwischen Xi und Wladimir Putin, das noch in der ersten Jahreshälfte stattfinden soll – vermutlich nach Trumps geplantem Treffen mit Xi am 14. und 15. Mai.

Die Ironie der amerikanischen Strategie

Was sich hier abzeichnet, ist ein geopolitisches Eigentor von beachtlichem Ausmaß. Die Hormuz-Krise, ausgelöst durch Washingtons aggressive Iran-Politik, sollte eigentlich den Druck auf Peking erhöhen. Doch die Realität sieht anders aus. China ist, so paradox es klingen mag, eines der am besten vorbereiteten Länder Asiens für genau dieses Szenario. Nur rund 20 Prozent des chinesischen Ölbedarfs werden über die Straße von Hormuz gedeckt. Peking verfügt über beträchtliche strategische Reserven, diversifizierte Lieferketten, ein kohlelastiges Stromnetz und – nicht zuletzt – Pipeline-Alternativen aus Russland und Zentralasien.

Die wahren Leidtragenden der Blockade sind ausgerechnet Amerikas engste Verbündete in Asien. Südkorea bezieht rund 70 Prozent seines Öls aus dem Nahen Osten, Japan sogar erschütternde 95 Prozent. Laut dem Council on Foreign Relations waren 2024 sage und schreibe 84 Prozent des Öls und 83 Prozent des Flüssiggases, das durch Hormuz transportiert wurde, für asiatische Märkte bestimmt. Das ist kein gezielter Schlag gegen China – das ist ein Flächenbombardement gegen die eigenen Partner.

Wenn Sanktionen zum Bumerang werden

Besonders pikant: Um die explodierenden globalen Ölpreise einzudämmen, sah sich Washington gezwungen, Sanktionen gegen russisches Rohöl auf hoher See aufzuheben. Genau dieses nun frei fließende russische Öl kommt jetzt China zugute. Man reibt sich die Augen. Die USA lockern Sanktionen gegen Russland, damit die Weltmärkte nicht kollabieren – und schaffen damit ungewollt die Grundlage dafür, dass Moskau seinen wichtigsten strategischen Partner in Asien noch besser versorgen kann.

Quer durch Asien verkürzen Partnerstaaten der USA bereits Arbeitswochen und führen Treibstoffkontrollen ein. Ihre Volkswirtschaften stehen vor der schwersten Krise seit Jahrzehnten. Und wohin wenden sich viele dieser Nationen in ihrer Not? Ausgerechnet nach Russland – und stärken damit die Wirtschaft eines weiteren vermeintlichen US-Gegners.

Die neue Weltordnung nimmt Gestalt an

Was wir hier beobachten, ist nichts weniger als eine tektonische Verschiebung der globalen Energiepolitik. Russland und China rücken zusammen, während Amerikas Verbündete in Asien zwischen die Fronten geraten. Die Pipeline-Projekte zwischen Russland und China, die bislang als langfristige Zukunftsinvestitionen galten, gewinnen plötzlich eine dramatische strategische Dringlichkeit. Zwar dauert der Bau solcher Infrastruktur Jahre und die bestehenden Kapazitäten reichen bei weitem nicht aus, um das Hormuz-Volumen zu ersetzen. Doch der politische Wille ist da – und er wird durch jede weitere Eskalation im Persischen Golf nur stärker.

Für den aufmerksamen Beobachter zeigt sich einmal mehr: Geopolitische Krisen und Energiekonflikte sind die verlässlichsten Treiber für den Wert physischer Edelmetalle. In Zeiten, in denen Öltransitrouten blockiert werden, Sanktionen wie Bumerangs zurückkehren und ganze Volkswirtschaften ins Wanken geraten, erweist sich Gold als das, was es seit Jahrtausenden ist – der ultimative Krisenschutz. Wer sein Vermögen in unsicheren Zeiten absichern möchte, sollte physische Edelmetalle als unverzichtbaren Bestandteil eines breit diversifizierten Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Quellen. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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