
Merz und die telefonische Krankschreibung: Wenn der Kanzler die Realität verkennt

Friedrich Merz hat sich wieder einmal als Meister der Realitätsferne entpuppt. Der Bundeskanzler wettert öffentlich gegen die telefonische Krankschreibung und wittert dahinter massenhaften Missbrauch. Doch wann saß der ehemalige Blackrock-Manager eigentlich zuletzt in einem überfüllten Wartezimmer einer deutschen Arztpraxis? Die Antwort dürfte ernüchternd ausfallen.
Der Kanzler und seine beneidenswerte Gesundheit
Merz scheint entweder über eine geradezu beneidenswert robuste Konstitution zu verfügen – oder er ist schlicht so gut privat krankenversichert, dass ihm die Misere des deutschen Gesundheitssystems vollkommen fremd geblieben ist. Vom jämmerlichen Zustand der kassenärztlichen Versorgung hat dieser Mann offenkundig keine Ahnung. Schon im Wahlkampf fiel er mit fragwürdigen Behauptungen über Migranten auf, die angeblich mit strahlenden Implantaten die Zahnarztpraxen verließen, während der deutsche Michel mit offenem Mund zusehen musste.
Nun also die telefonische Krankschreibung. Sie öffne dem Missbrauch Tür und Tor, behauptet der Kanzler. Was diese Aussage vor allem beweist: Merz hat lange nicht mehr erlebt, wie es sich anfühlt, in einem vollgestopften Wartezimmer zu sitzen, umgeben von schniefenden, niesenden und hustenden Virenschleudern, die allesamt nur auf ihren gelben Schein warten.
Die Realität in deutschen Arztpraxen
Die Wahrheit sieht nämlich ganz anders aus, als es sich der Kanzler in seiner abgehobenen Position vorstellt. Deutsche Hausärzte sind chronisch überlastet. Patienten warten teilweise Wochen auf einen Termin, nur um dann nach fünf Minuten wieder vor der Tür zu stehen. Die telefonische Krankschreibung war eine pragmatische Lösung, die sowohl die überforderten Mediziner entlastet als auch verhindert, dass erkrankte Menschen andere Patienten im Wartezimmer anstecken.
Ja, am Telefon lässt sich leichter flunkern als in persona – das ist unbestritten. Doch die überwältigende Mehrheit der Arbeitnehmer lässt sich erst dann krankschreiben, wenn sie buchstäblich auf dem Zahnfleisch kriecht. Der deutsche Arbeitnehmer ist nicht faul, wie es Merz suggeriert. Er ist erschöpft, ausgelaugt und zunehmend desillusioniert von einer Politik, die ihn als Melkkuh der Nation betrachtet.
Die wahren Ursachen der Rekordkrankenstände
Dass die Krankenstände in Deutschland auf Rekordniveau liegen, hat vielschichtige Gründe, die der Kanzler geflissentlich ignoriert. Das Arbeitsklima in vielen Betrieben ist brutaler geworden. Der Druck auf die verbliebenen Arbeitskräfte steigt, während gleichzeitig die Wertschätzung sinkt. Hinzu kommt ein Gesundheitssystem, das durch unkontrollierte Zuwanderung an seine Belastungsgrenze gebracht wurde – ein Umstand, den die Politik selbst zu verantworten hat.
Nicht wenige Beobachter weisen zudem auf mögliche Langzeitfolgen der Corona-Impfkampagne hin, die ebenfalls zu den erhöhten Krankenständen beitragen könnten. Doch solche unbequemen Wahrheiten passen nicht in das Narrativ eines Kanzlers, der lieber den fleißigen Arbeitnehmer an den Pranger stellt.
Dauerstress durch gesellschaftliche Verwerfungen
Was Merz ebenfalls ausblendet: Die zunehmende Überfremdung, die Angst vor Gewalt auf dem Arbeitsweg, die ständige Bedrohung durch Messerangriffe und Anschläge – all das zehrt an den Nerven der Bevölkerung. Menschen werden krank, weil sie in einem Land leben, das ihnen zunehmend fremd geworden ist. Sie werden krank, weil sie eine Politik ertragen müssen, die ihre Interessen mit Füßen tritt.
„Aber auch die politische Situation führt dazu, dass Menschen tatsächlich erkranken oder mit einem Krankenschein gegen diese Politik ihre Kritik und Verachtung zum Ausdruck bringen."
Diese Worte eines langjährigen Arbeitnehmers treffen den Nagel auf den Kopf. Wer fünfzig Jahre gearbeitet und dabei nur drei Wochen krankgeschrieben war, hat das Recht, die Verhältnisse zu kritisieren.
Billige Populistenpunkte statt echter Lösungen
Was Merz mit seiner Attacke auf die telefonische Krankschreibung betreibt, ist nichts anderes als billiger Populismus. Statt die wahren Probleme anzugehen – explodierende Energiepreise, galoppierende Deindustrialisierung, erdrückende Steuerlast, ausufernde Bürokratie und unkontrollierte Massenzuwanderung in die Sozialsysteme – hackt er auf den arbeitenden Menschen herum.
Dabei übersieht der Kanzler einen entscheidenden Punkt: Das größte Übel für Unternehmen ist nicht der eine Mitarbeiter, der möglicherweise einen Tag zu viel zu Hause bleibt. Das größte Übel ist der Kollege, der krank zur Arbeit erscheint und das halbe Team ansteckt. Aber solche Zusammenhänge sind offenbar zu komplex für einen Mann, der seine Karriere in den Chefetagen der Finanzwelt verbracht hat.
Die Ironie der Geschichte: Während Merz die arbeitende Bevölkerung als potenzielle Simulanten abstempelt, sitzen im Bundestag regelmäßig nicht einmal ein Viertel der Abgeordneten. Sie brauchen keinen Krankenschein, um zu Hause zu bleiben – und kassieren trotzdem über 11.000 Euro monatlich. Vielleicht sollte der Kanzler erst einmal vor der eigenen Haustür kehren, bevor er den deutschen Arbeitnehmern Faulheit unterstellt.
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