Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
13.02.2026
06:32 Uhr

Mercedes-Benz am Abgrund: Wie der Stern seinen Glanz verliert

Es war einmal ein Autobauer, der für deutsche Ingenieurskunst, Luxus und Weltklasse stand. Doch diese Zeiten scheinen für Mercedes-Benz in weite Ferne gerückt zu sein. Nach einem desaströsen Geschäftsjahr 2025, in dem sich der Nettogewinn glatt halbierte, greift Vorstandschef Ola Källenius nun zu drastischen Maßnahmen – und spricht davon, das Unternehmen „grundlegend neu erfinden" zu wollen. Man fragt sich unwillkürlich: Wie konnte es so weit kommen?

Ein Betriebsergebnis, das sprachlos macht

Die nackten Zahlen sprechen eine brutale Sprache. Mit 5,8 Milliarden Euro Betriebsergebnis erreichte der Stuttgarter Konzern nicht einmal die Hälfte des Vorjahreswerts. Seit dem Rekordjahr 2022 ist der Betriebsgewinn um rund 70 Prozent eingebrochen – eine Talfahrt, die ihresgleichen sucht. Unter dem Strich blieben 5,3 Milliarden Euro, ebenfalls nur noch die Hälfte des Vorjahres. Die bereinigte Marge schrumpfte um drei Prozentpunkte, und für 2026 traut sich Mercedes gerade einmal drei bis fünf Prozent zu. Zur Erinnerung: Im Rekordjahr 2022 lag die Rendite bei über 14 Prozent. Damals hielt Källenius dieses Niveau noch für dauerhaft erreichbar. Diese Hoffnung hat er mittlerweile begraben – und mit ihr offenbar auch einen guten Teil des Selbstbewusstseins.

Trumps Zölle und Chinas Preiskampf als doppelte Zange

Die Ursachen der Misere sind vielfältig, doch zwei Faktoren stechen besonders hervor. Die von US-Präsident Donald Trump eingeführten Importzölle – mittlerweile auf 15 Prozent gestiegen – kosteten Mercedes allein rund eine Milliarde Euro. Ein Betrag, der auch in den kommenden Jahren wie ein Mühlstein am Hals des Konzerns hängen dürfte. Hinzu kommt der mörderische Konkurrenzkampf in China, wo der Absatz um 19 Prozent einbrach und auch 2026 weiter sinken dürfte. Die chinesischen Hersteller, allen voran BYD, drücken mit aggressiven Preisen in den Markt – und Mercedes kann oder will nicht mithalten.

Källenius räumte ein, dass sich das globale Marktumfeld mit Zöllen, Handelskrieg und Technologiesprüngen „völlig verändert" habe. Eine bemerkenswerte Erkenntnis für einen Manager, der jahrelang das Mantra „Value over Volume" predigte – also lieber hohe Preise als große Stückzahlen. Dieses Mantra bekräftigte Finanzchef Harald Wilhelm nun bezeichnenderweise nicht mehr. Stattdessen ist von „profitablem Wachstum" die Rede, und Rabatte sollen den Absatz stabilisieren. Der neue China-Chef Oliver Thöne gestand sogar ein, dem dortigen Preisdruck „ein Stück weit nachzugeben".

Produktion wandert nach Osteuropa – Deutschland verliert

Was besonders bitter für den Standort Deutschland ist: Mercedes verlagert massiv Produktionskapazitäten nach Osteuropa. Die Kapazität in Westeuropa – überwiegend in Deutschland – wird um 100.000 Fahrzeuge auf 900.000 reduziert. Gleichzeitig wird das Werk im ungarischen Kecskemét auf eine Kapazität von 400.000 Einheiten verdoppelt. Dort soll künftig auch das SUV GLB gebaut werden, nachdem das gemeinsame Werk mit Nissan in Mexiko aufgegeben wird.

Die Begründung von Källenius ist so ehrlich wie schmerzhaft: „Es ist in allen Dimensionen attraktiver, in Osteuropa zu investieren als in Westeuropa." Ein Satz, der wie eine Ohrfeige für den Wirtschaftsstandort Deutschland klingt. Und er hat recht. Die exorbitanten Energiekosten, die erdrückende Bürokratie, die hohen Lohnnebenkosten und eine Politik, die sich lieber um Gendersprache und Klimaneutralität kümmert als um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie – all das treibt selbst Traditionsunternehmen wie Mercedes aus dem Land. Zwar beteuerte Källenius, man bekenne sich weiterhin zu Deutschland. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Nur gut zwölf Prozent der Fahrzeuge werden hierzulande verkauft, während über 60 Prozent der 164.000 Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt sind und mehr als 50 Prozent der Investitionen hier getätigt werden. Wie lange dieses Missverhältnis noch tragbar ist, darf bezweifelt werden.

Tausende Jobs gestrichen – und die Börse straft ab

Der Abbau tausender Arbeitsplätze in Deutschland außerhalb der Produktion schlug bereits mit 1,6 Milliarden Euro an Abfindungen zu Buche. Eine konkrete Zahl der Betroffenen nannte der Konzern wohlweislich nicht. Doch ein Indikator verrät das Ausmaß: Nur noch 85.000 tariflich Beschäftigte haben Anspruch auf die diesjährige Erfolgsbeteiligung von maximal 3.139 Euro – vor einem Jahr waren es noch 91.000. Das sind mindestens 6.000 Menschen weniger. Und die Einsparungen gehen weiter.

Die Börse quittierte die düsteren Aussichten prompt mit einem Kursrutsch von fast sechs Prozent. „Zölle, schwacher Dollar und Probleme im China-Geschäft zeigen Wirkung", kommentierten die Analysten von Raiffeisen Research trocken. Auch das jahrelang gepriesene Luxus-Segment leide mittlerweile erheblich.

Produktoffensive als letzter Strohhalm?

Die Hoffnung ruht nun auf einer Produktoffensive mit mehr als 40 neuen Modellen in den kommenden Jahren. Besonders das gerade erneuerte Flaggschiff S-Klasse soll es richten – mit Margen von bis zu 20 Prozent, wie Analysten schätzen. Auch der neue CLA wird mit Spannung erwartet. Für 2026 peilt Mercedes einen Umsatz und Absatz auf Vorjahresniveau an: 132 Milliarden Euro und 1,8 Millionen Fahrzeuge. Mehr Verkäufe in Europa und den USA sollen das China-Loch stopfen. Ein Absatz von zwei Millionen Autos wie vor der Krise sei allerdings erst „mittelfristig" wieder in Sicht.

Källenius verweist auf eine „felsenfeste" Bilanz mit über 30 Milliarden Euro Liquidität und sieht den Konzern in einer „Position der Stärke". Ob das mehr ist als Durchhalteparolen, wird sich zeigen. Die Dividende wird immerhin nicht so stark gekürzt wie befürchtet: 3,50 Euro je Aktie statt zuvor 4,30 Euro.

Ein Symptom für den Niedergang des Standorts Deutschland

Die Krise bei Mercedes-Benz ist weit mehr als das Problem eines einzelnen Unternehmens. Sie ist ein Symptom für den schleichenden Niedergang des Industriestandorts Deutschland. Wenn selbst ein Konzern mit dem Stern am Kühler seine Produktion nach Ungarn verlagert, weil es dort „in allen Dimensionen attraktiver" ist, dann sollten bei der Politik sämtliche Alarmglocken schrillen. Doch statt die Rahmenbedingungen für die Industrie zu verbessern, plant die neue Bundesregierung ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Schulden belasten wird. Friedrich Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Dieses Versprechen ist bereits Makulatur.

In Zeiten solcher wirtschaftlicher Unsicherheit – von Handelskriegen über Währungsschwankungen bis hin zur schleichenden Deindustrialisierung – erweist sich einmal mehr der Besitz physischer Edelmetalle als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Während Aktienkurse wie der von Mercedes an einem einzigen Tag um sechs Prozent einbrechen können, bieten Gold und Silber jene Stabilität, die in turbulenten Zeiten unbezahlbar ist.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen