
Mehrwertsteuer auf 21 Prozent? Deutschlands Bürger sollen wieder einmal die Zeche zahlen
Es ist eine Nachricht, die wie ein Paukenschlag durch die ohnehin gebeutelte deutsche Wirtschaftslandschaft hallt: Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hält eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von derzeit 19 auf 21 Prozent für wahrscheinlich. Zwei Prozentpunkte mehr – klingt harmlos, bedeutet aber rund 30 Milliarden Euro zusätzliche Belastung für die Bürger. Und das in einer Zeit, in der sich viele Deutsche bereits fragen, wie sie ihre Heizkosten, Lebensmittel und Mieten noch bezahlen sollen.
Ein Haushaltsloch von monumentalem Ausmaß
Der Hintergrund dieser düsteren Prognose ist ein fiskalisches Desaster, das seinesgleichen sucht. Zwischen 2027 und 2029 klafft im Bundeshaushalt eine Lücke von über 130 Milliarden Euro. Hundertdreißig Milliarden. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen. Woher kommt dieses Loch? Jahrelange Misswirtschaft, ideologiegetriebene Ausgabenprogramme, Milliardentransfers in die Ukraine, eine explodierende Sozialmigration und nicht zuletzt das erst kürzlich beschlossene 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das künftige Generationen mit Zins und Tilgung belasten wird – all das hat den deutschen Staatshaushalt an den Rand des Abgrunds geführt.
Fratzscher selbst bringt das politische Dilemma auf den Punkt: Die Union lehne Steuererhöhungen ab, die SPD wolle nicht beim Sozialstaat sparen. Einen Abbau von Subventionen wollten beide nicht. Was bleibt also? Die Mehrwertsteuer. Der bequemste aller Wege – und zugleich der sozial verheerendste.
Die Steuer der kleinen Leute
Denn die Mehrwertsteuer ist, das lernt man bereits im ersten Semester Volkswirtschaftslehre, eine zutiefst unsoziale Abgabe. Sie trifft den Rentner mit 800 Euro Monatsrente genauso wie den Vorstandsvorsitzenden mit sechsstelligem Jahresgehalt – nur dass der Rentner prozentual einen ungleich größeren Anteil seines Einkommens dafür aufwenden muss. Jeder Euro mehr für Brot, Butter und Benzin schmerzt denjenigen am meisten, der ohnehin jeden Cent zweimal umdrehen muss. Fratzscher selbst räumt ein, dass eine solche Erhöhung „sozial fatal" wäre. Warum er sie dennoch für wahrscheinlich hält? Weil sie „politisch bequem" sei.
Politisch bequem. Diese zwei Worte fassen die gesamte Misere der deutschen Politik zusammen. Statt den aufgeblähten Staatsapparat zu verschlanken, statt die ausufernde Bürokratie zu beschneiden, statt das größte Parlament der westlichen Welt auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren, greift man lieber in die Taschen der Bürger. Es ist immer dasselbe Muster.
Fratzschers Wunschliste: Ein Angriff auf die Mittelschicht
Doch damit nicht genug. Der DIW-Präsident hat gleich eine ganze Palette weiterer Belastungen im Gepäck. Er fordert eine deutliche Anhebung der Grundsteuer – wohlgemerkt in einer Zeit, in der zahlreiche Eigenheimbesitzer bereits über Erhöhungen von teilweise über 100 Prozent klagen. „Grund und Boden können schließlich nicht weglaufen", so Fratzschers zynische Begründung. Als ob das Eigenheim ein Luxusgut wäre und nicht das Ergebnis jahrzehntelanger harter Arbeit und Sparsamkeit.
Darüber hinaus plädiert er für die Abschaffung des sogenannten Diesel-Privilegs, der Steuerbefreiung von Kerosin und – besonders pikant – der Pendlerpauschale. Letztere ist für Millionen von Arbeitnehmern, die täglich weite Strecken zur Arbeit zurücklegen müssen, weil sie sich das Wohnen in der Nähe ihres Arbeitsplatzes schlicht nicht leisten können, eine existenzielle Entlastung. Auch das Ehegattensplitting, jenes letzte steuerliche Bollwerk zugunsten der traditionellen Ehe und Familie, soll nach Fratzschers Vorstellung fallen. Insgesamt, so rechnet er vor, könne der Staat durch all diese Maßnahmen rund 60 Milliarden Euro einsparen.
Der Wachstumsmotor ist abgewürgt – nicht von allein
Besonders bemerkenswert ist Fratzschers abschließende Diagnose: „Der Wachstumsmotor in Deutschland wird schon allein wegen der Demografie nie mehr anspringen." Ein Satz, der in seiner Resignation kaum zu überbieten ist. Doch wer hat denn die Rahmenbedingungen geschaffen, unter denen junge Familien sich keine Kinder mehr leisten können oder wollen? Wer hat die Energiepreise in astronomische Höhen getrieben und damit die industrielle Basis des Landes systematisch zerstört? Wer hat Hunderte Milliarden in ideologische Projekte gesteckt, statt in Bildung, Infrastruktur und die Förderung von Familien zu investieren?
Die Deindustrialisierung Deutschlands, die Abwanderung von Produktionskapazitäten ins Ausland, die Rekordzahl an Insolvenzen – all das sind keine Naturereignisse. Es sind die direkten Folgen einer Politik, die über Jahre hinweg die falschen Prioritäten gesetzt hat. Und nun soll der Bürger dafür bezahlen. Wieder einmal.
Sparen? Fehlanzeige!
Was in der gesamten Debatte auffällig fehlt, ist jeder ernsthafte Ansatz zur Ausgabenreduzierung auf Seiten des Staates. Kein Wort über die Verkleinerung des Bundestages, kein Wort über die Streichung fragwürdiger Subventionen an NGOs und politische Vorfeldorganisationen, kein Wort über eine Begrenzung der milliardenschweren Entwicklungshilfe an Länder, die Deutschland nicht einmal wohlgesonnen sind. Stattdessen immer neue Belastungen für diejenigen, die dieses Land mit ihrer täglichen Arbeit am Laufen halten.
Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Das 500-Milliarden-Sondervermögen war bereits ein Bruch dieses Versprechens. Eine Mehrwertsteuererhöhung auf 21 Prozent wäre der nächste Schlag ins Gesicht all jener, die auf einen echten Politikwechsel gehofft hatten. Die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD droht sich als das zu entpuppen, was viele Kritiker von Anfang an befürchtet haben: ein „Weiter so" mit neuem Anstrich.
Vermögenssicherung wird zur Überlebensfrage
In Zeiten, in denen der Staat seine Bürger immer stärker zur Kasse bittet, die Inflation die Kaufkraft auffrisst und die wirtschaftlichen Aussichten düsterer kaum sein könnten, wird die Frage der persönlichen Vermögenssicherung zur existenziellen Angelegenheit. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade in Zeiten staatlicher Übergriffigkeit und geldpolitischer Experimente. Wer sein Vermögen vor der schleichenden Enteignung durch Inflation und Steuererhöhungen schützen möchte, sollte eine Beimischung physischer Edelmetalle in einem breit gestreuten Portfolio ernsthaft in Betracht ziehen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für individuelle Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifel einen qualifizierten Finanzberater.
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