
Maisfeld-Attacken in Heidelberg: Drei Frauen in 30 Minuten überfallen

Ein Vormittag im Feldgebiet am Friedhof Heidelberg-Pfaffengrund, ein Spaziergang mit dem Hund – und dann der Albtraum. Ein 24 Jahre alter Mann aus Gambia soll am Dienstag, dem 18. August, binnen einer halben Stunde drei Frauen angegriffen und versucht haben, sie in ein Maisfeld zu zerren. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Der Ablauf: drei Frauen, drei Fluchten
Nach übereinstimmenden Angaben von Polizeipräsidium Mannheim und Staatsanwaltschaft Heidelberg soll der Beschuldigte gegen 10 Uhr einer Hundehalterin an die Brust gefasst und sie anschließend in Richtung des Maisfeldes gezogen haben. Die Frau schrie, wehrte sich – und kam frei.
Zwischen 10.25 und 10.30 Uhr soll er dann zwei weitere Spaziergängerinnen unabhängig voneinander an Händen beziehungsweise Handgelenken gepackt haben, ebenfalls mit dem mutmaßlichen Ziel, sie ins Feld zu zerren. Auch diese beiden Frauen setzten sich massiv zur Wehr, woraufhin der Mann von ihnen abließ.
Passanten hatten die Vorgänge beobachtet und den Notruf alarmiert. Nach sofort eingeleiteter Fahndung nahmen Beamte den Tatverdächtigen kurz darauf fest. Dabei soll er zusätzlich einer Polizeibeamtin in den Schritt gegriffen haben.
Haftbefehl – und Ermittlungen zu weiteren Vorfällen
Am Folgetag wurde der 24-Jährige der Haft- und Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Heidelberg vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ sie Haftbefehl wegen des Verdachts des mehrfach versuchten sexuellen Übergriffs, der sexuellen Belästigung und weiterer Delikte. Der Mann kam in eine Justizvollzugsanstalt.
Die Ermittler prüfen nach eigenen Angaben zudem weitere Vorfälle im Zusammenhang mit dem Beschuldigten. Die Untersuchungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung – bislang handelt es sich um Vorwürfe, nicht um erwiesene Taten.
Was die Zahlen sagen – und was die Politik verschweigt
Der Fall reiht sich in eine Statistik ein, die vielen Bürgern längst den Alltag verdirbt. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik registrierten die Behörden im Jahr 2025 bundesweit 131.335 Sexualdelikte – trotz insgesamt rückläufiger Fallzahlen ein weiterer Anstieg in diesem Deliktsbereich. Bei der Gewaltkriminalität lag der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger nach Angaben des Bundesinnenministeriums bei 42,9 Prozent und damit weit über dem Bevölkerungsanteil.
Statistik ist das eine. Das Lebensgefühl ist das andere. Wenn Frauen sich am helllichten Vormittag am Ortsrand nicht mehr sicher fühlen können, ist das aus Sicht unserer Redaktion kein Randproblem, sondern ein Befund über den Zustand der inneren Sicherheit.
Ein Fall, viele offene Fragen
Kritiker der deutschen Migrations- und Sicherheitspolitik verweisen seit Jahren darauf, dass Kontrolle, konsequente Rückführungen und schnelle Verfahren nicht Härte um der Härte willen bedeuten, sondern schlicht Schutz für die Menschen im Land. Die neue Bundesregierung hat hier Besserung versprochen – gemessen wird sie an Fällen wie diesem.
Bemerkenswert bleibt der Mut der drei Frauen: Alle drei wehrten sich – und alle drei entkamen. Dass sie sich selbst helfen mussten, ist die eigentlich bittere Pointe dieser Geschichte.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Rechtsberatung dar.
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